Welche drei Schirmstoffe gibt es?
Die Kollektion von IPOMEA umfasst 70 Farben und Designs: 40 in Acryl, 16 in Polyester und 14 in PVC. Alle Werte stammen aus unseren technischen Unterlagen (Stand 2026). Abbildungen sind nicht farbverbindlich, fordern Sie deshalb Stoffmuster an, bevor Sie eine ganze Terrasse bestellen.
| Merkmal | Acryl | Polyester | PVC |
|---|---|---|---|
| Zusammensetzung | 100 % Polyacryl, spinndüsengefärbt | 81 % Polyester, 19 % Polyacryl | 71 % Polyvinylchlorid, 29 % Polyester |
| Gewicht | 300 g/m² ±5 % | 230 g/m² ±5 % | 480 g/m² ±5 % |
| Wassersäule | 370 mm | 1.000 mm | über 1.000 mm |
| UPF | 40 bis 80 je nach Farbe | 80 | 80 |
| Brandschutz | A oder B1 auf Anfrage | B1 auf Anfrage | schwer entflammbar B1 (DIN 4102-1) ohne Bedruckung |
| Bahnbreite | 120 cm | 170 cm | keine Angabe |
| Besonderheit | OEKO-TEX Standard 100, Farbechtheit Note 7 oder besser | Siebdruck möglich, OEKO-TEX Standard 100 | REACH-konform; je nach Größe nur bei kleineren Formaten |
Wann ist Acryl die richtige Wahl?
Acryl ist mit 40 von 70 Farben der größte Teil der Kollektion. Das Garn ist spinndüsengefärbt, die Farbe sitzt also in der Faser und nicht nur an der Oberfläche; die Farbechtheit liegt bei Note 7 oder besser. Für Betriebe, die Wert auf eine ruhige Optik legen, ist das ein Argument.
Bei Regen ist Acryl wasserabweisend imprägniert und bei temporären Schauern regenbeständig, aber nicht wasserdicht. Für Terrassen, die bei Dauerregen ohnehin leer sind, reicht das. Beim UPF entscheidet die Farbe: Weiß, Elfenbein und zwei genoppte Weißmischungen liegen bei UPF 40, Hellgrau und Natur bei UPF 60, die übrigen bei UPF 80.
Polyester oder Acryl: Wann ist Polyester besser?
Polyester ist mit 230 g/m² leichter als Acryl und erreicht eine Wassersäule von 1.000 mm. Er hat in allen Farben UPF 80. Für bedruckte Dächer ist er das Gewebe, für das Siebdruck ausdrücklich möglich ist; die Bahnbreite von 170 cm ist für Nähte und Bedruckung relevant.
Wer Logo, Markenfarbe oder ein Muster auf dem Dach haben will und zugleich besseren Regenschutz als bei Acryl sucht, wählt deshalb meist Polyester. Seitenbehänge gibt es ebenfalls nur in Polyester.
Wann kommt PVC in Frage?
PVC ist mit einer Wassersäule über 1.000 mm das dichteste Gewebe, hat UPF 80 und ist schwer entflammbar nach B1 (DIN 4102-1, außerdem M2 und CL.2). B1 gilt ohne Bedruckung; eine Bedruckung hebt die Einstufung auf. Dafür steht PVC je nach Größe nur bei kleineren Formaten zur Verfügung: beim IPOMEA Classic Eco bis 2,5 × 2,5 m, beim Classic Free bis 3,0 m. Welche Größen bei Classic und Classic Pro möglich sind, nennen wir im Angebot.
PVC ist mit 480 g/m² deutlich schwerer. Ein Rechenbeispiel mit der Annahme von 25 m² reiner Stofffläche: PVC wiegt rechnerisch etwa 12 kg, Acryl etwa 7,5 kg.
Welchen Stoff wählen Betriebe nach welchem Kriterium?
Die Stoffwahl folgt wenigen Fragen. Je klarer die Antwort, desto eindeutiger die Wahl.
| Frage | Wenn ja | Stoff |
|---|---|---|
| Dauerregen oder häufige Schauer? | Dichteres Gewebe oder Wasserführung | Polyester, PVC oder Trichterschirm |
| Großes Format? | PVC je nach Größe nicht verfügbar | Acryl oder Polyester |
| Brandschutzklasse gefordert? | Vorab klären, Bedruckung beachten | PVC B1 unbedruckt; A oder B1 auf Anfrage |
| Logo oder Foto auf dem Dach? | Druckverfahren und Stoff abstimmen | Siebdruck auf Polyester; Digitaldruck nur auf weißem oder hellem Stoff |
| Hoher UV-Schutz bei hellen Farben? | UPF der Farbe prüfen | Polyester oder PVC mit UPF 80 |
Welche Brandschutzklasse brauche ich im Gewerbe?
Welche Brandschutzklasse Ihr Schirm braucht, ergibt sich aus Nutzung, Ort und Genehmigung im Einzelfall. Klären Sie das vor der Bestellung mit der zuständigen Behörde oder dem Brandschutzkonzept Ihres Betriebs. Schwer entflammbar nach B1 (DIN 4102-1) ist die Einstufung des PVC-Gewebes; Textilien mit Brandzertifizierung A oder B1 sind für andere Stoffe auf Anfrage möglich. Bedruckung kann die Einstufung beeinflussen. Wer Brandschutz und Logo braucht, spricht das bei der Anfrage an.
Welche Farben, Ränder und Volants gibt es?
Die Bespannung ist mit einem Einfassband aus Polyacryl gefasst, in passender oder kontrastierender Farbe aus 33 Einfassbandfarben. Wechselfarben in Achtel- oder Viertelteilung sind möglich. Alle Schirme gibt es mit geradem Volant oder ohne Volant; der Volant verdeckt die Speichenenden und ist Werbefläche, verringert aber die Durchgangshöhe. Bedruckt wird im Siebdruck, langlebig und vektorbasiert, oder im Digitaldruck, der für Fotomotive geeignet, aber nur auf weißem oder hellem Stoff möglich und UV-empfindlicher ist.
Wie pflegen Sie die Bespannung, und lässt sie sich tauschen?
Reinigen Sie mit weicher Bürste und Reiniger und lassen Sie den Schirm offen trocknen; die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Reinigung. Ersatzbespannungen gibt es für jedes Schirmdach, der Wechsel erfolgt über Haken am Speichenende. So können Sie den Stoff später wechseln, etwa auf eine höhere Brandschutzklasse oder auf einen Stoff mit höherem UPF.
Fazit
Wählen Sie den Stoff nach Regenschutz, Brandschutz und Format. Für die meisten Terrassen ist Acryl die richtige Wahl. Für mehr Dichtigkeit und Logodruck lohnt Polyester, für Brandschutz bei kleinen Formaten PVC.


