Was bedeutet die Schutzart (IP-Code)?
Beim IP-Code beschreibt die erste Ziffer (0 bis 6) den Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührung, die zweite (0 bis 9) den Schutz gegen Wasser. Eine 6 an erster Stelle bedeutet staubdicht. Bei der zweiten Ziffer steht 4 für Spritzwasser aus allen Richtungen, 5 für Strahlwasser, 6 für starkes Strahlwasser, 7 für zeitweiliges und 8 für dauerndes Untertauchen unter Bedingungen, die der jeweilige Anbieter festlegt. IP65 heißt also staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser.
Welche Schutzarten haben Bauteile am Schirm?
Schutzarten werden je Bauteil angegeben. Bei den Outdoor-Leuchten des IPOMEA Classic und IPOMEA Classic Pro lautet die Angabe IP65, die Steckverbindungen und Verkabelung liegen zwischen IP66 und IP68. Die Netzteile tragen je nach Größe IP67 oder IP65. Der Infrarot-Heizstrahler ist mit IP24 spritzwassergeschützt, der Windsensor trägt IP43.
Eine Gesamtschutzart für den ganzen Schirm gibt es nicht; eine Angabe wie „System IP68“ wäre deshalb falsch.
Was sagt der IP-Code nicht?
Der Code gilt für das geprüfte Gehäuse im geprüften Zustand. Er sagt nichts über Hochdruckreiniger, es sei denn, die Ziffer 9 ist angegeben, und nichts über Korrosion, Frost oder UV-Beständigkeit. Kabeleinführungen und Steckverbinder, die nicht Teil der Prüfung waren, gelten nicht mit. Ein fehlender Wert wird mit X ersetzt: IPX4 trifft nur eine Aussage über Wasser.
Welche Schutzart für Ihren Standort nötig ist, legt die Elektroplanung fest, anhand der Datenblätter und der Normen für feuchte und nasse Bereiche (DIN VDE 0100-737). Die Installation führt eine Elektrofachkraft mit RCD-Schutz aus. Der Code ersetzt weder sie noch die Prüfung im Betrieb. Beleuchtung und Heizung behandeln die Seiten zu Schirmbeleuchtung und Schirmheizung.
