Was ist ein aufrollbares Sonnensegel?
Ein aufrollbares Sonnensegel ist ein Schattentuch, das auf einer Rollachse aufgewickelt wird und sich bei Bedarf über die Fläche ausfahren lässt, wahlweise mit Kurbel oder Elektromotor. Es braucht anders als ein Schirm keinen Mast in der Mitte, die überdachte Fläche bleibt frei von Stützen. Eingerollt ist das Tuch vor Wind, Regen und Schnee geschützt, und genau das unterscheidet es vom fest verspannten Segel.
Wie ist das Segel aufgebaut?
IPOMEA bietet das Prinzip als IPOMEA Manta an. Nach der Produktbeschreibung besteht die Rollachse aus Aluminiumprofilen, glasfaserverstärkte Stabprofile führen das Tuch, und gelenkig gelagerte Edelstahlstützen sind mit Drahtseilen abgespannt. Die doppelte Krümmung des Gewebes sorgt für Stabilität, siehe Hoch- und Tiefpunkt. Maße, Lasten und Antriebsdaten hängen vom Projekt ab und stehen nicht pauschal fest.
Worauf achten Sie bei Planung und Betrieb?
Das Segel leitet Zugkräfte über Wandkonsolen, Pfosten und Seile in die Verankerungen. Wände, Fassaden und Dächer müssen diese Kräfte aufnehmen können, was die Statik projektbezogen nachweist. Planen Sie außerdem den Wasserablauf: Ausgefahren braucht das Tuch ein Gefälle, damit sich kein Wassersack bildet.
Windgrenzen gelten nur nach IPOMEA-Planungswerten für Größe und Ausführung. Bei Markisen ordnet DIN EN 13561 Windwiderstandsklassen zu, für Sonnensegel lässt sich das nicht übertragen. Ein Windwächter kann den Schließvorgang automatisch auslösen, er unterstützt den Betrieb, ersetzt aber nicht die Betreiberverantwortung. Bei elektrischen Segeln plant IPOMEA Antrieb, Steuerung, Stromzuführung, Notbedienung und Windwächter projektbezogen mit.
Fahren Sie das Tuch trocken ein, denn feucht aufgerollter Stoff bekommt Stockflecken. Prüfen Sie in der Wartung Seile, Welle, Antrieb und Führungen; jedes Aufrollen belastet das Gewebe.
