Was bewirkt die Imprägnierung bei Schirmstoffen?
Die Imprägnierung belegt die Fasern eines Gewebes mit einem Stoff, der Wasser abperlen lässt. Das Wasser zieht dann nicht in die Fasern ein, und Schmutz haftet weniger. Sie senkt die Wasseraufnahme des Gewebes; wie dicht es unter Druck ist, beschreibt dagegen die Wassersäule.
Warum ist Acryl imprägniert?
Acryl hat keine dichte Beschichtung und ist deshalb wasserabweisend imprägniert. Nach IPOMEA-Planungswerten hält es temporäre Regenschauer ab, ist aber nicht wasserdicht; die Wassersäule beträgt 370 mm. Polyester und PVC bekommen ihre Dichtheit durch die Beschichtung. Ein nass aufgespannter Acrylschirm muss anschließend trocknen, damit das Gewebe nicht stockt.
Wie lange hält eine Imprägnierung?
Feste Zeiträume gibt es nicht, denn Sonne, Schmutz, Reinigung und Reibung bauen die Schicht ab. Ein Zeichen für nachlassende Wirkung ist, dass Wasser in den Stoff einzieht und Flecken hinterlässt, statt abzuperlen. Reinigen Sie deshalb mit weicher Bürste und Reiniger; ein Dampfstrahler darf höchstens 30 °C, 30 bar und 30 cm Düsenabstand haben.
Was beachten Sie beim Erneuern?
Fragen Sie bei uns nach, bevor Sie ein Mittel auftragen. Ungeeignete Produkte können Farbe und Brandschutzeigenschaften verändern, vor allem bei Stoffen mit B1-Einstufung. Eine Imprägnierung macht einen Schirm nicht dauerregenfest: Bei Gewitter, Hagel und Starkregen wird er geschlossen, und auch zwischen zwei Schirmdächern bleibt eine Fuge, die kein Stoff abdichtet. Mehr zu Stoffen und Wasserschutz finden Sie im Ratgeber zu wasserdichten Sonnenschirmen.
