
Sonnenschirm für Dachterrasse und Flachdach
Für Hotel, Bürogebäude und Wohnanlage: Großschirme in Deutschland hergestellt, überwiegend in Süddeutschland, Made in Germany. Mit Dachanschluss im Aufbau oder mit Ballast, wenn Tragwerk und Abdichtung es erlauben.
Was die Dachterrasse vom Schirm verlangt
Ein Sonnenschirm für die Dachterrasse steht höher und freier als im Hof, und der Untergrund muss tragen und dicht bleiben. Unter dem Belag liegen Abdichtung, Dämmung und Dampfsperre, darunter die Rohdecke. Ein Fundament lässt sich hier nicht gießen; jede Befestigung greift in diesen Aufbau ein oder belastet ihn. Auf dem Flachdach gilt das genauso, ob es ein Hotel, ein Bürogebäude oder eine Wohnanlage trägt.
Dazu kommt der Wind. Aufwinde an der Gebäudekante und Windschneisen zwischen Dachaufbauten treffen einen Schirm stärker als im geschützten Hof, für exponierte Lagen verlangen wir einen höheren Ballast. Eine pauschale Windfestigkeit sagen wir nicht zu. Windwerte nennen wir nur mit Größe, Ausführung, Befestigung und Standort.
Die Beschattung der Dachterrasse richtet sich nach der Nutzung: Im Hotel wird die Rooftop-Bar bewirtschaftet, im Bürogebäude dient die Fläche Pausen und Empfängen, in der Wohnanlage ist sie Gemeinschaftsfläche mit Verwaltung und Eigentümern.
Schirme für die Dachterrasse
Mittelmastschirme wie IPOMEA Classic und Classic Pro für ruhige Flächen, IPOMEA Tulip und IPOMEA Prisma für Dachterrassen mit Gestaltungsanspruch. Befestigung und Größe stimmen wir im Projekt ab.
Was die Nutzung auf dem Dach ändert

Hotel-Rooftop und Dachbar
Gäste sitzen bis in den Abend, Licht, Wärme und Seitenwände gehören oft dazu. Bei Classic und Classic Pro bleiben Tische und Stühle beim Schließen stehen. Legen Sie schriftlich fest, wer die Schirme bei aufkommendem Wind schließt, auch abends und am Wochenende.

Bürodach und Firmenterrasse
Die Fläche dient Pausen, Besprechungen und Empfängen. Wichtig sind einfache Bedienung und ein aufgeräumter Belag, zum Beispiel mit der Standplatte unter dem Belag. Strom für Licht oder Antrieb gehört schon in den Dachplan.

Wohnanlage und Gewerbeobjekt
Bei Gemeinschaftsflächen entscheiden Eigentümer, Verwaltung und Betreiber gemeinsam. Dachlast, Abdichtung und Haftung müssen vor der Bestellung geklärt und dokumentiert sein. Ein gemeinsamer Plan mit allen fünf Beteiligten spart Abstimmungsrunden.
Drei Wege auf das Flachdach
Die Dachplatte bindet den Schirm in den Dachaufbau ein. Wo das Dach nicht gebohrt werden soll, kommt Ballast in Frage, auf aufgeständerten Terrassen eine Platte unter dem Belag oder eine erhöhte Ankerplatte (50 × 50 cm, Sondermaße für die Höhe auf Anfrage).

Flachdach-Ankerplatte im Dachaufbau
Die Platte wird auf die tragende Decke gedübelt, der Sockel reicht durch den Aufbau bis zum Belag. Anschlussflansche binden Dampfsperre und Abdichtung ein, für Flüssigkunststoff sowie Bitumen- und Kunststoffbahnen. Gewicht: Classic 37 bis 38 kg, Classic Pro 65 kg.

Standrahmen oder Standplatte mit Ballast
Keine Dachdurchdringung, dafür Gewicht. Beispiele für den Mindestballast nach unseren Planungswerten: ca. 240 kg beim Classic 4 × 4 m, ca. 1.740 kg beim Classic Pro 7 × 7 m. Das Tragwerk muss diese Last und die Windkräfte aufnehmen.

