Was ist ein Großschirm?
Ein Großschirm ist ein gewerblich genutzter Sonnenschirm, der eine Gruppe von Tischen oder eine Teilfläche überdacht. Einen festen Größenwert, ab dem ein Schirm als Großschirm gilt, gibt es nicht; IPOMEA Classic Pro etwa reicht bis Ø 10,0 m und 75 m² Schirmfläche.
Den Unterschied zum Gartenschirm bestimmen weniger die Zentimeter als die Konstruktion und der Nachweis dahinter: ein kräftiger Mast, belastbare Speichen, ein Antrieb und eine Befestigung, die das Dach gegen Wind hält. Ein Großschirm ist für tägliches Öffnen und Schließen, wechselnde Gäste und den Betrieb unter Aufsicht gebaut.
Welche Bauarten und Ausstattungen gibt es?
Zwei Grundbauarten kommen vor: der Mittelmastschirm und der Ampelschirm. Dazu kommen Trichterschirme, die Regenwasser zur Mitte führen, wie IPOMEA Tulip, sowie Sonderformen wie IPOMEA Prisma als Designschirm mit geraden Kanten und IPOMEA Simplex II als mobiler Eventschirm.
Zur Ausstattung zählen Seitenbehang gegen Wind, Regenrinne zwischen benachbarten Dächern, Licht, Infrarot-Heizstrahler, Nebelkühlung und ein motorischer Antrieb. Jede Ausstattung verändert die Last auf das Dach und gehört deshalb in die Planung. Einen Überblick über die Modelle gibt die Seite Großschirme.
Was müssen Sie bei einem Großschirm planen?
Zu klären sind Fläche und Nutzung, Windlage, Untergrund sowie der Zugang für Strom und Wasser. Legen Sie fest, wer den Schirm bei Wind schließt und ob die Fläche öffentlich genutzt wird. Windfeste Lösungen für öffentliche Plätze behandelt der Ratgeber zu windfesten Großschirmen.
Auf öffentlichem Grund ist meist eine Sondernutzungserlaubnis nötig. Ob darüber hinaus eine Baugenehmigung gilt, regelt die Landesbauordnung; in Bayern legt Art. 57 BayBO fest, welche Vorhaben verfahrensfrei sind. Die Anforderungen unterscheiden sich je Bundesland und Kommune, fragen Sie die zuständige Behörde früh.
