
Hitzeanalyse für Ihren Standort
Die Heatmap zeigt, wo sich Plätze, Schulhöfe und Terrassen aufheizen und wie der Schatten wandert. Ein Screening auf offenen Kartendaten, keine Messung.
Hitzekarte für Stadtplätze und Freiflächen: erst verstehen, dann verschatten
Versiegelte Flächen speichern Wärme, und nicht jede Ecke eines Platzes ist gleich belastet. Die Hitzeanalyse macht sichtbar, wo sich Oberflächen im Vergleich zum Umfeld besonders aufheizen, wo über den Tag kein Schatten fällt und wo gleichzeitig viele Menschen unterwegs sind. So beantwortet sie die Frage, wo Schatten zuerst gebraucht wird.
Sie richtet sich an Kommunen, Planer und Betreiber großer Plätze, Schulhöfe und Terrassen. Eine Messung oder ein Gutachten ersetzt sie nicht. Sie liefert eine nachvollziehbare Vorprüfung, mit der Sie Schwerpunkte benennen, Varianten vergleichen und den nächsten Schritt festlegen, etwa einen Vor-Ort-Termin.
Drei Antworten auf einer Karte
Oberflächenwärme und Schatten
Die Karte zeigt, wo die modellierte Oberfläche im Vergleich zum Umfeld wärmer oder kühler ist. Es sind relative Unterschiede, keine gemessenen Temperaturen. Gebäude und kartierte Bäume werfen je nach Sonnenstand Schatten. Sie sehen die Lage zu einer gewählten Uhrzeit und die Schattenstunden zwischen 8 und 20 Uhr.
Hitzeschwerpunkte
Wärme, fehlender Schatten, Einstrahlung und Nutzung werden zu einer Rangfolge verrechnet. Das Ergebnis sind die höchstgereihten Prüfzonen mit Straßenbezug.
Variantenpotenzial
Ein Szenario mit zusätzlichem Baumbestand zeigt, wie sich die modellierte Oberflächenwärme verändern kann. Es ist ein Potenzial, keine Vorhersage.
Datengrundlage und Rechenschritte
Die Analyse arbeitet für Standorte in Deutschland. Im Bericht hat jede Größe ihre eigene Rolle, damit Modellannahmen nicht als Messwerte erscheinen.
| Baustein | Was wir verwenden | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Geometrie | OpenStreetMap: Gebäude, Straßen, Wege und Plätze, Grünflächen, Wasser, kartierte Bäume | Gute Lageübersicht; die Vollständigkeit der Karte wird nicht automatisch geprüft |
| Gebäudehöhen | Höhen- oder Geschossangaben aus der Karte; fehlende Höhen geschätzt; auf Wunsch Ihre eigenen Höhendaten | Schatten als vereinfachtes Blockmodell der Gebäude, bei geschätzten Höhen mit Spanne |
| Sonne | Sonnenstand und Einstrahlung für klaren Himmel nach veröffentlichten Standardverfahren | Planungsnäherung ohne Wolken und Reflexion |
| Oberflächenwärme | Modell aus Versiegelung, Bebauung, Wasser und Baumbestand | Unkalibriert: zeigt relative Unterschiede, keine absoluten Temperaturen |
| Klimakontext | Regionale Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes, sofern geladen | Regionaler Anker, nicht die Temperatur an der Straße |
Wind, Kaltluft, Luftfeuchte, langwellige Strahlung, gefühlte Temperatur (UTCI/PET) und gesundheitliche Risiken berechnet die Analyse nicht.
Von der Adresse bis zur Schattenplanung
Standort benennen
Sie nennen Adresse oder Platz, die Nutzung und den Ausschnitt, der Sie interessiert.
Analyse rechnen und besprechen
Wir erstellen Heatmap, Schattenverlauf und Rangfolge für einen Analysetag und prüfen, welche Datenlücken bleiben. Dann gehen wir die Prüfzonen mit Ihnen durch und klären, was vor Ort zu bestätigen ist.
Vor Ort prüfen und Schatten planen
Bei Bedarf kommt unser Außendienst zum Termin und nimmt Maße, Untergrund und Nutzung auf. Für die Schwerpunkte planen wir Großschirme, Trichterschirme, Klimainseln oder Segel und prüfen die Schattenwirkung in der Planung.
Bericht als Grundlage für Planung und Antrag
Sie erhalten einen Bericht mit Karte, Kennzahlen und den höchstgereihten Prüfzonen, eingestuft in drei Prioritätsstufen von „beobachten“ bis „sofort vertieft prüfen“. Der Bericht benennt zusätzlich offen, welche Daten fehlen, damit niemand Modellwerte für Messwerte hält.
Als Baustein für Förderanträge und Beschlüsse zeigt er die räumliche Ausgangslage und die Prioritäten. Kosten, Zeitplan und messbare Zielwerte gehören noch nicht dazu. Welche Unterlagen die Förderstelle verlangt, entscheidet das jeweilige Programm.
Beispiel Marienplatz, München
Für den Marienplatz haben wir die Analyse für den 18. Juli 2026 um 14 Uhr gerechnet, auf einem Ausschnitt von 1 × 1 km mit 7 m großen Rechenzellen. Von 1.166 gefundenen Kartenobjekten wurden 1.157 verarbeitet. Die Gebäudehöhen stammen zu 64 % aus Höhen- oder Geschossangaben der Karte, der Rest ist geschätzt. Das Screening markiert drei Prüfzonen, die höchstgereihte liegt nahe der Straße Tal.
52 % der lokalen Fußwege liegen in dieser Situation ohne wirksamen Schatten. Die am stärksten bestrahlten 5 % der Rechenzellen erreichen 924 W/m² und mehr (klarer Himmel). Die wärmsten 5 % sind im Modell um 2,7 Kelvin (K) und mehr wärmer als ihr Umfeld. Mit 20 % mehr Baumbestand sinkt die modellierte Oberflächenwärme im Mittel um 1,1 K, lokal um bis zu 2,3 K. Der DWD-Klimakontext war für diesen Bericht nicht geladen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).