Standplatte unter dem Belag
Ein Distanzsockel führt die Schirmaufnahme durch den Belag, die Platte liegt darunter. Die Fläche bleibt aufgeräumt, die Höhe des Aufbaus wird eingeplant.
Befestigung auf dem Dach im Vergleich
Jede Befestigung belastet Decke und Aufbau anders. Die Übersicht zeigt, worauf Sie vor der Wahl achten.
| Befestigung | Eingriff in den Dachaufbau | Last auf der Decke | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Flachdach-Ankerplatte | Sockel reicht durch den Aufbau, Dachdecker schließt Dampfsperre und Abdichtung an | Zug- und Druckkräfte des Windes; Eigengewicht Classic 37 bis 38 kg, Classic Pro 65 kg | die Decke trägt und die Abdichtung lässt sich fachgerecht anschließen |
| Standrahmen mit Ballast | Keine Durchdringung | Ballastgewicht dauerhaft als Punktlast; bei starkem Wind mehr Betonplatten | das Dach nicht gebohrt werden soll und die Decke die Punktlast trägt |
| Betonständer | Keine Durchdringung | 995 kg beim Classic und Classic Pro, zusätzlich 1.740 kg beim Classic Pro | der Ständer zugleich als Sitzfläche dienen soll |
| Erhöhte Ankerplatte | Auf tragendem Untergrund unter dem aufgeständerten Belag, 50 × 50 cm | Eigengewicht Classic 32 bis 33 kg, Classic Pro 44 kg | die Terrasse aufgeständert ist; auf abgedichteten Dächern gilt der Dachanschluss |
Die Werte sind Planungswerte. Die Statik für Ihre Decke weist der Tragwerksplaner nach.
Dachplatte und Anschluss an die Abdichtung
Die Flachdach-Ankerplatte wird auftragsbezogen ausgelegt, weil der Sockel die Höhe zwischen Oberkante Stahlbetondecke und Oberkante Belag überbrücken muss. Nach den technischen Unterlagen zum IPOMEA Classic empfehlen wir, das Unterteil lieber etwas zu niedrig zu bestellen: Ein zu tiefes Unterteil lässt sich unterlegen, ein zu hohes nicht korrigieren. Ab etwa 50 mm Höhendifferenz wird die Funktion des Klappscharniers kritisch. Die Winterabdeckung trägt 4 mm auf.
Die Abdichtung ist Sache des Dachdeckers. Unter der Platte wird zuerst eine Dampfsperre ausgelegt, die rundum etwa 25 cm Anschlussbreite hat. Die Abdichtungsbahn schließt stumpf an den Klebeflansch an. Den Anschluss stellt der Dachdecker mit Flüssigkunststoff und Vlies her, mindestens 10 cm auf dem Flansch und mindestens 10 cm auf der Bahn, insgesamt mindestens 20 cm Vliesabdichtung. Befestigt wird mit Ankerbolzen aus Edelstahl A4 in Bohrungen Ø 16 mm, zugelassen für Beton C20/25 bis C50/60. Eine Ankerplatte zum Aufdübeln ohne diesen Dachanschluss ist für abgedichtete Dächer, Balkone und Terrassen nicht geeignet. Das sind unsere Planungswerte aus den technischen Unterlagen zum IPOMEA Classic. Ob Flüssigkunststoff und Abdichtungsbahn zusammenpassen, prüft der Ausführende; die Haftung für die Abdichtung liegt beim Ausführenden.
Wo die Kräfte hingehen: Wind, Ballast und Tragwerk
Der Schirm gibt Windkräfte über den Mast an die Befestigung ab. Beim Dachanschluss wirken Zug- und Druckkräfte auf die Decke, beim Standrahmen trägt das Dach das Ballastgewicht dauerhaft als Punktlast. Alle Werte sind IPOMEA-Planungswerte, die Statik ist projektspezifisch. Ob Ihre Decke die Last an der gewählten Stelle aufnimmt, weist der Tragwerksplaner nach, nicht IPOMEA. Er braucht Schirmgröße, Position, Windannahme und den Dachaufbau. Was Windlast und Statik bedeuten, steht im Lexikon; Windkanalwerte und Statik-Nachweis nennen wir mit Größe, Ausführung und Befestigung. Worauf es bei der stabilen Befestigung ankommt, erklärt der Ratgeber zu Sonnenschirmen auf Dachterrassen.
Standrahmen müssen eben, ohne Schaukeln und mit Flächenpressung unterbaut werden, damit die Trennschicht nicht verletzt wird. Bei starkem Wind ist die Zahl der Betonplatten zu erhöhen. Fahrbare Standrahmen sind windempfindlich und dürfen bei Wind oder geöffnetem Schirm nicht verfahren werden.
Im Betrieb wird der Schirm bei aufkommendem Wind geschlossen. Ein Windsensor sendet dem Motor ein Schließsignal und unterstützt so das Schließen. Zuständig für das rechtzeitige Schließen bleibt der Betreiber der Terrasse. Wo abends oder nachts niemand zuständig ist, regeln Sie das Schließen vorab.
Schirm, Licht und Möbel zusammen planen
Auf der Dachterrasse sieht man den Schirm von weitem, von Fenstern und von Nachbardächern. Bespannung, Gestellfarbe und Form sollten zur Fassade passen. Classic und Classic Pro eignen sich für ruhige, rechteckige Flächen, Tulip und Prisma setzen einen gestalterischen Akzent, auch als Gruppe. Soll das Logo Ihres Hauses auf den Schirm, finden Sie Details unter Sonnenschirm bedrucken.
Wer Licht, Heizung oder Motor wünscht, braucht eine Leitung bis zum Mast; ihre Führung durch den Dachaufbau stimmen wir mit dem Dachdecker ab. Die Installation führt nur eine Elektrofachkraft aus. Zwischen den Schirmen und zur Wand bleibt ein Sicherheitsabstand von ca. 15 bis 20 cm. Denken Sie außerdem an Brüstung, Absturzsicherung und Rettungswege, die Ballast und Möbel nicht einengen dürfen.
Sonnenschutz auf der Dachterrasse: Schirm oder Segel?
Ein Schirm braucht einen Mast in der Fläche. Soll die Dachterrasse groß und frei bleiben, kann ein Sonnensegel passen: Es braucht keinen Mast in der Mitte, die Masten stehen am Rand oder an Gebäudepunkten. Ein fest verspanntes Sonnensegel nach Maß bleibt dauerhaft stehen und braucht keine Bedienung. Es wird für Ihre Fläche entworfen und statisch berechnet.
Soll sich der Sonnenschutz je nach Wetter öffnen und schließen lassen, ist das aufrollbare Sonnensegel IPOMEA Manta die Alternative, per Kurbel oder Motor. Am Gebäude muss der Anschluss in tragende Bauteile reichen; wir klären Untergrund und Lastannahmen, bevor die Form des Segels feststeht. Ein festes Segel hat keine Sturmstellung, denn Wind, Schnee und Regen wirken ganzjährig.

