Wie ist ein Mittelmastschirm aufgebaut?
Ein Mittelmastschirm ist ein Sonnenschirm mit einem einzelnen Mast unter dem Schnittpunkt der Dachdiagonalen. Von dort laufen die Speichen sternförmig zu den Dachecken, Stützstreben fangen sie ab. Wind, Regen und das Eigengewicht des Dachs gelangen so auf kurzem, symmetrischem Weg in den Mast, und der Mast leitet sie über Bodenhülse, Fundament oder Ballast in den Untergrund.
Diese Symmetrie ist der Grund, warum sich große Formate in dieser Bauart überhaupt bauen lassen. Ein Ausleger wie beim Ampelschirm würde bei gleicher Dachfläche ein deutlich größeres Biegemoment am Mast erzeugen.
Welche Größen und Ausführungen gibt es?
IPOMEA Classic ist der Mittelmastschirm von IPOMEA, in den Ausführungen Classic Eco, Classic und Classic Pro. Classic gibt es in 43 Größen und Teilungen, Classic Pro in 62; die größte Classic-Pro-Fläche beträgt 75 m² bei rund Ø 10,0 m. Mit der Größe wächst der Mast: Classic Eco hat 55 mm Außendurchmesser, Classic 76 mm und Classic Pro 100 mm bei 5 mm Wandstärke.
Geöffnet wird je nach Ausführung per Seilzug, Kurbel oder Motor. Classic und Classic Pro schließen mit Teleskophub nach oben, sodass Tische und Stühle stehen bleiben können; Classic Eco schließt nach unten wie ein Regenschirm.
Worauf achten Sie bei der Planung?
Der Mast steht mitten in der Sitzfläche und braucht Platz. Ein Tisch lässt sich um den Mast herum stellen, ein Durchgang nicht. Wer eine stützenfreie Fläche braucht, etwa vor einer Bühne oder einer Servicestation, prüft stattdessen einen Ampelschirm.
Maßgeblich sind die zu beschattende Fläche, die Windexposition des Standorts und die Befestigung. Die IPOMEA-Planungswerte zu Wind und Fundament gelten nur für die genannte Größe und Ausführung, die Statik bleibt projektspezifisch. Wie Sie beide Bauarten gegeneinander abwägen, steht im Ratgeber zu Ampelschirm oder Mittelmastschirm.
