Was bringen Seitenwände am Großschirm?

An einem Abend im Oktober sitzen die Gäste noch draußen, bis der Wind dreht und der Regen schräg unter das Schirmdach fällt. Ohne Seitenwand räumt das Team die Tische ab, mit Seitenwand rollt es die Wetterseite herunter, und die Terrasse bleibt belegt.

Seitenwände schließen die offenen Seiten eines Schirms. Sie halten Wind und seitlich einfallenden Regen ab, schirmen die Tische zur Straße hin ab und machen den Platz unter dem Schirm auch bei Schauern nutzbar. Zusammen mit Heizstrahlern lässt sich die Terrasse so in den kühleren Monaten nutzen. Jede Seite wird einzeln geplant: Oft genügt es, die Wetterseite zu schließen und die Seite zum Eingang offen zu lassen. Wer die Fläche ganz umschließen will, setzt eine Tür zum Aufrollen in eine der Wände, damit Gäste und Service ein- und ausgehen können.

Welche Ausführungen gibt es?

Seitenwände bestehen immer aus Polyester mit 230 g/m², einer Wassersäule von 1.000 mm und UV-Schutz UPF 80; die Schirmdächer selbst gibt es in Polyester, Acryl und PVC. Die Farbe wählen Sie aus der Polyester-Kollektion, passend zum Schirmdach oder als Kontrast.

AusführungAufbaugeeignet für
geschlossenStoff über die ganze HöheWetterseite, Sichtschutz zur Straße oder zum Nachbarn
durchgehendes Lichtbanddurchsichtiger Streifen über die ganze BreiteBlick nach draußen, Tageslicht unter dem Schirm
ein Fenster je Seiteein großes Fenster über die Breite einer DachseiteAussicht in eine Richtung
ein Fenster je Segmentein Fenster zwischen je zwei Strebengleichmäßiges Licht rundum
Fenster mit BogenFenster mit gewölbtem oberem Abschluss, je Segment; über eine ganze Seite nicht beim Classic ProTerrassen, auf denen die Wand auch gestalterisch wirken soll
Tür zum Aufrollenin der geschlossenen Wand, im Lichtband oder bei Fenstern ohne BogenDurchgang für Gäste und Service

Wie funktionieren Türen und mehrere Schirme nebeneinander?

Die Tür wird nach oben aufgerollt und dort fixiert. Kombinieren lässt sie sich mit der geschlossenen Wand, dem durchgehenden Lichtband und den Fenstern ohne Bogen, nicht mit den Bogenfenstern. Bei großen Flächen planen wir mehrere Türen, zum Beispiel eine zum Gastraum und eine zum Garten.

Stehen mehrere Schirme nebeneinander, lassen sich die Schirmdächer nach Projektprüfung mit Regenrinnen verbinden. Wie die Seitenwände benachbarter Schirme aneinander anschließen, legen wir im Projekt fest.

Warum empfehlen wir den Volant?

Mit Seitenwänden empfehlen wir den Schirm mit Volant, dem umlaufenden Stoffstreifen an der Dachkante. Ohne ihn bleibt zwischen Schirmdach und Seitenwand ein Spalt, durch den es zieht. Der Volant ist außerdem Voraussetzung für die Regenrinne, die nur in Verbindung mit Volant möglich ist.

Die Höhe der Seitenwand entspricht der Durchgangshöhe des Schirms ohne Volant; beim Classic sind das 2,22 bis 2,37 m. Hat der Schirm einen verlängerten Mast, werden die Seitenwände entsprechend länger geliefert. Gehalten werden sie von einem Halter je Strebe, bei acht Streben also acht Halter.

Wie kommen Heizung und Licht dazu?

Unter dem Schirmdach lassen sich Infrarot-Heizstrahler mit je 1.400 Watt und LED-Leisten an den Speichen anbringen, das Licht warmweiß oder farbig. Ein Schirm mit Heizstrahlern ist im Standard für 400 V ausgelegt; ohne Starkstrom versorgt eine Verdrahtung auf zwei 230-Volt-Stromkreisen höchstens vier Heizstrahler und sechs LED-Leisten. Ein Wiedereinschaltschutz verhindert, dass die Heizstrahler bei geschlossenem Schirm laufen, und auf Wunsch schaltet ein Zeitschalter sie nach 15 Minuten ab.

Der Strom kommt unterirdisch durch Bodenhülse und Mast. Abgesichert wird er über einen Fehlerstromschutzschalter, angeschlossen nur durch eine Elektrofachkraft.

Was gilt bei Wind?

Seitenwände sind Wetterschutz für Regen, Wind und kühle Abende, kein Sturmschutz. Kommt stärkerer Wind auf, werden die Wände nach oben aufgerollt und fixiert, danach wird der Schirm geschlossen. Das entscheidet der Betreiber vor Ort, auch wenn ein Windsensor installiert ist: Der Sensor gibt nur ein Signal.

Braucht man für Seitenwände eine Genehmigung?

Auf öffentlichem Grund oft ja, und manche Städte schließen Seitenwände an Schirmen ganz aus. In Köln sind Front- und Seitenteile, die an Sonnenschirmen oder Markisen befestigt sind, auf Außengastronomieflächen nicht zulässig (Regelwerk „Köln. Gestaltet. Außengastronomie.“). In München sind durchgehende Abgrenzungen einer Freischankfläche mit Wänden, Planen oder sonstigen Windschutzanlagen nicht genehmigungsfähig; auf Parkständen lässt München mobilen Wetterschutz zu, wenn er außerhalb der Nutzungszeit entfernt, zusammengeklappt oder eingerollt werden kann (Sondernutzungsrichtlinien, in Kraft seit 1. Januar 2025).

Auch für die Heizung gelten örtliche Regeln. München lässt auf Freischankflächen keine Heizstrahler zu, Köln schließt Gasheizpilze und Gasheizstrahler aus und kann Infrarotstrahler zulassen, wenn eine Stromquelle vorhanden ist. Auf eigenem Grund, etwa auf der Hotelterrasse oder im Biergarten, gelten Baurecht und Gaststättenrecht des Landes. Fragen Sie vor der Bestellung beim Ordnungs- oder Bauamt nach, was an Ihrem Standort erlaubt ist, am besten mit einem Lageplan.

Fazit

Seitenwände verlängern die Nutzung einer Terrasse, ersetzen aber weder eine Überdachung noch den Sturmschutz. Planen Sie Schirm mit Volant, Wandausführung, Türen und Elektrik gemeinsam, und klären Sie vor der Bestellung, was Ihre Stadt erlaubt. Fotos Ihrer Terrasse, die Fläche, die Zahl der Schirme und die Seiten, die Sie schließen möchten, genügen für einen ersten Vorschlag.