
Trichterschirm Gastronomie: Regenschutz für Terrasse und Biergarten
Ein Trichterschirm führt Regenwasser zur Mitte, statt es über den Rand auf Ihre Gäste tropfen zu lassen. Wir zeigen, wann er sich für Ihre Terrasse lohnt und was Sie vor der Planung klären sollten.
Trichterschirm in der Gastronomie: wann er sich lohnt
Ein Trichterschirm, im Alltag auch Tulpenschirm oder Gastro-Trichterschirm genannt, ist ein Schirm, dessen Dach wie ein Kelch nach innen abfällt. Für Wirte und Hoteliers hat das eine praktische Folge: Das Regenwasser läuft zur Schirmmitte und von dort in eine Drainage, einen Regenwasserspeicher oder einen Bodenablauf. Am Dachrand hängt keine Tropfkante, unter der Ihre Gäste sitzen.
Ein Mittelmastschirm bleibt für viele Terrassen die richtige Wahl. Er ist bewährt, in vielen Größen erhältlich und schnell montiert. Bei Regen läuft das Wasser jedoch über den Rand, und zwischen zwei Schirmen bleibt ein Spalt. Wer die Fläche auch bei Regen bewirten will, kommt mit dem Trichterprinzip weiter. Die Übersicht zeigt, worin sich beide Bauarten unterscheiden.
Trichterschirm oder Mittelmastschirm auf der Terrasse?
Die Gegenüberstellung ist qualitativ. Verbindliche Maße und Windgrenzen stehen immer im Angebot für Ihre Ausführung.
| Kriterium | Trichterschirm | Mittelmastschirm |
|---|---|---|
| Regen | Wasser läuft zur Mitte, keine Tropfkante am Rand | Wasser läuft über den Rand ab |
| Wasserführung | Drainage, Regenwasserspeicher oder Bodenablauf müssen vor dem Aufbau geplant sein | Eine Regenrinne nimmt Wasser temporärer Schauer auf, nur mit Volant, vor dem Schließen zu demontieren |
| Zusammenhängende Fläche | Höhenversetzt und überlappend zu einer regenfesten Überdachung kombinierbar (Tulip) | Nebeneinander stellbar, zwischen den Dächern bleibt ein Spalt |
| Licht am Abend | Indirektes LED-Licht leuchtet die Membran von innen aus | LED-Leisten an der Speichenunterseite |
| Optik | Ruhige Kelchform, die Membran verdeckt das Gestänge | Klassisches Schirmbild in vielen Größen und Formen |
| Schließen im Betrieb | Tulip per Kurbel oder Motor | Classic und Classic Pro schließen nach oben, Tische und Stühle bleiben stehen |
| Planungsaufwand | Höher: Entwässerung, Befestigung und Höhen je Projekt | Geringer: bewährte Bauart, einfache Montage |
Grundlage sind unsere Angaben zu IPOMEA Tulip und IPOMEA Classic. Die ausführliche Entscheidungshilfe mit Pro und Contra steht im Ratgeber Trichterschirm oder Mittelmastschirm.
Was ein Trichterschirm im Betrieb leistet und was nicht
Der Vorteil zeigt sich dort, wo die Fläche bei Regen weiter bewirtet werden soll. Mehrere Schirme in unterschiedlichen Höhen überlappen sich und bilden eine zusammenhängende, regenfeste Überdachung. Ihre Gäste sitzen dann unter einer Fläche und nicht unter einzelnen Dächern mit Spalt. Diese Anordnung planen Sie von Anfang an, sie lässt sich nicht nachträglich mit einer Rinne ersetzen.
Ein Trichterschirm ist aber kein Allwetterschirm. Er führt das Wasser kontrolliert ab, ersetzt aber nicht die Entscheidung, bei Sturm zu schließen. Die Windgrenze nennen wir je Projekt verbindlich im Angebot, sie hängt von Größe, Ausführung, Befestigung und Standort ab. Übernehmen Sie sie in Ihre Betriebsanweisung. Für Schnee und Winterbetrieb gilt dasselbe: Wir prüfen sie im Projekt und geben keine Pauschalaussage.
Am Abend wird aus dem Schirm eine Leuchte. Indirektes LED-Licht leuchtet die Membran von innen aus und zeichnet die Trichterform nach. Das gehört zur Optik Ihres Betriebs und nicht nur zur Technik. Lichtfarbe, Steuerung und Leitungsführung legen wir mit Ihnen fest.
Wie viel Wasser am Mast ankommt
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen ab 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Ein Trichterschirm mit 25 Quadratmetern Grundfläche in der Draufsicht, angenommen etwa 5 × 5 m, fängt dabei rund 375 bis 625 Liter in der Stunde. Dieses Wasser muss am Mastfuß gesammelt und abgeführt werden.
Das Beispiel zeigt die Größenordnung und ersetzt keine Bemessung. Den Querschnitt von Ablauf und Leitung legt der Planer für Ihren Standort fest. Prüfen Sie den Ablauf vor der Saison auf Laub und Schmutz, denn ein verstopfter Ablauf lässt den Trichter volllaufen.
Welche IPOMEA-Systeme für die Gastronomie passen
Drei Trichterschirme kommen für Terrasse, Biergarten und Hotelfläche infrage. Sie unterscheiden sich im Zweck.

