Was lässt sich auf einem Großschirm bedrucken?

Ein Biergarten an der Landstraße, ein Marktplatz, eine Firmenterrasse: Überall dort steht ein Großschirm mit 16 oder 25 m² Bespannung im Blickfeld. Gestalten lässt sich diese Fläche mit dem Druck, der Farbe der Bespannung und der Farbe des Gestells. Bei IPOMEA Classic und Classic Pro kann ein Schirm mit einem oder mehreren Motiven auf dem Schirmdach, auf dem Volant oder auf beidem bedruckt werden. Im Siebdruck-Standard ist ein Motiv bis 120 cm hoch und 100 cm breit; größere Motive sind mit Mehraufwand und Aufpreis auf Anfrage möglich.

DruckflächePlatzierungHinweis
Schirmdachmittig auf einer Dachseite oder einem SegmentMotiv im Standard bis 120 cm hoch und 100 cm breit
Volantauf der Stoffkante am Schirmrandnur bei Schirmen mit Volant; wer dort drucken möchte, bestellt ihn mit

Dachseiten und Volant: Wo steht das Logo am besten?

Ein quadratischer Schirm hat vier Dachseiten. Steht das Logo auf jeder Seite, sind das vier Drucke je Schirm, auf zwei gegenüberliegenden Seiten zwei. Der Volant ist die senkrecht hängende Stoffkante am Rand des Schirms und wird aus der Ferne und aus Augenhöhe der Gäste gesehen.

Läuft ein Motiv über Nähte, wird es geteilt. Beim Zusammennähen kann ein Versatz bis etwa 5 mm entstehen, deshalb raten wir davon grundsätzlich ab. Wer ein großes Motiv über die ganze Dachseite möchte, wählt durchgehende Schirmdachsegmente. Eine beidseitige Bedruckung im Siebdruck ist machbar, wird aber nicht empfohlen.

Siebdruck oder Digitaldruck: Was ist der Unterschied?

Für Logos und Schriftzüge ist der Siebdruck das Standardverfahren: langlebig und vektorbasiert. Je Farbe werden ein Film und ein Sieb erstellt, deshalb fallen je Motiv einmalige Kosten an, die mit der Zahl der Farben steigen.

Der Digitaldruck eignet sich für Fotomotive. Er ist nur auf weißen oder sehr hellen Stoffen möglich, kurzlebiger, verblasst im Sonnenlicht schneller und ist empfindlicher gegen Luftverschmutzung und Knicken. Für ein Logo, das mehrere Saisons halten soll, empfehlen wir den Siebdruck.

Welche Farben sind beim Bedrucken möglich?

Druckfarben werden als Farbwerte festgelegt: Pantone, RAL, HKS oder NCS. „Wie im Briefkopf“ reicht dafür nicht; die Werte nennt Ihre Agentur oder Ihr Markenhandbuch. Eine farbverbindliche Umrechnung vom Monitor auf Stoff ist nicht möglich, Entwurfsbilder am Bildschirm zeigen den Farbton daher nur ungefähr.

Weiß gehört nicht zu den Standardfarben. Helle Farben und Effektfarben wie Gold, Silber, Neon und Metallic müssen auf dunklem Stoff mehrfach gedruckt werden, das kostet Aufpreis. Da viele Logos auf farbigem Stoff in Weiß stehen, klären wir die Druckfarben vor dem Angebot.

Oft trägt schon die Bespannung die Hausfarbe. Die Stoffkollektion umfasst 40 Farben in Acryl und 16 in Polyester, dazu 14 in PVC; auch das Einfassband am Rand lässt sich passend wählen. Acryl ist spinndüsengefärbt, der Farbstoff liegt also in der Faser statt auf ihr. Das Gestell gibt es serienmäßig in Reinweiß (RAL 9010) oder Anthrazitgrau (RAL 7016), weitere RAL-Töne gegen Aufpreis. Schwer entflammbare PVC-Bespannung (B1) verliert die Einstufung durch den Druck.

Welche Druckdaten brauchen wir?

Für den Siebdruck braucht es Vektordaten, also eine .ai-, .eps- oder Vektor-PDF-Datei. Ein JPG oder PNG genügt dafür nicht. Liegt keine Vektordatei vor, lässt sich das Logo gegen Aufwand vektorisieren, sofern Sie die Nutzungsrechte daran haben. Für den Digitaldruck genügt eine Pixelgrafik ab 300 dpi.

Zur Datei gehören die Farbwerte, die Stofffarbe und die Platzierung auf den Dachseiten, auf dem Volant oder auf beiden. Mehrere Logos zählen einzeln. Dasselbe Logo in zwei Größen, etwa auf kleinen und großen Schirmen, braucht zwei Sätze Siebe und Filme.

Wie läuft das Bedrucken mit Logo ab?

Der Ablauf besteht aus vier Schritten:

  • Anfrage: Schirmgröße, Stückzahl, Stofffarbe, Logo und gewünschte Platzierung. Für eine Fotomontage schicken Sie ein Foto Ihrer Fläche mit.
  • Angebot: Der Druck steht als eigene Position im Angebot, getrennt nach den Drucken und den einmaligen Sieb- und Filmkosten.
  • Freigabe: Auf Wunsch zeigen wir den Schirm vorab in einem Entwurfsbild oder als Fotomontage. Sie geben das Motiv vor dem Druck frei.
  • Lieferung: Der Schirm kommt in einer Kartonhülse.

Kann ich bedruckte Schirme nachbestellen?

Ja. Die Druckfilme werden zwei Jahre eingelagert. Bestellen Sie in dieser Zeit weitere Schirme mit demselben Motiv in derselben Größe nach, können die Filme wiederverwendet werden.

Wovon hängen die Druckkosten ab?

Gezählt wird jeder einzelne Abdruck, über alle Schirme eines Auftrags zusammen. Acht Schirme mit dem Logo auf je zwei Dachseiten ergeben 16 Drucke. Die einmaligen Kosten für Sieb und Film richten sich nach der Zahl der Farben. Aufpreise fallen für helle Druckfarben, für Effektfarben und für Motive an, die größer sind als das Standardmaß. Im Angebot steht jeder dieser Posten einzeln, so sehen Sie, was eine weitere Farbe oder ein weiterer Schirm kostet.

Braucht Werbung auf dem Schirm eine Genehmigung?

Auf öffentlichem Grund, etwa auf einer Freischankfläche vor dem Lokal, kann die Stadt Vorgaben für Werbung machen. In München zum Beispiel ist Werbung auf Schirmen einer Freischankfläche nur zulässig, wenn sie auf den Betrieb selbst oder auf den Getränke- oder Speisepartner verweist (Sondernutzungsrichtlinien der Landeshauptstadt). Fragen Sie vor der Bestellung bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach, was für Ihre Fläche gilt.

Fazit

Ein Logo auf Schirmdach oder Volant macht aus dem Großschirm eine Werbefläche. Entscheidend sind eine Vektordatei, eindeutige Farbwerte und die Frage, ob Ihre Stadt Werbung auf Schirmen zulässt. Mit Ihrer Logodatei, den Farbwerten, der Schirmgröße und der Stückzahl schlagen wir Platzierung und Druckfarben vor und rechnen den Druck im Angebot mit.