Was ist die Wassersäule eines Stoffes?

Die Wassersäule ist ein Prüfwert für die Wasserdichtheit eines Gewebes. Nach DIN EN ISO 811 wird auf ein eingespanntes Gewebe Wasser mit steigendem Druck gegeben; der Wert ist die Höhe der Wassersäule in Millimetern, bei der Wasser an der dritten Stelle durchtritt. 1.000 mm entsprechen einem Druck von rund 98 hPa.

Welche Wassersäule haben Schirmstoffe?

Laut IPOMEA-Planungswerten hat der Acrylstoff der IPOMEA Classic Schirme eine Wassersäule von 370 mm, der Polyesterstoff 1.000 mm und der PVC-Stoff über 1.000 mm. Acryl ist deshalb wasserabweisend imprägniert, bei temporären Schauern regenbeständig und nicht wasserdicht.

Warum sagt die Zahl wenig über einen Schirm?

Die Wassersäule ist ein Laborwert am neuen Gewebe. Sie sagt nichts über Nähte, Fugen, Befestigungspunkte, Alterung und Verschmutzung. Bei Schirmen dringt Wasser meist an Nähten oder in der Fuge zwischen zwei Dächern ein. Auch ein Regenschauer erzeugt nur einen Bruchteil des Prüfdrucks; die Zahl beschreibt eine Reserve. Entscheidend ist deshalb, ob Stoff, Naht und Entwässerung zusammen zum Einsatz passen.

Wie vergleichen Sie Wassersäulen richtig?

Vergleichen Sie Werte nur, wenn dasselbe Prüfverfahren zugrunde liegt, und fragen Sie nach dem Zustand: neu, gealtert oder gewaschen. Bei Gewitter, Hagel und Starkregen wird jeder Schirm geschlossen. Wer Wasser dauerhaft abführen will, löst das über die Konstruktion, etwa mit einer Regenrinne oder einem wasserführenden Trichterschirm, und nicht über die Zahl allein. Einzelheiten stehen im Ratgeber zu wasserdichten Sonnenschirmen.

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