Was ist eine Glasfaser-Membran?

Eine Glasfaser-Membran ist ein Glasfasergewebe mit Beschichtung, meist aus PTFE, daneben gibt es Silikon. Die Glasfasern sind unbrennbar, dehnen sich unter Last kaum und altern nicht durch UV-Strahlung. Die Beschichtung schützt die Fasern vor Abrieb und Feuchte. Als Verbundmaterial ist die Membran sehr zugfest.

Warum wird Glasfasergewebe bei Brandschutzauflagen gewählt?

Wegen des mineralischen Trägers erreicht Glasfasergewebe beim Brandverhalten oft hohe Einstufungen. Welche Klasse ein Gewebe tatsächlich hat, steht im Prüfzeugnis des jeweiligen Typs, und die Klassen nach DIN 4102-1 und DIN EN 13501-1 sind nicht gleichzusetzen. Das macht die Membran für öffentliche Gebäude, Bahnhöfe und Veranstaltungsorte mit strengen Brandschutzauflagen interessant. Fordern Sie den Nachweis immer für das konkrete Gewebe und, wenn die Membran bedruckt oder weiterverarbeitet wird, für die fertige Ausführung an.

Welche Grenzen und Anforderungen gelten bei Verarbeitung und Wartung?

Wegen der geringen Dehnung muss der Zuschnitt sehr präzise sein, und die Konstruktion ist steifer als bei Polyester-Systemen. Das stellt höhere Anforderungen an Details und Anschlüsse. Glasfasergewebe bricht bei scharfem Knicken und lässt sich nicht aufrollen oder wiederholt falten, für bewegliche Systeme eignet es sich nicht.

Die Membran wird im Werk zugeschnitten und verschweißt oder vernäht. Beschädigungen der Beschichtung lassen sich schlecht reparieren, die Montage ist deshalb sorgfältig auszuführen. Gereinigt wird nach unserer Vorgabe mit Wasser und mildem Mittel; beim Zuschnitt und bei Reparaturen gilt Arbeitsschutz. Planen Sie Ausführung und Lieferzeit mit einem erfahrenen Membranbauer.

Siehe auch