Was bedeutet der UPF eines Stoffes?
Der UPF (Ultraviolet Protection Factor) beschreibt, um welchen Faktor ein Textil die UV-Strahlung abschwächt. Bei UPF 40 geht rechnerisch ein Vierzigstel der Strahlung hindurch, das sind 2,5 Prozent; bei UPF 80 ist es ein Achtzigstel oder 1,25 Prozent. Der Wert wird im Labor mit einem Spektrometer gemessen, etwa nach DIN EN 13758-1 oder nach UV-Standard 801. Der UV-Standard 801 prüft unter Gebrauchsbedingungen, also auch gedehnt, nass oder gealtert.
Welche UPF-Werte haben Schirmstoffe?
Bei den Schirmstoffen von IPOMEA liegt der UPF von Polyester und PVC bei 80. Beim Acryl hängt er von der Farbe ab: 80 bei den meisten Farben, 60 bei Hellgrau, Natur und zwei genoppten Mischfarben, 40 bei Weiß, Elfenbein und zwei genoppten Weißmischungen. Die Werte wurden nach UV-Standard 801 geprüft. Helle Töne schirmen also weniger ab als kräftige; fragen Sie immer nach dem Wert der gewählten Farbe und nicht nach einer pauschalen Materialangabe.
Warum zählt der UPF bei Kitas und Schulen?
Kinderhaut reagiert empfindlicher auf UV-Strahlung, deshalb ist der UPF bei Kitas, Schulen und Spielplätzen ein Auswahlkriterium. Ein hoher Wert schützt aber nur im Schatten des Stoffs. Streu- und Reflexstrahlung etwa von hellem Pflaster erreicht die Fläche trotzdem. Weitere Hinweise geben der Ratgeber zum UV-Schutz bei Sonnenschirmen und die Seite zum Sonnenschutz im Kindergarten.
Wo liegen die Grenzen des Wertes?
Der UPF gilt nur für das Gewebe. Randbereiche, Fugen zwischen Dächern und Seitenlicht liegen außerhalb. Mit der Zeit können Pigmente ausbleichen und den Schutz verringern. Schatten ist zudem ein Baustein neben Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel.
