Wie lässt sich ein Trichterschirm öffnen und schließen?
Ein Trichterschirm lässt sich, je nach Bauart, von Hand mit der Kurbel, per Motor oder mit einem Seilzug öffnen und schließen. Eine vierte Bauart braucht keine Bedienung: Beim fest verspannten Schirm steht die Membran dauerhaft oder für einen längeren Zeitraum offen. Trichterschirm, Tulpenschirm, Kelchschirm und Trompetenschirm sind verschiedene Namen für denselben Schirmtyp, die Bedienung hängt vom Modell ab, nicht vom Namen.
Welche Bauart die richtige ist, entscheidet sich an Ihrem Betrieb: Soll der Schirm täglich auf- und zugehen, steht er für eine ganze Saison, oder soll er einfach immer da sein? Eine Sonderentwicklung ist der IPOMEA Pro, bei dem sich der Stoff auf Knopfdruck in eine eigene Hülle zurückzieht. Die folgenden Abschnitte gehen die Bauarten der Reihe nach durch. Einen Gesamtüberblick über alle Systeme gibt die Seite Trichterschirme im Überblick.
Die Bedienarten im Überblick
Die Tabelle ordnet die Bauarten nach Bedienung und typischem Einsatz.
| Bauart | Modell | Bedienung | Passt für |
|---|---|---|---|
| Fest verspannt | IPOMEA Membran-Trichterschirm | keine nötig: die Membran bleibt gespannt, dauerhaft oder für einen längeren Zeitraum; auch zerlegbar | Plätze, Höfe und Terrassen ohne jeden Bedienaufwand |
| Mit Kurbel | IPOMEA Tulip | Handkurbel mit Spindelhubsystem | einzelne Schirme und Betriebe, in denen das Team ohnehin vor Ort ist |
| Mit Motor | IPOMEA Tulip | elektrischer Antrieb im Mast, Funksteuerung, Notkurbel | mehrere oder große Schirme, Gastronomie, Hotels, Dachterrassen |
| Mit Seilzug | IPOMEA Simplex II | Flaschenzug von Hand | leichtere Schirme für Veranstaltungen und Messen |
Fest verspannt: Trichterschirm ohne Bedienung
Der fest verspannte Membran-Trichterschirm ist die ruhigste Lösung: Die Membran steht auf dem Mast unter Spannung und wird weder geöffnet noch geschlossen. Es gibt nichts zu bedienen und nichts, was ein Team täglich erledigen muss. Der Schirm kann dauerhaft stehen oder für eine gewisse Zeit, zerlegbar oder als Permanentvariante.
Wer den Schirm später öffnen und schließen möchte, wählt stattdessen den bedienbaren IPOMEA Tulip. Auch das ist eine Frage der Nutzung: Orte, die ganzjährig Schatten brauchen, profitieren von der festen Variante, Terrassen mit wechselnder Nutzung vom bedienbaren Schirm.
Trichterschirm mit Kurbel: leichtgängig auch bei großen Schirmen
Beim IPOMEA Tulip öffnen Sie den Trichterschirm von Hand mit der Kurbel. Mechanik und Kinematik arbeiten wie bei einem klassischen Gastro- oder Großschirm: Ein Spindelhubsystem hebt und senkt das Teleskoprohr, an dessen oberem Ende die Tragarme sitzen. Die Spindel läuft leicht, und ein übersetztes Getriebe nimmt die Kraft auf. Deshalb geht die Bedienung auch bei großen Schirmen leicht von der Hand.
Die Kurbel passt, wenn einzelne Schirme von einem Team bedient werden, das ohnehin vor Ort ist. Die Technik dahinter erklärt das Lexikon unter Spindelantrieb; die Frage, wann Kurbel und wann Motor sinnvoll ist, beantwortet der Ratgeber Kurbel oder Motor.
Trichterschirm mit Motor: Rohrmotor, Funk und Gruppen
Der Tulip lässt sich auch mit elektrischem Antrieb wie beim Classic Pro bedienen. Bei Großschirmen dieser Art sitzt ein Rohrmotor vollständig im Mast. Er ist gegen im Mast aufsteigendes Wasser abgesichert und lässt sich ohne größeren Aufwand austauschen. Der Motor treibt das Getriebe, das Getriebe die Spindel, die Spindel das Teleskoprohr. Für den Tulip stimmen wir Motor, Steuerung und Stromanschluss im Projekt ab.
Die Steuerung läuft per Funk. Einzelne Schirme, mehrere Schirme und Gruppen lassen sich getrennt oder gemeinsam öffnen und schließen, eine Fläche kann in mehrere Zonen geteilt werden. Ein Windsensor als Unterstützung ist empfehlenswert, er sendet dem Motor das Schließsignal; Näheres steht im Ratgeber Sonnenschirm Windsensor.
Mit Motor wird nicht mehr mit der Kurbel bedient. Die Kurbel dient als Notbedienung, falls der Motor ausfällt, und wird nur bei vom Netz getrenntem Motor eingesteckt.
Simplex II: Seilzug für leichte Schirme
Der IPOMEA Simplex II wird von Hand über einen Seilzug geöffnet und geschlossen, mit einem Flaschenzug, der die Kraft übersetzt. Er ist für leichtere Schirme gedacht, Standard ist das Format 4 × 4 m. Der Seilzug öffnet und schließt schnell, und die Mechanik bleibt schlicht.
Das passt für Veranstaltungen, Messen und Orte, an denen der Schirm auf- und abgebaut wird. Mehrere Schirme lassen sich über Verbindungselemente zu einer Überdachung verbinden. Wer motorisch öffnen möchte, wählt den Tulip.
Bleiben Tische und Stühle stehen?
Ja, bei beiden Systemen können Tische und Stühle je nach Schirmgröße unter dem Schirm stehen bleiben. Der Schirm öffnet und schließt am Mast, die Möbel darunter müssen dafür nicht weggeräumt werden.
Wie viel Platz rund um den Mast bleibt, hängt von Schirmgröße und Möblierung ab. Wir klären das mit Ihnen anhand Ihres Grundrisses, auch im 3D-Konfigurator.
Was Sie vorab festlegen
Mit diesen Fragen lässt sich die Bedienart schnell eingrenzen:
- Soll der Schirm dauerhaft stehen oder regelmäßig geöffnet und geschlossen werden?
- Wie viele Schirme sollen bedient werden, einzeln oder in Gruppen?
- Wer bedient: Personal vor Ort, oder soll ein Windsensor das Schließen unterstützen?
- Gibt es am Standort einen Stromanschluss für einen Motor?
- Welche Schirmgröße ist vorgesehen, und welche Möbel stehen darunter?
- Wird der Schirm dauerhaft aufgestellt oder für Veranstaltungen auf- und abgebaut?
- Sollen Licht oder weiteres Zubehör am Mast angebracht werden?
Fazit
Ein Trichterschirm lässt sich bei IPOMEA auf drei Wegen bedienen: fest verspannt ohne jede Bedienung, als Tulip mit Kurbel oder Motor, als Simplex II mit Seilzug. Die Bedienung bleibt leicht, und Tische und Stühle können je nach Schirmgröße stehen bleiben. Welche Variante zu Ihrem Betrieb passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen.



