Was ist ein Windwächter und wie arbeitet er?
Der Windwächter besteht aus einem Windgeber und einer Auswertung. Hält der Wind den eingestellten Wert über eine kurze Zeit, sendet der Sensor ein Schließsignal an den Rohrmotor. Der Windsensor für den IPOMEA Classic und den IPOMEA Classic Pro lässt sich nach IPOMEA-Planungswerten zwischen 10 und 50 km/h einstellen und arbeitet mit einer Einfahrverzögerung von 3 Sekunden, damit nicht jede kurze Böe den Schirm schließt. Er läuft solar und per Funk, es muss also keine Leitung verlegt werden.
Wo hat ein Windwächter Grenzen?
Wir beschreiben den Windsensor ausdrücklich nur als Unterstützung. Bei aufkommendem Wind bleibt der Betreiber in Eigenverantwortung verpflichtet, die Schirme zu schließen und zu sichern. Der Sensor hilft, wenn niemand vor Ort ist, ersetzt aber keine Aufsicht: Er reagiert nicht schneller als seine Verzögerung, fällt bei Strom- oder Funkausfall aus und schließt den Schirm, auch wenn Gäste darunter sitzen.
Außerdem setzt er einen Motor voraus. Ein Rohrmotor ist für den IPOMEA Classic und den IPOMEA Classic Pro erhältlich, nicht für die Ausführungen Classic Eco und Classic Free. Beim IPOMEA Tulip lassen sich Motor und Windsensor nicht automatisch wie beim Classic Pro übertragen; beim IPOMEA Pro ist ein Windwächter als Option vorgesehen.
Worauf achten Sie bei Einstellung und Montage?
Stellen Sie den Grenzwert niedriger ein als die in unseren Unterlagen genannte Windgrenze für Ihre Konfiguration, damit der Schirm geschlossen ist, bevor der kritische Wert erreicht wird. Montieren Sie den Sensor an der exponiertesten Stelle, aber nahe an den Schirmen und mit Sichtkontakt zum Empfänger; im Windschatten eines Gebäudes misst er zu niedrig.
Prüfen Sie Funktion und Versorgung regelmäßig und legen Sie fest, wer außerhalb der Öffnungszeiten verantwortlich ist. Hinweise zur Einordnung von Windangaben finden Sie im Ratgeber „Sonnenschirm windfest“.
