Was ist Nebelkühlung und wie wirkt sie?

Nebelkühlung ist ein Verfahren, bei dem fein vernebeltes Wasser in der Luft verdunstet und ihr dabei Wärme entzieht. Unter einem Dach kombiniert sie zwei Dinge: Das Dach hält die Sonnenstrahlung ab, der Nebel kühlt die Luft darunter. Wie stark der Effekt ist, hängt von Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftbewegung, Tropfengröße, Sprühbild und Aufenthaltszeit ab. Die Physik beschreibt der Ratgeber zur Verdunstungskühlung, die Technik beschreibt der Eintrag zur Hochdruck-Vernebelung.

Feldstudien berichten Messwerte, die sich nicht auf andere Orte übertragen lassen: in einer semi-offenen Cafeteria 2,4 bis 4,9 °C Lufttemperaturminderung (Frontiers of Architectural Research, 2024), an Bushaltestellen bis zu 3,1 °C bei seitlicher Vernebelung (Energy and Buildings, 2026). Für IPOMEA-Systeme liegen keine eigenen Messwerte vor.

Wie planen Sie Nebelkühlung unter Schirmen?

Entscheidend ist die Lage: Ein Bereich unter dem Dach, der nicht im Durchzug liegt, hält die kühlere Luft fest. Planen Sie Düsenpositionen, Zonen und Steuerung gemeinsam mit dem Dach. Zum System gehören Pumpeneinheit, Düsen und Leitungen, die sich im Mast führen lassen, Filter oder Wasseraufbereitung, eine automatische Spül- und Entleerfunktion und eine Steuerung mit Sensorik. Die Schläuche lassen sich mit Kabeln für Motor oder Beleuchtung unter dem Bodenbelag verlegen.

IPOMEA prüft Kühlung projektbezogen für IPOMEA Classic, IPOMEA Tulip und IPOMEA Prisma sowie für frei stehende Lösungen; Modell und Größe müssen je Projekt bestätigt werden.

Wo liegen die Grenzen der Nebelkühlung?

Bei schwülem Wetter, hoher Luftfeuchte und Wind verliert die Nebelkühlung an Wirkung. Sie ersetzt weder die Beschattung noch eine Klimatisierung, ohne Schatten arbeitet sie gegen die Sonne. Nebel kann Möbel, Bespannung und Elektrik feucht halten, Materialien und Schutzarten sind darauf auszulegen.

Mit Wasser im System kommt eine Hygienepflicht. IPOMEA plant ein projektspezifisches Wasser-, Spül-, Wartungs- und Hygienekonzept, das Stagnation vermeiden und den Betrieb dokumentieren soll. Absolute Zusagen wie keimfrei sind damit nicht verbunden, siehe Legionellen-Prophylaxe. Klären Sie früh, wer die Technik betreibt und wartet.

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