Welche Aufgabe hat der Mast bei Schirm und Segel?
Der Mast ist die tragende Stütze von Schirm oder Segel. Er trägt das Dach und steht im Wind: Auf ihn wirken das Eigengewicht des Dachs, die Windkraft und bei Segeln die Zugkräfte der Spannseile. Daraus entsteht am Fuß ein Biegemoment, das mit der Höhe des Angriffspunkts und der Windlast wächst.
Bei Schirmen ist der Mast ein Rohr mit Mechanik im Inneren, etwa für Teleskophub oder Rohrmotor. Der Querschnitt richtet sich nach der Dachgröße: Bei IPOMEA Classic Eco hat der Mast 55 mm Außendurchmesser, bei Classic 76 mm und bei Classic Pro 100 mm mit 5 mm Wandstärke. Der Mast von IPOMEA Tulip ist ein schlanker Zylinder mit Ø 15 cm, an dem die Membran nach einem kurzen Übergang von etwa 15 cm endet. Bei Segeln und Membranen sind Masten statisch beanspruchte Stützen, oft mit Pendelgelenk oder starrer Einspannung.
Wie wird der Mast am Fuß gehalten?
Ein Mast ist nur so tragfähig wie seine Einspannung. Bei Schirmen sitzt er in einer Bodenhülse, einem Standrahmen oder auf einer Ankerplatte. Bei Segeln wird der Fuß meist in einem Fundament eingespannt, das große Biegemomente aufnimmt und deutlich massiver ausfällt als bei einem Schirm.
Am Fußpunkt, wo Wasser steht, ist zudem Korrosion ein Schwachpunkt. Die Mastlänge bestimmt Durchgangshöhe und Bodenfreiheit; eine Mastverlängerung verändert beides. Fundament- und Ballastwerte sind IPOMEA-Planungswerte, die Statik bleibt projektspezifisch.
Was prüfen Sie am Mast im Betrieb?
Prüfen Sie den Mast regelmäßig auf Verformung, Risse, Beulen und Korrosion, vor allem am Fuß. Ein verbogener Mast sollte nicht gerichtet werden, weil jede Verformung das Material schwächt; der Austausch erfolgt nach unserer Vorgabe.
Anbauten wie Lautsprecher oder Leuchten stimmen Sie mit uns ab, denn jede Last am Mast verändert das Moment am Fuß. Bei erhöhtem Mast ändert sich der Hebelarm des Windes, und die Angaben zu Wind und Befestigung sind neu zu prüfen.
