Was ist ein fest verspanntes Segel?
Ein fest verspanntes Segel ist ein dauerhaft montiertes, vorgespanntes Tuch, das an Masten, Pfosten oder Gebäudeteilen befestigt wird und sich nicht einfahren lässt. Es besteht aus dem Tuch, Randseilen, Eckbeschlägen und Spannelementen. Seine Steifigkeit bezieht es aus der Vorspannung und der gegensinnigen Krümmung, siehe Hoch- und Tiefpunkt. Je nach Gewebe lässt es Wasser und Luft durch oder ist wasserdicht beschichtet; im zweiten Fall muss es entwässert werden.
Wann passt ein festes Segel besser als ein Schirm?
Ein festes Segel überspannt große, frei geformte Grundrisse ohne Mast in der Mitte. Es hat keine Sturmstellung: Wind, Schnee und Wasser wirken ganzjährig auf Tuch, Seile und Verankerungen. Deshalb braucht es eine genaue Lastannahme, eine Statik und regelmäßige Prüfung.
Wo ein Betrieb je nach Wetter öffnen und schließen will, ist ein aufrollbares Sonnensegel oder ein Schirm die bessere Wahl. Beachten Sie auch, dass IPOMEA als Hersteller feste Segel- und Schirmkonstruktionen plant und liefert, keine Eventzelte oder mobilen Tensostrukturen.
Was müssen Betreiber prüfen und genehmigen lassen?
Prüfen Sie Spannung, Beschläge und Seile in festen Abständen und nach Unwettern, und dokumentieren Sie die Prüfungen. Legen Sie fest, wann das Segel bei Schnee entlastet oder abgenommen wird. Tuch und Seile altern, ihr Austausch gehört in die Lebensdauerplanung.
Ob ein festes Segel genehmigungspflichtig ist, regelt die Landesbauordnung; fragen Sie vor der Planung bei der Baubehörde nach. Auf Spielplätzen und in Kitas haftet der Betreiber für die Verkehrssicherheit. Nach den Hinweisen der DGUV zum Sonnenschutz in der Kindertagesbetreuung müssen Sonnensegel im Boden verankert sowie stand- und kippsicher sein.