IPOMEA Tulip: Überdachung aus mehreren Schirmen
Quadratisch von 3 × 3 bis 8 × 8 m, auch rund mit Ø 7 m und Ø 8 m. Öffnen und Schließen mit Kurbel oder Motor, Wasser zur Mitte, indirektes LED-Licht. Höhenversetzt kombiniert entsteht eine regenfeste Fläche.

IPOMEA Simplex II: Eventschirm für Feste
Quadratisch 4 × 4 m, von Hand über einen Seilzug bedient, Aluminium-Mast und GFK-Profile. Mehrere Schirme lassen sich zu einer Überdachung verbinden, etwa für Biergartenfeste und Veranstaltungen auf wechselnden Flächen.

IPOMEA Membran-Trichterschirm: Ganzjahresschirm
Dauerhaft gespannt, immer offen, nichts zu bedienen. Entwurf, Formfindung und Statik erarbeiten wir je Projekt. Ausgeführt zum Beispiel in Grasbrunn bei München.
Welcher Trichterschirm für welchen Betrieb?
Soll die Terrasse am selben Ort stehen und bei Regen weiter laufen, ist Tulip der Ausgangspunkt. Soll die Fläche nur zu Festen überdacht werden, passt Simplex II. Er ist für wechselnde Einsatzorte gebaut. Wer ihn jedes Jahr am selben Platz aufstellt, kann nach Projektprüfung eine Bodenhülse im Fundament einplanen. Soll am Dach gar nichts bedient werden, prüfen wir den Membran-Trichterschirm. Weil er sich nicht schließen lässt, rechnen wir ihn für Ihren Standort statisch.
Wo Tische dicht stehen und das Personal Schirme schnell schließen muss, bleibt der Mittelmastschirm eine ernsthafte Alternative. Die Modellwahl dafür finden Sie unter Gastroschirme. Beide Bauarten lassen sich mischen, etwa Mittelmastschirme auf der Gastrofläche und ein Trichterschirm-Dach am Eingang.
Biergarten, Hoffest und Open Air
Im Biergarten wechseln Fläche und Anlass. An normalen Tagen reicht ein Teil der Plätze, beim Fest wächst die Fläche. Mehrere Simplex II lassen sich mit Verbindungselementen zu einer zusammenhängenden Überdachung verbinden, die Anordnung planen wir nach Fläche und Nutzung. Das Regenwasser läuft zur Mitte und am unteren Stoffanschluss frei ab oder über einen Schlauch beziehungsweise eine Drainage.
Die Befestigung richtet sich nach Untergrund und Einsatzdauer. Für temporäre Standorte kommen Bodenplatten und ballastierte Plattenständer in Betracht. Wichtig ist, dass das Wasser nicht in den Aufenthaltsbereich läuft. Das klären wir vor dem Aufbau mit Ihnen.
IPOMEA Pro: der Trichterschirm mit eigener Hülle
Ein weiterer Trichterschirm ist IPOMEA Pro. Auf Knopfdruck entfaltet sich der Stoff, beim Schließen fährt er in eine eigene GFK-Hülle. Jeder IPOMEA Pro wird für das Projekt ausgelegt und ist nur auf Anfrage lieferbar.
Planungsfragen für Betreiber
