Was ist eine Speiche am Sonnenschirm?
Die Speiche ist das einzelne radiale Profil des Schirmgestells. Sie ist ein Strangpressprofil aus Aluminium, am Mast angelenkt, und reicht bis zur Dachecke oder Dachkante. Sie hält die Bespannung auf Spannung und überträgt die Windkräfte auf den Mast. Die Zahl der Speichen entspricht der Teilung des Dachs, bei einem 8-Teiler also acht.
Jede Speiche wird auf Biegung belastet: Wind drückt das Dach nach oben oder unten und biegt das Profil zwischen Mast und Dachkante. Bei großen Formaten ist das kritischer, weil die Speichen länger sind.
Wie unterscheiden sich Speichen bei IPOMEA Classic?
Die Profile wachsen mit der Ausführung. Bei IPOMEA Classic Eco messen die Speichen 30 × 15 × 2 mm beziehungsweise 25 × 15 × 2 mm, bei Classic 35 × 20 × 2 mm und bei Classic Pro 50 × 25 × 2 mm. Dazu kommen Stützstreben, bei Classic Pro mit 40 × 25 × 2 mm.
An stark beanspruchten Bereichen sind die Speichen mit einem innenliegenden Stahlkern verstärkt; bei Classic Pro ist für größere Formate eine verlängerte Verstärkung optional. Die Teilung richtet sich nach Größe und Form: Classic Eco hat 4 oder 8 Segmente, Classic 5 bis 8 und 12, Classic Pro 8, 10 oder 12. Ob eine Verstärkung einen Schirm windfester macht, gilt nur für die konkrete Größe und steht in unseren Planungswerten.
Worauf achten Sie bei Speichen im Betrieb?
Die Speichenenden werden bei jeder Bespannung belastet, dort verschleißen Haken, Kappen und Kanten zuerst. Prüfen Sie diese Stellen beim Wechsel der Bespannung und zum Saisonstart. Die neue Bespannung muss zu Zahl der Speichen und Teilung passen.
Eine verbogene Speiche gehört nicht in den Betrieb; die Folgeschäden an Dach und Hub sind größer als der Aufwand für den Austausch. Beim Aufstellen mehrerer Schirme halten Sie Abstand: Nach IPOMEA-Planungswerten für IPOMEA Classic sind 15 bis 20 cm Sicherheitsabstand zwischen Schirmen und zur Hauswand einzuhalten, weil zu enge Schirme an den Speichenenden scheuern.
