Was ist bei mehreren Schirmen anders als bei einem?
Wer einen Schirm kauft, plant ein Produkt. Wer zwölf Schirme auf einer Terrasse oder einem Platz setzt, plant eine zusammenhängende Fläche. Dann stellen sich Fragen, die beim Einzelschirm nicht auftauchen: Wo laufen die Leitungen, wie fließt Regenwasser zwischen den Dächern ab, wer fährt morgens die Reihe auf, und was passiert, wenn der Wind dreht? Diese Fragen entscheiden über Bauzeit, Betriebskosten und Sicherheit stärker als das einzelne Schirmmodell.
Beginnen Sie deshalb mit dem Grundriss der gesamten Fläche und leiten Sie daraus Raster, Gründung, Strom und Betrieb ab, nicht umgekehrt.
Wie legen Sie Raster und Abstände fest?
Der Abstand der Masten bestimmt, wie die Dächer zueinander liegen. Quadratische Schirme bilden dichte Raster, runde lassen Zwischenräume. Jeder Schirm muss sich öffnen und schließen lassen, ohne den Nachbarn zu berühren; beim Schließen hebt das Teleskopsystem von IPOMEA Classic und Classic Pro das Dach nach oben. Planen Sie außerdem Wege, Servicezugänge, Fluchtwege und die Zufahrt für Reinigung und Winterlagerung ein.
Prüfen Sie das Raster am Grundriss und, wenn möglich, im 3D-Konfigurator, bevor Sie Fundamente festlegen. Ein Versatz von wenigen Zentimetern im Plan kostet auf der Baustelle nichts, nach dem Betonieren aber einen Aufbruch.
Warum Fundamente und Leerrohre in einem Arbeitsgang?
Jeder Schirm braucht ein eigenes Fundament nach Statik. Bei Reihen sollten Sie alle Fundamente in einem Arbeitsgang herstellen und die Leerrohre für Strom gleich mit verlegen. Die Zuleitung läuft unterirdisch durch Bodenhülse und Mast, die Installation führt eine Elektrofachkraft mit FI-Schutzschalter und Leistungsautomat aus. Was im Boden fehlt, holt man später nur mit Aufbruch nach.
Wir nennen für die Fundamente Planungswerte je Größe. Sie ersetzen keine Statik und gehören in die Ausschreibung wie in die Bauplanung. Bei Dächern und Tiefgaragen prüft ein Tragwerksplaner die Lasten der gesamten Fläche.
Wohin fließt das Regenwasser zwischen den Dächern?
Zwischen den Dächern fließt bei Regen Wasser. Mit einer Regenrinne fangen Sie das Wasser temporärer Schauer auf; sie ist nur in Verbindung mit Volant möglich und muss vor dem Schließen des Schirms demontiert werden. Dauerhaft regenfeste Überdachungen entstehen damit nicht. Wer das braucht, plant Trichterschirme in überlappender Anordnung: Höhenversetzt angeordnete IPOMEA Tulip führen das Wasser zur Schirmmitte und in eine Drainage, einen Regenwasserspeicher oder einen Bodenablauf.
Was gilt bei Wind für Reihen und Gruppen?
Mehrere Schirme in einer Reihe wirken im Wind wie eine gemeinsame Fläche. Der Nachweis gilt für die ganze Gruppe, nicht für den Einzelschirm; einzelne Windwerte lassen sich nicht übertragen. Ein Windsensor kann das Schließsignal an Funkmotoren senden, hilft aber nur unterstützend: Bei aufkommendem Wind schließt und sichert der Betreiber die Schirme selbst. Legen Sie fest, wer das bei einer ganzen Gruppe übernimmt, und montieren Sie den Sensor an der exponiertesten Stelle nah an den Schirmen. Hinweise zu Windwerten und ihren Grenzen finden Sie im Ratgeber zu windfesten Schirmen.
Wie steuern Sie viele Schirme, und wie viel Strom brauchen sie?
