Worin unterscheiden sich Ampelschirm und Mittelmastschirm?

Ein Mittelmastschirm trägt sein Dach auf einem Mast in der Mitte. Der Mast steht oft durch den Tisch oder zwischen zwei Tischen, und die Last läuft senkrecht in den Boden. Bei IPOMEA sind das IPOMEA Classic Eco, Classic und Classic Pro. Ein Ampelschirm hat den Mast am Rand und trägt das Dach über einen Ausleger, unter dem Dach steht nichts. Bei IPOMEA heißt er IPOMEA Classic Free.

Im Alltag zeigt sich der Unterschied an der Tischfläche und am Fundament. Der Mast in der Mitte nimmt Platz im Sitzbereich. Der seitliche Mast gibt ihn frei, braucht dafür aber eine Gründung, die den längeren Hebel ausgleicht.

Was bedeutet das im Betrieb?

Im Betrieb merken Sie das zuerst an der Tischfläche: Ein Mast mitten im Tisch verlangt Tische mit Aussparung oder Plätze neben dem Mast. Beim Ampelschirm bleibt der Bereich frei, und Servicekräfte, Rollstühle und Kinderwagen kommen ungehindert durch. Dazu kommt die Sonne: Der Classic Free lässt sich auf allen Bodenverankerungen um 360° drehen und folgt dem Sonnenstand. Die Ausführung mit Pendeleinstellung neigt das Dach zusätzlich stufenlos bis 30°. Das kostet allerdings Aufwand: Wer nachführen will, muss dafür Zeit und Personal einplanen.

Der Mittelmastschirm steht fest. Dafür schließen Classic und Classic Pro nach oben: Das Teleskopsystem hebt das Dach an, Tische und Stühle können stehen bleiben. Das spart beim Abräumen Zeit, besonders bei wechselndem Wetter.

Welche Größen gibt es beim Classic Free?

Der Classic Free ist rund in Ø 3,0 / 3,5 / 4,0 m als 1er bis 4er Gruppe mit 6- oder 8-Teilung erhältlich, quadratisch in 2,85 / 3,0 / 3,5 m als 1er und 2er Gruppe. Bis zu vier Schirmdächer sitzen an einem Mast. Es gibt das Grundmodell RG und die Ausführung RP mit Pendeleinstellung. Der Mast hat 76 mm Außendurchmesser bei 3 mm Wandstärke, bedient wird mit abnehmbarer Handkurbel aus Edelstahl. Eine PVC-Bespannung gibt es nur bei Ø 3,0 m sowie bei 2,85 × 2,85 m und 3,0 × 3,0 m.

GruppeForm und GrößeBeschattete FlächeFundament (Planungswert)Mindestballast
1errund Ø 3,0 bis 4,0 m5,9 bis 10,4 m²50 × 50 × 60 cm1 Lage, ca. 112 kg
2errund Ø 3,0 bis 4,0 m11,8 bis 20,8 m²60 × 60 × 60 cm2 Lagen, ca. 224 kg
3errund Ø 3,0 bis 4,0 m17,7 bis 31,2 m²60 × 60 × 60 cm2 Lagen, ca. 224 kg
4errund Ø 3,0 bis 4,0 m25,5 bis 45,2 m²60 × 60 × 60 cm3 Lagen, ca. 336 kg

Welches Fundament braucht ein Ampelschirm?

Ein seitlicher Mast leitet die Kraft des Dachs über einen Hebel in den Boden, und je größer die Gruppe, desto stärker wirkt er. Wir nennen Fundamente von 50 × 50 × 60 cm bei 1er-Schirmen und 60 × 60 × 60 cm bei 2er bis 4er-Gruppen, dazu einen Mindestballast bei Aufstellung auf Standrahmen. Das sind Planungswerte für den Classic Free ohne Statik.

Eine Windangabe für den Classic Free liegt uns nicht vor, deshalb nennen wir keine. Übertragen Sie auch das Verhältnis von Fläche und Fundament nicht aus der Tabelle auf andere Standorte. Bei Wind gilt wie bei allen Schirmen: Der Betreiber schließt und sichert.

Eine Gruppe oder vier Einzelschirme: Was ist günstiger zu gründen?

Ein 4er Classic Free mit Ø 4,0 m beschattet 45,2 m². Vier einzelne Classic mit Ø 4,0 m schaffen mit 4 × 11,3 m² dieselbe Fläche. Der Unterschied liegt in der Gründung: Die Gruppe braucht ein Fundament von 60 × 60 × 60 cm und etwa 336 kg Mindestballast. Vier Classic brauchen vier Fundamente zu je 75 × 75 × 60 cm, bei Standrahmen viermal etwa 240 kg, zusammen rund 960 kg.

Für den Ampelschirm spricht, dass Sie Fundamente sparen und die Tischfläche frei halten. Dagegen steht, dass vier Dächer an einem Mast einen einzigen großen Hebel bilden. Das Fundament dafür muss für den Standort nachgewiesen werden. Die Rechnung vergleicht Fläche und Gründung, nicht die Windsicherheit.

Welches Zubehör gibt es, und wo liegen die Grenzen?

Beim Mittelmastschirm erweitert Zubehör die Nutzung: Rohrmotor für Classic und Classic Pro, LED-Leisten, Heizstrahler für Classic und Classic Pro, Seitenbehänge für Classic und Classic Pro. Der Classic Free wird mit Handkurbel bedient, hat keinen Motor, und Heizstrahler sind für ihn nicht vorgesehen. Bei den quadratischen Formaten mit 3,5 × 3,5 m weisen die technischen Unterlagen darauf hin, dass der Schirm wegen des großen Dachs und der hohen Kurbelposition schwerer zu öffnen ist. Das sollten Sie einplanen, wenn häufig geöffnet wird.

Wann passt welcher Schirm?

Die Entscheidung folgt dem Grundriss und dem Betrieb. Die Tabelle fasst die Unterschiede zusammen.

  • Große Fläche, viel Zubehör, Motor gewünscht: Mittelmastschirm
  • Freie Tischfläche, Nachführung zur Sonne, weniger Fundamente: Ampelschirm
  • Raster mit vielen Schirmen: Mittelmastschirm
  • Dach ragt über die genehmigte Fläche: vorab mit der Behörde klären
KriteriumMittelmastschirm (Classic Eco, Classic, Classic Pro)Ampelschirm (Classic Free)
Mastin der Mitte des Dachsseitlich, Dach schwebt über der Fläche
TischflächeMast im oder neben dem Tischfrei, kein Mast im Sitzbereich
Sonnenführungfeststehend360° drehbar, bei RP Neigung bis 30°
Fläche je Mastein Dach je Mastbis zu vier Dächer an einem Mast
BedienungSeilzug, Kurbel, Akkuschrauber oder Motor je nach ModellHandkurbel, kein Motor
ZubehörLicht, Heizung, Motor, Seitenbehänge je nach Modellbegrenzt

Fazit

Der Mittelmastschirm ist der Allrounder für große Flächen und viel Ausstattung. Der Ampelschirm löst Plätze mit freier Tischfläche und Sonnennachführung. Entscheiden Sie nach Grundriss, Betrieb und Zubehör, und lassen Sie das Fundament für den seitlichen Mast gesondert bemessen.