Warum bleibt zwischen zwei Schirmen ein Spalt?

Wer auf einer Terrasse mehrere Schirme nebeneinanderstellt, bekommt eine große beschattete Fläche. Bei Regen zeigt sich der Haken: Zwischen den Dächern bleibt ein Spalt, durch den Wasser auf Tische und Gäste fällt. Dazu kommt, dass Schirme einzeln stehen und sich jeweils öffnen und schließen lassen müssen. Eine starre Verbindung ist damit nicht ohne Weiteres möglich.

Die Aufgabe besteht deshalb aus zwei Teilen: Das Wasser soll kontrolliert abfließen, und jeder Schirm muss weiterhin frei arbeiten können. Welche Lösung dafür passt, hängt davon ab, ob Sie vereinzelte Schauer überbrücken oder den ganzen Betrieb auch bei Dauerregen offen halten wollen. Für Dauerregen kommt der Trichterschirm in Frage: Durch seine Trichterform, auch Tulpenform genannt, läuft das Wasser zur Mitte statt über den Rand.

Was leistet eine Regenrinne zwischen Schirmen?

Die Regenrinne wird am Rand der Schirmdächer befestigt und nimmt Wasser temporärer Regenschauer auf. Sie besteht aus Polyester oder PVC mit Alurohren und ist nur zusammen mit einem Volant möglich. Die Befestigung erfolgt je Speiche mit Kunststoffhaltern in Weiß, Grau oder Schwarz; für den Übergang zwischen Schirmen gibt es eine freitragende Rinne mit Aluminium-Trägerarm.

Wichtig ist die Einordnung: Wir beschreiben die Rinne für temporäre Schauer, nicht als regendichte Verbindung mehrerer Schirme. Geometrie, Gefälle und Ablauf sind projektbezogen zu planen. Vor dem Schließen des Schirms muss die Rinne demontiert werden.

Was kostet der Volant an Durchgangshöhe?

Die Rinne ist nur mit Volant möglich, und den müssen Sie einplanen. Der Volant hängt rundum an der Dachkante herab und verringert die Durchgangshöhe. Beim Classic beträgt sie nach den IPOMEA-Planungswerten mit Volant 1,97 bis 2,12 m und ohne Volant 2,22 bis 2,37 m, der Volant kostet also 25 cm. Beim Classic Pro liegen die Werte bei 2,12 bis 2,17 m mit und 2,40 bis 2,45 m ohne Volant, der Unterschied beträgt 28 cm.

Das spielt dort eine Rolle, wo Servicepersonal mit Tabletts unter dem Rand durchgeht oder wo Wege am Schirmrand verlaufen. Alle Höhenangaben gelten für die Aufstellung in einer Ankerhülse; andere Befestigungen verschieben die Maße. Prüfen Sie die lichte Höhe am Rand daher, bevor Sie sich für Volant und Rinne entscheiden.

Rinne, Seitenbehang oder Verbundlösung: Was passt?

Je nach Anspruch an den Regenschutz kommen unterschiedliche Lösungen in Betracht. Die Tabelle ordnet sie nach Leistung und Grenzen.

LösungWas sie leistetGrenze
Regenrinne zwischen Schirmenfängt Wasser temporärer Schauer am Spalt aufnicht dauerhaft regendicht; nur mit Volant; vor dem Schließen demontieren
Seitenbehängeschützen die Flanken vor Wind und Regen; Varianten mit Fenster, Lichtband oder Türnur Polyester; mit Volant empfohlen; Auswirkung auf die Windlast beachten
Überlappende Trichterschirme (IPOMEA Tulip)höhenversetzte, überlappende Schirme bilden eine zusammenhängende, regenfeste ÜberdachungAnordnung und Überlappung projektbezogen
Verbindungselemente bei IPOMEA Pro und Prismamehrere Module lassen sich zu einer Überdachung verbindenRaster, Anschlüsse und Wasserführung projektbezogen

Was gilt bei Abstand, Fundament und Wind für Schirmgruppen?

Wo mehrere Schirme zusammenstehen, summieren sich Lasten und Wege. Der Abstand zwischen den Masten bestimmt, wie groß der Spalt und wie lang die Rinne wird. Zugleich muss jeder Schirm sich öffnen und schließen lassen, ohne den Nachbarn zu berühren. Planen Sie Abstand, Fundament und Wasserführung deshalb gemeinsam, am besten anhand einer maßstäblichen Zeichnung.

Bei Wind können Schirme in einer Reihe wie eine gemeinsame Fläche wirken. Der Nachweis sollte dann für die ganze Schirmgruppe geführt werden, nicht für den einzelnen Schirm. Windaussagen zu einzelnen Ausführungen sind auf Gruppen nicht übertragbar. Für Ihren Standort gilt der Nachweis, den ein Statiker für die konkrete Anordnung erstellt.

Wie passen Rinne, Motor und Windsensor zusammen?

Weil die Rinne vor dem Schließen abgenommen werden muss, passt sie nur bedingt zu einem Betrieb, in dem Schirme per Funk oder Sensor schließen. Ein Funksender kann bis zu 18 Schirme einzeln oder in Gruppen steuern, und der Windsensor schickt dem Rohrmotor das Schließsignal. Mit montierter Rinne ist das Schließen aber nicht vorgesehen. Klären Sie deshalb vor der Bestellung, wer die Rinne bei aufkommendem Wind abnimmt, oder entscheiden Sie sich für eine Lösung ohne Rinne.

Der Windsensor unterstützt nur: Bei aufkommendem Wind schließt und sichert der Betreiber die Schirme. Das gilt unabhängig von Rinne oder Verbund.

  • Abstand der Masten so wählen, dass beide Schirme frei öffnen und schließen
  • Ablauf der Rinne und Gefälle festlegen, Wasser nicht auf Gehwege oder Sitzplätze leiten
  • Rinne vor dem Schließen abnehmen und wieder einsetzen können, auch bei Motorantrieb
  • Windlast für die ganze Schirmgruppe prüfen lassen

Welche Fehler passieren beim Verbinden mehrerer Schirme?

Verbreitet ist die Erwartung, eine Rinne mache aus zwei Schirmen ein Dach; sie ist für temporäre Schauer gedacht. Bei zu engem Abstand stoßen die Dächer beim Schließen aneinander. Der Volant fällt oft erst im Nachhinein auf, wenn die Durchgangshöhe nicht mehr stimmt. Und Wasser, das aus der Rinne an den Rand läuft, muss irgendwohin: Klären Sie das, bevor Gäste dort sitzen.

Fazit

Mit einer Regenrinne verbinden Sie zwei Schirme für den Alltag und für temporäre Schauer. Verlangt Ihr Betrieb dauerhaften Regenschutz, planen Sie von Anfang an ein System, das dafür gebaut ist, und bemessen Fundament und Wind für die ganze Schirmgruppe.