Tagesprofil im Beispiel Marienplatz
Der Schatten wandert, und die Belastung wechselt mit dem Sonnenstand. Modellwerte für einen klaren Sommertag:
| Uhrzeit | Sonnenhöhe über dem Horizont | Fußwege ohne Schatten |
|---|---|---|
| 10:00 Uhr | 42,0° | 42 % |
| 14:00 Uhr | 61,8° | 52 % |
| 18:00 Uhr | 28,7° | 32 % |
Modellwerte für klaren Himmel, keine Messung.
Ergebnis am Beispiel Marienplatz: Bericht und Kartenansicht
Zwei Ansichten desselben Beispiels: eine Seite aus dem Bericht und die Karte mit wählbaren Ebenen.


Ausbaustufen: vom Screening zur belastbaren Aussage
Die Analyse ist heute eine Vorprüfung. Für Entscheidungen mit hohem Gewicht braucht es bessere Daten.
| Stufe | Ziel | Grundlage |
|---|---|---|
| A · Screening | Prüfzonen und Datenlücken | Offene Karten- und Klimadaten |
| B · kalibriert | Belastbare Ist-Analyse | Amtliche Geodaten des Standorts, z. B. 3D-Gebäude und Baumbestand, abgeglichen mit Mess- oder Satellitendaten |
| C · Fachsimulation | Wind und thermischer Komfort | Simulation, abgeglichen mit Messungen |
Stufe A ist die heutige Analyse. B und C sind Ausbaustufen und setzen zusätzliche Daten voraus.
Schatten für die Hitzeschwerpunkte
Zeigt die Analyse, wo Schatten fehlt, planen wir die passende Schirmlösung für Ihren Standort.

IPOMEA Tulip
Trichterschirme überdachen Straßen und Plätze und leiten Regenwasser zur Mitte ab.

IPOMEA Classic Pro
Großer Mittelmastschirm bis 7 × 7 m für Plätze, Haltestellen und Fußgängerzonen.

IPOMEA Prisma
Designschirm mit geraden Kanten für Innenhöfe und Vorplätze öffentlicher Gebäude.

Sonnensegel
Fest verspannte Segel an Masten über Spielplätzen, Wegen und Aufenthaltsflächen.

Klimainsel-Module
Module mit Dach, Sitzbänken und auf Wunsch Sprühnebel für Plätze und Fußgängerzonen.

Nebelkühlung
Feiner Sprühnebel unter Schirm oder Membran kann die Lufttemperatur senken und wird mit Hygienekonzept geplant.
Hitzeschwerpunkte schon im Blick? Dann Fläche planen.
Im Flächenplaner geben Sie Breite und Tiefe ein und sehen, wie mehrere gleiche Schirme die Fläche abdecken, mit Regenrinnen und Seitenwänden auf Wunsch.
Häufige Fragen
Ist die Hitzeanalyse eine Messung?
Nein. Sie ist ein Screening auf Basis offener Kartendaten und eines Modells. Die Oberflächentemperatur ist nicht mit Satelliten oder Sensoren kalibriert und zeigt relative Unterschiede im Gebiet.
Wie genau sind die Ergebnisse?
Wir nennen bewusst keine Messgenauigkeit. Die Rechenzelle im Beispiel ist 7 m groß, das ist keine Messauflösung. Gebäudehöhen stammen teils aus der Karte, teils sind sie geschätzt, und der Bericht weist beides aus.
Für welche Standorte gilt das?
Für Adressen und Plätze in Deutschland. Städte, Schulhöfe, Terrassen und Freiflächen lassen sich über Adresse und Ausschnitt untersuchen.
Zeigt die Analyse, wie ein Schirm den Platz kühlt?
Nein. Die Analyse rechnet Gebäude- und Baumschatten sowie ein Baumszenario. Die Schattenwirkung einer Schirm- oder Segelvariante prüfen wir danach in der Planung.
Kann ich den Bericht für einen Förderantrag nutzen?
Er liefert die räumliche Ausgangslage und die Prioritäten als Baustein. Ob das genügt, entscheidet die Förderstelle. Kosten und messbare Zielwerte müssen Sie ergänzen. Aktuelle Programme finden Sie unter Förderung.
2 weitere Fragen anzeigen
Wird Wind oder gefühlte Temperatur berechnet?
Nein. Wind, Kaltluft, Luftfeuchte, langwellige Strahlung und gefühlte Temperatur (UTCI/PET) fehlen. Dafür braucht es eine gebäudeauflösende Fachsimulation mit Messvergleich.
Was brauchen Sie von uns?
Adresse oder Platz, die Nutzung und den gewünschten Ausschnitt. Amtliche Gebäudehöhen als GeoJSON und ein Baumkataster helfen, wenn sie vorliegen.
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Quellen (2)
- Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center · Stand 23. Oktober 2026
- OpenStreetMap-Mitwirkende · Stand 23. Oktober 2026
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Nennen Sie uns Adresse oder Platz, die Nutzung und was Sie entscheiden wollen. Wir melden uns mit dem nächsten Schritt.
