Was ist ein Windkanaltest?

Im Windkanal erzeugt ein Gebläse einen gleichmäßigen Luftstrom. Das Prüfobjekt steht als Original oder Modell in der Strömung, Messsysteme erfassen Kräfte am Fuß und die Verformung. Ziel ist die Windgeschwindigkeit, bei der der Schirm Schaden nimmt oder das Dach instabil wird.

Welche Windkanalergebnisse gibt es bei IPOMEA-Schirmen?

Nach IPOMEA-Planungswerten wurde eine Ausführung des IPOMEA Classic Pro mit 5 m Durchmesser (8-Teiler) im Windkanal bis 120 km/h getestet. Eine quadratische Ausführung des IPOMEA Classic mit 4,5 × 4,5 m hielt 75,9 km/h stand, das entspricht Beaufort 9.

Beide Werte gelten ausschließlich für die getestete Größe und den Prüfaufbau. Befestigung und Ballast des Prüfaufbaus sind in den Unterlagen nicht angegeben, und auf andere Größen lassen sich die Werte nicht übertragen. Fragen Sie bei einem Projekt nach dem Prüfbericht.

Was sagt ein Windkanaltest aus, was nicht?

Im Windkanal strömt die Luft gleichmäßig, draußen wechselt der Wind laufend in Richtung und Stärke und trifft auf Gebäude. Der Test zeigt, wie sich eine Konstruktion unter definierten Bedingungen verhält, nicht, was sie an jedem Standort aushält. Ändern sich Befestigung, Ballast oder Zubehör, ändert sich das Ergebnis.

Berechnete Windwerte und Windkanalversuche ergänzen sich; keines ersetzt das andere. Eine Prüfung ist zudem keine Betriebsfreigabe, der Betreiber schließt den Schirm bei aufkommendem Wind.

Wie lesen Sie eine Windangabe richtig?

Fragen Sie bei jeder Angabe nach Größe, Form, Teilung, Befestigung, Zubehör und Prüfbericht. Ein Wert ohne diese Angaben ist nicht vergleichbar. Für Ihr Projekt bleibt eine projektspezifische Statik nötig; wie sich „windfest“ einordnen lässt, erklärt der Ratgeber „Sonnenschirm windfest“.

Siehe auch