Was ist Membranarchitektur?

Membranarchitektur ist das Bauen mit vorgespannten, doppelt gekrümmten Textilien oder Folien, die als Dach und Tragwerk zugleich dienen. Eine Membran ist dünn und biegeschlaff und trägt nur Zug. Damit sie als Dach funktioniert, bringt man sie in eine gegensinnig gekrümmte Form, etwa einen Sattel, oder in eine zeltartige Kegelform, und spannt sie vor. Die Steifigkeit entsteht aus Form und Spannung.

Aus welchen Materialien besteht eine Membran?

Verbreitet sind PVC-beschichtete Polyestergewebe und PTFE-beschichtete Glasfasergewebe, daneben gibt es Folien wie ETFE. IPOMEA plant mit beschichteten Polyestergeweben, PVC-Stoffen, ETFE-Membranen und PTFE-beschichteten Glasgeweben; Brandverhalten, Lebensdauer und Prüfzeugnisse sind je Gewebe projektbezogen nachzuweisen. Die Wahl bestimmt Lichtdurchlass, Brandverhalten, Haltbarkeit und Faltbarkeit, siehe PTFE und Glasfaser-Membran.

Zum System gehören neben dem Tuch auch Randseile, Beschläge, Masten und Verankerungen.

Was sollten Architekten und Bauherren frühzeitig klären?

Membrankonstruktionen sind Ingenieurbauwerke. Die Membran entsteht aus Zuschnitten, die ihre Form erst unter Spannung erreichen. Wind, Schnee und Wasseransammlungen sind zu berücksichtigen, die Verformung ist zu begrenzen. Bemessungsgrundlagen liefern CEN/TS 19102 und die VDI-Richtlinie 6205.

Binden Sie Tragwerksplaner und Membranbauer früh ein, prüfen Sie die Anschlusspunkte am Gebäude und klären Sie die Genehmigung. Als Hersteller plant und liefert IPOMEA textile Überdachungen und Membranbauten von Entwurf und Statik bis Montage und Wartung. Im Betrieb prüfen Sie Spannung, Beschläge und Oberfläche und reinigen das Tuch. Ob das System fest oder beweglich sein soll, ist eine Nutzungsfrage, siehe fest verspanntes Segel.

Siehe auch