Für Motoren gibt es Funksender: Einzelfunksender mit einem Kanal und 18-Kanal-Funksender für Einzel- und Gruppensteuerung von bis zu 18 Schirmen sowie Wandsender. Sichtkontakt zum Empfänger ist nötig. Die Funk-Sendestation hat potentialfreie Kontakte für die Anbindung an Gebäudeleittechnik. An einer 16-Ampere-Leitung sind bis zu 8 Motoren möglich, an einer 10-Ampere-Leitung bis zu 6; für größere Gruppen planen Sie mehrere Leitungen. Der Motor wird per Kabel oder per Funk gesteuert; ein späterer Wechsel ist nicht möglich. Wir empfehlen das Kabel, weil es weniger störanfällig ist. Bei mehreren Schirmen legen Sie das vor der Bestellung fest.
LED-Beleuchtung lässt sich mit dem Motor kombinieren. Ein Bluetooth-Funkdimmer schaltet bis zu 12 RGB-warmweiße oder 8 warmweiße Leisten, ein Funksender steuert 2 beziehungsweise 4 Dimmer. Heizstrahler, Lautsprecher und USB-Ladestation sind mit dem Motor nicht kombinierbar.
| Aufgabe | Lösung | Grenze |
|---|---|---|
| Einzelsteuerung | Einzelfunksender, 1 Kanal | Sichtkontakt zum Empfänger |
| Gruppensteuerung | 18-Kanal-Funksender | bis 18 Schirme |
| Feste Bedienstelle | Wandsender | Montage am Gebäude |
| Gebäudeanbindung | Funk-Sendestation mit potentialfreien Kontakten | Planung durch Elektrofachkraft |
| Leitung | 16-A-Leitung bis 8 Motoren, 10-A-Leitung bis 6 | Absicherung durch Elektrofachkraft |
Rechenbeispiel: Was brauchen zwölf Schirme im Raster?
Annahme: Zwölf quadratische IPOMEA Classic mit 4 × 4 m in drei Reihen zu je vier Schirmen, alle mit Rohrmotor und zwei LED-Leisten je Schirm. Die Fläche beträgt 12 m × 16 m = 192 m². Wir nennen für Classic 4 × 4 m als Planungswert ein Fundament von 75 × 75 × 60 cm; zwölf Fundamente ergeben rund 4,1 m³ Beton (12 × 0,34 m³). Die Statik bleibt projektspezifisch.
Bei den Motoren reicht eine 16-A-Leitung für 8 Schirme, die übrigen vier brauchen eine zweite Leitung. Ein 18-Kanal-Funksender deckt alle zwölf Schirme ab. Bei zwei Leisten je Schirm sind es 24 Leisten; ein Funkdimmer schaltet 8 warmweiße oder 12 RGB-warmweiße Leisten, also werden drei beziehungsweise zwei Dimmer gebraucht. Das Beispiel zeigt die Größenordnung, die genaue Auslegung macht die Elektrofachkraft.
In welcher Reihenfolge planen Sie?
Bewährt hat sich folgende Reihenfolge: Grundriss und Raster klären, Untergrund und Leitungen prüfen, Fundamente und Leerrohre bemessen, Zubehör und Steuerung festlegen, Betrieb regeln. Bei großen Flächen lohnt es sich, in Bauabschnitten zu denken, sodass Teile schon laufen, während andere noch wachsen. IPOMEA begleitet Sie mit Ortsbegehung, Fotomontage und Angebot.
- Raster und Abstände im Grundriss festlegen
- Fundamente und Leerrohre je Schirm planen
- Wasserführung zwischen den Dächern klären
- Steuerung, Strom und Windsensor abstimmen
- Betrieb und Zuständigkeiten für alle Schirme regeln
Fazit
Mehrere Schirme zusammen sind ein Projekt: Raster, Fundamente, Wasser, Wind und Steuerung gehören in einen Plan. Wer sie gemeinsam plant, spart Aufbrüche und bekommt eine Fläche, die ein kleines Team bedienen kann.



