Trichterschirme planen: Was Sie bei einer Fläche gewinnen

Trichterschirme lassen sich aufstellen wie klassische Großschirme: einzeln, in Reihen oder als Gruppe. Dazu kommen drei Vorteile, die eine Fläche prägen. Ein Trichterschirm, im Alltag auch Tulpenschirm genannt, hat eine höhere Durchgangshöhe, der Blick über die Fläche bleibt frei. Die Entwässerung ist eingebaut, deshalb brauchen Sie keine Regenrinnen an den Seiten, und es fällt kein Wasser an vier Seiten herunter. Und mehrere Trichterschirme lassen sich zu einer vollflächigen Überdachung zusammenstellen.

Was einen Trichterschirm ausmacht und welche Modelle es gibt, steht auf der Übersichtsseite. Hier geht es um die Planung einer Fläche mit mehreren Schirmen.

Trichterschirme aufstellen: Anordnung und Raster

Wie bei Großschirmen üblich beginnen Sie mit dem Grundriss: Tische, Wege, Zugänge und die Mastpunkte. Raster, Strom und Steuerung für viele Schirme erklärt der Ratgeber mehrere Großschirme planen. Bei Trichterschirmen kommt eine Frage hinzu, die für sie besonders passt: Wie überlappen sich die Dächer?

Mehrere Trichterschirme zu verbinden, geschieht beim Tulip nicht über Verbindungselemente, sondern über die Anordnung: Die Schirme werden ineinandergerückt und stehen dafür auf leicht unterschiedlichen Höhen. Wie viele Schirme Ihre Fläche braucht, rechnen Sie aus der Schirmfläche; die Formate und die Rechenlogik zeigt die Seite Trichterschirm-Größen. Eine Überlappung kostet Fläche und kann die Schirmzahl erhöhen, das planen wir von Anfang an mit ein.

Warum stehen die Schirme auf unterschiedlichen Höhen?

Für eine vollflächige Überdachung stehen die Trichterschirme minimal höhenversetzt zueinander, und ihre Dächer werden leicht ineinandergeschoben. So gibt es keinen offenen Bereich dazwischen, sondern immer eine Überlappung. Das Wasser läuft in die Schirme und nicht zwischen ihnen hindurch auf Sitzplätze, Restaurant- oder Veranstaltungsflächen. Höhenversetzt angeordnete, überlappende Tulip bilden damit eine zusammenhängende, regenfeste Überdachung.

Klassische Schirme lassen sich mit Regenrinnen zu einer Fläche verbinden; die Rinne nimmt das Wasser temporärer Schauer auf. Bei Veranstaltungen mit gewünschter Raumhöhe ist die Überlappung der Trichterschirme die elegantere Lösung: keine Rinnen am Rand, freie Durchgangshöhe, ein ruhiges, zusammenhängendes Dach.

Anordnung und Überlappung: was wofür

Die Übersicht ordnet die Anordnungen nach dem, was sie leisten. Sie ist bewusst qualitativ; Maße, Höhenversatz und Überlappung legen wir für Ihre Fläche fest.

AnordnungWas sie leistetWofür sie passt
Einzelner TrichterschirmSchatten und Regenschutz für eine Sitzgruppe; das Wasser läuft zur Mitte und im Mast nach untenTerrasse, Hof, Platz mit klar umrissener Sitzfläche
Reihe oder Raster, wie bei klassischen Großschirmen aufgestelltJeder Schirm überdacht seine eigene Fläche; der Blick bleibt freiFlächen, auf denen Wege oder Zwischenräume offen bleiben sollen
Höhenversetzt und ineinandergeschobenZusammenhängende, regenfeste Überdachung ohne offene Bereiche dazwischenRestaurantterrassen, Innenhöfe, Veranstaltungsflächen
Klassische Schirme mit RegenrinneDie Rinne nimmt das Wasser temporärer Schauer aufFlächen, bei denen die Rinne und die Höhe am Rand passen

Entwässerung als Planungsvorteil

Beim Trichterschirm läuft das Wasser innen im Mast nach unten. Sie wählen den Weg, der zu Ihrer Fläche passt: Anschluss im Bodenfundament an ein übliches Entwässerungsrohr mit Weiterleitung in eine Drainage, ein Regenreservoir zum Sammeln, oder ein oberirdischer Auslauf bündig mit dem Bodenbelag, bei dem Drainage und Anschlüsse entfallen. Das ist gerade bei bestehenden Flächen ein Vorteil, denn der Belag bleibt, wie er ist.

