Was ist eine Klimainsel?

Eine Klimainsel ist ein bewusst gestalteter, kühler Aufenthaltsort im Stadtraum, an dem mehrere Maßnahmen gegen Hitze zusammenwirken. Der Begriff ist kein genormter Fachbegriff, Kommunen und Planungsbüros verwenden ihn für einen Platz, der an Hitzetagen spürbar angenehmer ist als seine Umgebung. Das Gegenstück ist die Hitzeinsel. Eine Klimainsel senkt nicht das Stadtklima, sie bietet Menschen einen Ort zum Ausruhen.

Aus welchen Bausteinen besteht eine Klimainsel?

Die Wirkung entsteht aus der Kombination. Schatten durch Bäume oder Dächer senkt die Strahlungsbelastung, Verdunstung von Pflanzen und Wasser kühlt zusätzlich, und helle, durchlässige Beläge heizen sich weniger auf. Sitzgelegenheiten, Trinkwasser und Barrierefreiheit machen den Ort nutzbar.

Textile Dächer wie Schirme und Segel liefern Schatten sofort, auch dort, wo Wurzeln, Leitungen oder Tiefgaragen das Pflanzen verhindern. Eine Nebelkühlung unter dem Dach ergänzt die Verdunstung, wo Platz für Grün fehlt. Die Klimainsel-Module von IPOMEA gibt es nach heutiger Angabe in drei Grundflächen: 2,5 × 2,5 m, 2,5 × 5 m und 3 × 6 m.

Wie planen Kommunen eine Klimainsel?

Beginnen Sie mit dem Ort: Wo sammeln sich Menschen bei Hitze, etwa an Haltestellen, Spielplätzen, vor Schulen und Pflegeeinrichtungen? Klären Sie Nutzung, Zugang, Pflege und Betrieb. Wer schließt die Schirme bei Wind, wer wartet die Nebelkühlung? Auf öffentlichem Grund gelten Anforderungen an Verkehrssicherheit, Standsicherheit und Barrierefreiheit. Prüfen Sie zudem die Förderung für Klimaanpassung im öffentlichen Raum; die Hitzeanalyse hilft, geeignete Standorte zu priorisieren.

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