- Fläche: Wie groß ist die zu überdachende Fläche, und wie viele Schirme braucht sie in welcher Anordnung? Bei Tulip bestimmen Format und Höhenversatz das Ergebnis.
- Tischraster: Wo stehen Tische und Stühle? Der Mast sitzt in der Schirmmitte und muss ins Raster passen.
- Laufwege: Wo laufen Service, Gäste und Fluchtwege, und wo darf ein Mast stehen?
- Untergrund: Bodenhülse im Fundament, Ankerplatte, Standrahmen mit Ballast oder Sitzbank als Basis, je nach Belag, Aufbau und Dauer des Standorts. Auf Dachterrassen prüft die Statik des Gebäudes, was der Untergrund trägt.
- Entwässerung: Wohin läuft das Wasser vom Mastfuß, in Bodenablauf, Drainage oder Regenwasserspeicher? Gibt es einen Anschluss, und was erlaubt die Entwässerungssatzung Ihrer Gemeinde?
- Überlauf und Frost: Wohin läuft ein voller Speicher über, und wie sind Leitungen im Winter geschützt?
- Wind: Wer schließt bei Sturm, und welche Windgrenze aus dem Angebot steht in Ihrer Betriebsanweisung?
- Bedienung: Kurbel oder Motor, und wer schließt die Schirme am Abend?
Ordnungsamt und Bauaufsicht: vorab klären
Ob Sie für Ihre Überdachung eine Genehmigung brauchen, hängt von Ort, Größe und Nutzung ab. Auf öffentlichem Grund brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis, auf eigenem Grund kommt es auf die Landesbauordnung an. Fragen Sie vorab beim Ordnungsamt und bei der Bauaufsicht nach. Auch die Einleitung des Regenwassers kann die Entwässerungssatzung regeln. Wir unterstützen Sie bei der Abstimmung mit der Behörde und stellen Pläne zusammen.
Licht, Wärme und Seitenschutz unter dem Trichterschirm
Was sich ergänzen lässt, hängt vom System ab. Wir klären es je Projekt.

Beleuchtung
Beim Tulip leuchtet die Membran selbst: indirektes LED-Licht von innen. Die Leuchtenpakete auf der Seite Sonnenschirmbeleuchtung beschreiben die Mittelmastschirme.

Heizung
Heizstrahler-Pakete beschreiben wir für IPOMEA Classic und Classic Pro. Ob und wie Wärme unter einem Trichterschirm möglich ist, klären wir im Projekt.

Seitenwände
Seitenbehänge gibt es für Classic Eco, Classic und Classic Pro, nur aus Polyester. Wind- und Regenschutz an den Seiten eines Trichterschirms klären wir im Projekt.
Mittelmast, Terrassenüberdachung, Entscheidungshilfe
Diese Seite beantwortet, wann ein Trichterschirm sich lohnt. Für die Nachbarthemen gibt es eigene Seiten.

Gastroschirme
Modellwahl bei Mittelmastschirmen: Classic, Classic Pro, Größen, Bedienung und Ausstattung.

Terrassenüberdachung im Betrieb
Genehmigung, Saisonverlängerung und Flächenplanung für die ganze Terrasse.

