Was unterscheidet beide Bauarten?
Beim Mittelmastschirm steht ein Mast in der Mitte und trägt ein nach außen abfallendes Dach. Regen läuft über den Rand ab. Bei IPOMEA ist das der IPOMEA Classic mit den Ausführungen Classic Eco, Classic und Classic Pro.
Beim Trichterschirm ist das Dach nach innen geneigt. Wegen dieser Trichterform heißt er im Alltag auch Tulpenschirm (Tulpenform) oder wird als „umgedrehter Sonnenschirm“ gesucht. Regen läuft zur Mitte und wird dort abgeführt, am Rand tropft nichts. Dazu gehören IPOMEA Tulip, IPOMEA Pro und IPOMEA Simplex II. Wer die Form im Detail verstehen will, findet sie im Ratgeber zum Tulpenschirm. Welche Trichterschirme es bei IPOMEA gibt und wie sich der Tulpenschirm Tulip einordnet, zeigen die beiden Produktseiten.
Entscheidung nach Kriterien
Die folgende Tabelle stellt die beiden Bauarten gegenüber. Sie nennt nur, was für die jeweilige Bauart belegt ist; verbindliche Maße und Windgrenzen stehen immer im Angebot für Ihre Ausführung.
| Kriterium | Trichterschirm | Mittelmastschirm |
|---|---|---|
| Regenführung | Wasser läuft zur Mitte und in Drainage, Speicher oder Bodenablauf; keine Tropfkante | Wasser läuft über den Rand; bei Schauern kann eine Regenrinne in Verbindung mit Volant Wasser aufnehmen |
| Optik und Architektur | ruhige Kelchform, Membran verdeckt das Gestänge | klassisches Schirmbild, viele Größen und Formen |
| Schließen | Tulip schließt per Kurbel oder Motor; IPOMEA Pro zieht den Stoff in eine eigene Hülle | Classic und Classic Pro schließen nach oben, Classic Eco nach unten |
| Befestigung | Bodenhülse, Ankerplatte, Standrahmen, Sitzbank (Tulip) | Bodenhülse, Ankerplatte, Standrahmen, Betonständer, Flachdach |
| Licht | indirekte LED-Beleuchtung der Membran | LED-Leisten an der Speichenunterseite |
| Mehrere Schirme | höhenversetzt zu regenfesten Überdachungen kombinierbar | nebeneinander stellbar, Rinne zwischen den Schirmen möglich |
| Typischer Einsatz | Plätze, Dachterrassen, Events, repräsentative Flächen | Gastronomie, Biergarten, Hotelterrasse, Gewerbe |
Regenführung: wo das Wasser bleibt
Der größte Unterschied liegt beim Regen. Ein Mittelmastschirm schützt gut vor Schauern, das Wasser tropft aber an der Dachkante. Wer mehrere Schirme aneinanderreiht, kann zwischen ihnen eine Regenrinne einsetzen; sie nimmt das Wasser temporärer Regenschauer auf und ist nur in Verbindung mit Volant möglich. Für dauerhaft regenfeste Flächen ist das System jedoch nicht gedacht.
Der Trichterschirm kehrt das Prinzip um. Beim Tulip bilden höhenversetzt angeordnete, überlappende Schirme eine zusammenhängende, regenfeste Überdachung. Das Wasser braucht dafür einen Weg: Drainage, Regenwasserspeicher oder Bodenablauf müssen vor dem Schirm geplant sein.
Pro und Contra auf einen Blick
Diese Gegenüberstellung hilft bei der ersten Einordnung.
- Trichterschirm, dafür: kontrollierte Wasserführung ohne Tropfkante; zusammenhängende Überdachung aus mehreren Schirmen; markante Form; Membran lässt sich bedrucken und von innen beleuchten.
- Trichterschirm, dagegen: Entwässerung und Befestigung brauchen Planung; Fundament und Wasserweg müssen zusammenpassen; Höhen und Maße werden pro Projekt festgelegt.
- Mittelmastschirm, dafür: bewährte Bauart mit vielen Größen; schnelle, einfache Montage in einem Befestigungselement; Classic und Classic Pro schließen nach oben, sodass Tische und Stühle stehen bleiben können; Zubehör wie Motor, Licht und Seitenbehang erhältlich.
- Mittelmastschirm, dagegen: Wasser tropft am Rand; für dauerhaft regenfeste Flächen braucht es zusätzliche Lösungen; der Mast steht im Sitzbereich.
Bedienung, Wind und Befestigung
Beim Schließen unterscheiden sich die Modelle deutlich. Beim IPOMEA Classic hebt das Teleskopsystem von Classic und Classic Pro das Dach nach oben, Classic Eco schließt nach unten wie ein Regenschirm. Bedient wird per Kurbel, optional mit Rohrmotor. Der IPOMEA Tulip wird von Hand mit Kurbel oder mit elektrischem Antrieb bedient. Beim IPOMEA Pro genügt ein Knopfdruck, der Stoff verschwindet in seiner Hülle; Gäste müssen nicht aufstehen. Der IPOMEA Simplex II wird per Seilzug von Hand geschlossen.
Beim Wind gibt es für beide Bauarten keine pauschale Zahl. Maßgeblich sind Größe, Ausführung, Befestigung und Standort. Windwerte aus einem Prüfaufbau gelten nur für diesen. Für Tulip nennen wir die Windgrenze je Projekt im Angebot. Bei Sturm schließen Sie jeden Schirm, egal welche Bauart.
Für die Befestigung gilt dasselbe Prinzip. Beide Bauarten lassen sich mit Bodenhülse im Fundament, mit Ankerplatte oder mit Standrahmen und Ballast befestigen. Beim Trichterschirm kommt der Wasserweg hinzu, am Mastfuß muss das Wasser ablaufen können. Bei Dachterrassen prüft die Statik des Gebäudes, was der Untergrund trägt.
Licht und Gestaltung
Beim Trichterschirm leuchtet die Membran von innen. IPOMEA Tulip und IPOMEA Simplex II bekommen indirektes LED-Licht, beim IPOMEA Pro leuchtet die Beleuchtung auch im geschlossenen Zustand. Beim Mittelmastschirm sitzen LED-Leisten an der Speichenunterseite; IPOMEA Classic und Classic Pro gibt es mit LED-Paketen, für Classic Eco ist kein Lichtpaket vorgesehen.
Beide Bauarten lassen sich bedrucken. Auf der großen, geschlossenen Fläche eines Trichterschirms wirken Logos und Motive besonders gut.
Welcher Schirm passt wohin?
Als Faustregel für die Wahl:
- Außengastronomie mit Tischen und wechselndem Wetter: IPOMEA Classic, bei Bedarf mit Regenrinne zwischen den Schirmen
- Platz, Eingangsbereich oder Terrasse mit dauerhaft regenfester Fläche: IPOMEA Tulip, höhenversetzt kombiniert
- Hotel, repräsentative Fläche, Schirm mit einfahrbarem Stoff: IPOMEA Pro
- Veranstaltung mit wechselnden Orten: IPOMEA Simplex II
- Dachterrasse mit begrenzter Tragfähigkeit: beide Bauarten, geprüft mit Blick auf die Statik des Gebäudes
Fazit
Trichterschirm für Wasserführung, zusammenhängende Dächer und Gestaltung, Mittelmastschirm für bewährte Gastronomie- und Gewerbeflächen. Klären Sie vorab Wasserweg, Befestigung, Wind und Bedienung. Wir helfen bei der Auswahl und prüfen Ihre Fläche.