Vom Dachaufbau zum aufgerichteten Schirm
Erstes Gespräch
Sie schildern uns Nutzung und Standort und senden den Schnitt des Dachaufbaus, die Schirmgröße und Fotos der Fläche.
Bedarfsanalyse
Wir gehen Dachfläche, Dachaufbau und Befestigung mit Ihnen durch, auf Wunsch vor Ort auf dem Dach.
Tragwerk prüfen
Der Planer prüft Lasten aus Ballast oder Anschluss sowie Windkräfte und Aufwinde.
Lösung festlegen
Wir wählen Dachanschluss oder Ballast und legen Sockelhöhe und Schirmposition fest.
Gewerke abstimmen
Dachdecker, Elektriker und wir stimmen Reihenfolge und Schnittstellen ab.
Montieren und abnehmen
Dachdecker und Montage setzen den Anschluss, danach wird der Schirm aufgerichtet.
Diese Fragen brauchen wir für Ihre Dachterrasse
- Welche Last darf die Decke an der Schirmposition aufnehmen, und wer weist sie nach?
- Wie ist das Dach aufgebaut: Warmdach, Dämmung, Dampfsperre, Abdichtungsart, und welche Höhe hat der fertige Belag über der Rohdecke?
- Wie exponiert ist die Fläche, etwa an der Gebäudekante oder in einer Windschneise?
- Wo liegen Brüstung, Wand und Nachbarschirme, und welcher Abstand bleibt?
- Verlaufen Flucht- und Rettungswege über die Fläche, und wie werden sie freigehalten?
- Wird die Terrasse abends genutzt, mit Licht, Wärme oder Seitenwänden?
- Ist Strom für Licht, Heizung oder Motor vorgesehen, und wo kommen die Leitungen an?
- Soll die Bedienung per Kurbel erfolgen oder elektrisch mit Motor, Funk und Windsensor, auch abends und am Wochenende?
- Wer ist beteiligt: Eigentümer, Betreiber, Architekt, Dachdecker, Elektriker?
Dachterrassen mit IPOMEA Schirmen