Oben im Trichter sitzt ein Sieb, im Stoff gibt es einen Revisionsbereich mit Reißverschluss, auf Wunsch ein Netz. Der Schirm läuft nicht über, die Entwässerung ist eingebaut. Alle Wege beschreibt der Ratgeber Trichterschirm und Regenwasser; die Wasserführung steht im Lexikon.

So planen wir Ihre Fläche

In der Regel steht am Anfang ein 3D-Aufmaß: Ein 3D-Scan der Bodenverhältnisse zeigt Gefälle und Höhen Ihrer Fläche. Danach wird die Schirmgruppe in 3D eingeplant, mit Höhenversatz und Überlappung. Der Ablauf in fünf Schritten:

  • Schritt 1, Aufgabe und Fläche klären: Wofür nutzen Sie die Fläche, wie groß ist sie, was steht darauf?
  • Schritt 2, 3D-Aufmaß: Wir erfassen Gefälle und Höhen der Bodenverhältnisse im 3D-Scan.
  • Schritt 3, Anordnung und Höhenversetzung: Wir planen die Schirme in 3D, ineinandergeschoben und überlappend.
  • Schritt 4, Entwässerung und Befestigung: Wir legen den Wasserweg und die Befestigung fest.
  • Schritt 5, Angebot und Unterlagen: Sie erhalten das Angebot, und für Ihren Tragwerksplaner liefern wir alle Lastwerte und Unterlagen.

Was Sie vorab bereithalten

Mit wenigen Angaben können wir Ihr Projekt einordnen:

  • Plan oder Fotos der Fläche
  • Nutzung: Gastronomie, Platz, Hof oder Veranstaltung, fest oder wechselnd
  • Möblierung: Tische, Bänke, Wege und Zugänge
  • Untergrund und Belag, bei Dächern die Angaben zum Gebäude
  • Vorhandene Anschlüsse für Entwässerung und Strom
  • Zeitplan für Planung und Aufbau

Im Flächenplaner Ihre Fläche anlegen

Einen ersten Überblick gewinnen Sie im Flächenplaner im 3D-Konfigurator: Dort legen Sie Ihre Fläche an und sehen, wie viele Schirme sie braucht. Wie der Flächenplaner rechnet, beschreibt der Ratgeber Sonnenschirm-Größe berechnen. Die Feinplanung mit Höhenversatz und Überlappung bleibt unser gemeinsamer Schritt auf Basis des 3D-Aufmaßes.

Befestigung, Wind und Tragwerksplanung

Die Befestigung wird wie bei jedem Großschirm geprüft und berechnet. Möglich sind Bodenhülse mit Schirmfundament, Flachdach-Ankersystem und, vor allem bei temporären Aufstellungen und im Stadtraum, Sitzelemente, wenn ohnehin eine Sitzbank mit Schatten gewünscht ist. Die Bauarten finden Sie unter Sonnenschirm Befestigung. Die Windgrenze legen wir für Ihr Projekt fest. Planungsunterlagen wie CAD-Daten und Datenblätter bietet das Planerpaket; was die Planung beeinflusst, steht im Ratgeber zu den Kosten.

Wo sich Trichterschirme in der Planung besonders lohnen

Besonders gut passen sie dort, wo eine Fläche zusammenhängend und auch bei Regen nutzbar sein soll. Ein Beispiel ist das Projekt in Kitzbühel: Trichterschirme im Format 7 × 7 m überdachen einen historischen Innenhof samt Gasse, die Schirme sind verfahrbar.

Fazit

Wer Trichterschirme plant, plant eine zusammenhängende Fläche: höhenversetzt, leicht ineinandergeschoben, mit eingebauter Entwässerung und freiem Ausblick. Wir beginnen mit dem 3D-Aufmaß, planen die Schirmgruppe in 3D und liefern die Unterlagen für Ihren Tragwerksplaner. Sprechen Sie uns mit Plan oder Fotos Ihrer Fläche an.