Trichterschirm oder Mittelmastschirm
Die ausführliche Entscheidungshilfe mit Pro und Contra, Bedienung, Wind und Befestigung.
Trichterschirme in Außenräumen






Ihre Terrasse im 3D-Konfigurator
Gestalten Sie Ihren Schirm im 3D-Konfigurator und schicken Sie uns das Ergebnis mit Fläche, Untergrund und einem Foto Ihrer Terrasse. Wir schlagen System, Anordnung und Wasserweg vor und sagen offen, wenn ein Mittelmastschirm besser passt.
Vom Foto Ihrer Terrasse zum Trichterschirm
Fläche beschreiben
Maße, Möblierung, Untergrund und ein Foto genügen für die erste Einschätzung.
Bedarfsanalyse
Wir klären Nutzung, Regenbetrieb, Laufwege und Anschlüsse, auf Wunsch vor Ort.
System und Anordnung
Wir empfehlen Tulip, Simplex II oder Membran-Trichterschirm und legen Format und Höhenversatz fest.
Wasserweg und Befestigung
Ablaufpunkt, Entwässerung und Befestigung werden gemeinsam geplant.
Angebot mit Zeichnung
Sie erhalten Zeichnung und Angebot, die Windgrenze steht für Ihr Projekt im Angebot.
Lieferung, Montage, Service
Wir liefern und montieren auf Wunsch und bleiben für Ersatzteile und Bespannung ansprechbar.
Häufige Fragen
Was ist ein Trichterschirm für die Gastronomie?
Ein Trichterschirm ist ein Schirm mit nach innen geneigtem Dach, das Regenwasser zur Mitte führt. Von dort läuft es in eine Drainage, einen Regenwasserspeicher oder einen Bodenablauf. Am Dachrand tropft nichts auf die Gäste.
Ist ein Tulpenschirm dasselbe wie ein Trichterschirm?
Ja, beide Begriffe meinen dieselbe Form. Der Fachbegriff ist Trichterschirm, Tulpenschirm beschreibt die Kelchform. IPOMEA Tulip ist ein solcher Tulpenschirm für Terrassen, Plätze und Dachterrassen.
Wann ist ein Trichterschirm besser als ein Mittelmastschirm?
Wenn Regenwasser kontrolliert zur Mitte abfließen soll oder mehrere Schirme ein zusammenhängendes, regenfestes Dach bilden sollen. Dafür braucht der Trichterschirm eine geplante Entwässerung. Für flexible Größen und einfache Montage bleibt der Mittelmastschirm eine gute Wahl.
Kann ich meine Terrasse mit Trichterschirmen bei Regen überdachen?
Ja, mit höhenversetzt und überlappend angeordneten Tulip. Sie bilden eine zusammenhängende, regenfeste Überdachung. Anordnung, Überlappung und Entwässerung planen wir für Ihre Fläche.
Wohin läuft das Regenwasser beim Trichterschirm?
Es läuft zur Schirmmitte und von dort in eine Drainage, einen Regenwasserspeicher oder einen Bodenablauf. Welcher Weg passt, hängt von Untergrund, vorhandenen Anschlüssen und der Entwässerungssatzung ab. Wir planen Wasserweg und Befestigung gemeinsam.
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Welche Größen gibt es für Trichterschirme in der Gastronomie?
Quadratische Tulip gibt es von 3 × 3 bis 8 × 8 m (kurz 3x3 bis 8x8 m), runde auch mit Ø 7 m und Ø 8 m. Simplex II gibt es als 4 × 4 m, Sondergrößen auf Anfrage. Beim Membran-Trichterschirm ergibt sich das Maß aus dem Entwurf.
Brauche ich für Trichterschirme eine Genehmigung?
Das hängt von Ort, Größe und Nutzung ab. Auf öffentlichem Grund brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis, auf eigenem Grund gilt die Landesbauordnung. Fragen Sie vorab bei Ordnungsamt und Bauaufsicht nach, wir stellen Pläne für den Antrag zusammen.
Lässt sich ein Trichterschirm beleuchten und beheizen?
Beleuchten ja: Beim Tulip leuchtet indirektes LED-Licht die Membran von innen aus. Heizstrahler-Pakete beschreiben wir für Classic und Classic Pro, für Trichterschirme klären wir Wärme im Projekt.
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Ihren Trichterschirm für die Gastronomie planen
Mit Fläche, Tischraster, Untergrund und einem Foto Ihrer Terrasse schlagen wir System, Anordnung und Wasserweg vor und sagen offen, wenn eine andere Lösung besser passt.