Häufige Fragen
Kann man einen Großschirm auf einer Dachterrasse befestigen?
Ja, wenn Tragwerk und Abdichtung die Lasten aufnehmen. Entweder mit Dachanschluss in den Aufbau oder mit Ballast. Ohne Prüfung des Aufbaus durch den Planer sagen wir keine Befestigung zu.
Welcher Sonnenschirm eignet sich für die Dachterrasse?
Für ruhige Flächen eignen sich IPOMEA Classic oder Classic Pro, für Dachterrassen mit Gestaltungsanspruch IPOMEA Tulip oder IPOMEA Prisma. Die Entscheidung hängt von Fläche, Lage auf dem Dach und Befestigung ab. Wir empfehlen nach Ihrem Aufbau.
Wie windfest ist ein Schirm auf dem Dach?
Aufwinde und Windschneisen an der Dachkante verlangen erhöhten Ballast oder stärkere Anschlüsse, nach Prüfung. Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Windwerte nennen wir nur mit Größe, Ausführung, Befestigung und Standort.
Brauche ich einen Dachdecker?
Ja. Der Anschluss an Dampfsperre und Abdichtung muss ein qualifizierter Dachdecker ausführen. Die Verträglichkeit von Flüssigkunststoff und Abdichtungsbahn prüft der Ausführende.
Wie viel Gewicht kommt auf das Dach?
Bei Ballast liegt der Mindestballast nach unseren Planungswerten zum Beispiel bei ca. 240 kg (Classic 4 × 4 m) bis ca. 1.740 kg (Classic Pro 7 × 7 m). Beim Dachanschluss wirken stattdessen Zug- und Druckkräfte auf die Decke. Beides muss der Statiker prüfen.
6 weitere Fragen anzeigen
Geht ein Schirm auf einem Holzdeck?
Ja, je nach Aufbau mit verlängertem Hülsen-Oberteil, mit erhöhter Ankerplatte oder mit Standplatte unter dem Belag. Die Höhe des Deckaufbaus legen wir vorab fest.
Was passiert bei einem Fehler in der Abdichtung?
Eine undichte Abdichtung kann Wasserschäden an der Terrasse verursachen. Die Haftung für die Abdichtung liegt beim ausführenden Betrieb. Deshalb gehört der Dachdecker von Beginn an in die Planung.
Wer weist nach, dass das Dach die Last trägt?
Der Tragwerksplaner oder Statiker des Gebäudes. Er braucht Schirmgröße, Position, Windannahme und den Dachaufbau. Wir liefern Planungswerte und Maße; die Statik rechnet der Planer für Ihr Dach.
Was kostet ein Sonnenschirm für die Dachterrasse?
Großschirme gibt es ab 1.100 € netto (zzgl. MwSt.): Das ist der Preis für den IPOMEA Classic Eco 3 × 3 m. Auf der Dachterrasse kommen meist IPOMEA Classic oder Classic Pro zum Einsatz. Der Preis richtet sich nach Größe und Ausstattung. Format, Modell, Bespannung, Bedienung, Befestigung und Ausstattung bestimmen ihn. Wir erstellen Ihnen ein Angebot mit Zeichnung, sobald wir Ihre Fläche und den Dachaufbau kennen.
Wie lange dauert die Lieferung, und kommt die Befestigung vorab?
Schirme liefern wir in 3 bis 4 Wochen. Befestigungselemente versenden wir auf Wunsch in der Regel innerhalb weniger Tage, vorab vor dem Schirm. So kann der Dachdecker den Anschluss herstellen, bevor der Schirm kommt.
Wie lange hält ein Schirm auf dem Dach?
Unsere Schirme sind bei guter Pflege und Bedienung für rund 20 Jahre Nutzung ausgelegt. Das beschreibt die Auslegung, keine rechtlich bindende Zusage. Ersatzteile sind in der Regel bis zu 20 Jahre verfügbar, Schirmstoffe und Tragarme lassen sich austauschen. Die Schirme werden in Deutschland hergestellt, überwiegend in Süddeutschland.
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