Ab wann ist ein Sonnenschirm XXL?
Eine Norm gibt es dafür nicht. Im Handel heißt oft schon ein Schirm mit 4 m Durchmesser XXL-Sonnenschirm oder Riesen-Sonnenschirm. Wir sprechen von XXL, wenn eine Seite oder der Durchmesser 6 m erreicht, denn ab dieser Größe ändert sich die Planung: Das Fundament wird größer, der geschlossene Schirm braucht Platz am Mast, und die Baureihe steht fest. Quadratische Formate ab 6 × 6 m gibt es unter den Mittelmastschirmen nur beim Classic Pro, bei den Trichterschirmen beim Tulip; der Classic reicht quadratisch bis 5 × 5 m und rund bis Ø 6 m.
Der Classic Pro ist die Baureihe für Dauerbetrieb und große Flächen. Der Mast hat 100 mm Durchmesser bei 5 mm Wandstärke, die Speichen sind aus Aluminium mit 50 × 25 mm Profil und an stark beanspruchten Bereichen mit innenliegendem Stahlkern verstärkt. Geöffnet wird mit einer Kurbel, auf Wunsch mit Motor.
Welche Formate gibt es von 6 bis 10 m?
Die runden Classic-Pro-Schirme ab Ø 7 m haben zwölf Segmente, deshalb ist ihre Schattenfläche etwas kleiner als die eines Kreises mit gleichem Durchmesser. Zu den großen Formaten zählen außerdem der Classic Pro mit Ø 6 und Ø 6,5 m, der Classic mit Ø 6 m und lange Rechtecke wie 4 × 8 oder 5 × 8 m.
Werte aus unseren technischen Unterlagen (Stand 2026), Circa-Maße mit ±5 % Toleranz; ein Format 8 × 8 m ist beim Classic Pro nur als Projektmaß nach technischer Prüfung möglich.
| Format | Schattenfläche | Baureihe |
|---|---|---|
| 6 × 6 m | 36 m² | Classic Pro, 8 oder 12 Segmente |
| 6,5 × 6,5 m | 42,3 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| 7 × 7 m | 49 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| 6 × 7 m | 42 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| 6 × 8 m | 48 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| 7 × 8 m | 56 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| Ø 7 m | 36,8 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| Ø 8 m | 48 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| Ø 9 m | 60,8 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| Ø 10 m | 75 m² | Classic Pro, 12 Segmente |
| quadratisch bis 8 × 8 m | bis 64 m² | Tulip (Trichterschirm) |
Ein XXL-Schirm oder mehrere kleinere?
Für den großen Schirm spricht die freie Fläche. Ein Mast statt drei oder vier lässt dem Service gerade Wege, und lange Tafeln oder eine Bühne finden Platz, ohne dass ein Mast im Weg steht. Auch der Tiefbau wird einfacher, weil nur ein Fundament und ein Stromanschluss nötig sind. Ein Beispiel: Vier Schirme mit 5 × 5 m bringen 100 m² Schatten und vier Masten zwischen die Tische, zwei Schirme mit 7 × 7 m kommen mit zwei Masten auf 98 m².
Für mehrere kleinere Schirme spricht einiges. Ein kleineres Dach bietet dem Wind weniger Angriffsfläche. Kleinere Schirme lassen sich einzeln öffnen, wenn nur ein Teil der Terrasse belegt ist. Und sie folgen dem Grundriss, wenn die Fläche verwinkelt ist oder Bäume, Laternen und Einfahrten frei bleiben müssen. Oft ist die Mischung richtig: Rechteckige XXL-Formate wie 6 × 8 m lassen sich Kante an Kante stellen und nach Projektprüfung mit Regenrinnen verbinden.
Wie viel Platz braucht ein XXL-Schirm beim Schließen?
Geöffnet ist die Höhe kein Thema. Die Durchgangshöhe liegt beim Classic Pro in den großen Formaten ohne Volant zwischen 2,40 und 2,45 m, mit Volant zwischen 2,12 und 2,17 m. Anders ist es beim geschlossenen Schirm: Je länger die Speichen, desto tiefer reicht das zusammengelegte Dach am Mast herunter.
Beim Classic Pro mit 6 × 6 m bleiben unter dem geschlossenen Schirm 75 cm frei, mit zwölf Segmenten 95 cm. Bei 7 × 7 m sind es 33 cm, bei 7 × 8 m 20 cm und bei Ø 10 m 50 cm. Tische und Stühle direkt am Mast werden vor dem Schließen zur Seite gerückt. Abhilfe schafft ein Mast mit Überlänge: Der Mast des Classic Pro lässt sich um bis zu 70 cm verlängern. Der Schirm steht dann insgesamt höher, das planen wir zusammen mit Volant und Seitenwänden.
Welches Fundament braucht ein XXL-Schirm?
Ein XXL-Schirm gehört an einen festen Platz. Unser Standard für den Classic Pro ist die einbetonierte Bodenhülse mit Klappscharnier: Das Unterteil sitzt im Fundament, das Oberteil ist abschraubbar, und über das Scharnier lässt sich der Schirm zum Aufstellen kippen. Auf einer Betondecke oder Bodenplatte wird eine Ankerplatte aufgedübelt.
Zur Größenordnung: Der Classic Pro mit 7 × 8 m wiegt 160 kg und braucht ein Betonfundament von 135 × 135 cm bei 60 cm Tiefe; auf einem Ständer wären rund 1.856 kg Mindestballast nötig, das entspricht 16 Lagen Betonplatten. Beim Classic Pro mit 6 × 6 m sind es 928 kg, mit zwölf Segmenten 1.392 kg. Bei großen Formaten kann der Schirm mit Betonplatten als Ballast wegen der Speichenlänge nicht komplett schließen; der Mast muss dann zum Beispiel um 20 cm verlängert werden. Freistehende Lösungen sind bei XXL-Formaten deshalb die Ausnahme. Alle Werte sind IPOMEA-Planungswerte, die Statik bleibt projektspezifisch; das Fundamentmaß für Ihre Größe steht im Angebot.
Was gilt bei Wind?
Je größer das Schirmdach, desto mehr Kraft nimmt das Tragwerk bei gleichem Wind auf. Windwerte nennen wir deshalb nur mit Größe, Ausführung, Befestigung und Standort im Angebot, nicht als Pauschalwert für eine Baureihe. Für große Formate gibt es zusätzlich Speichenverstärkung und Schirmdach-Stabilisatoren, die die Speichen am äußeren Ende stützen und Zug- und Druckkräfte aufnehmen. Der Stabilisator macht den Schirm aber nicht pauschal sturmfest. Bei Sturmwarnung wird jeder Schirm geschlossen.
Wie wird ein Schirm dieser Größe bedient?
Serienmäßig mit einer Handkurbel aus Edelstahl. Schneller geht es mit einem Akkuschrauber über den mitgelieferten Sechskant-Einsatz. Wer häufig öffnet und schließt, wählt den Rohrmotor im Mast, gesteuert über Kabel oder Funk; ein Wechsel zwischen beiden ist später nicht möglich. LED-Leisten und Infrarot-Heizstrahler lassen sich auch in XXL-Schirme einbauen, Heizstrahler und Motor jedoch nicht am selben Schirm kombinieren. Der Strom kommt unterirdisch durch Bodenhülse und Mast.
Wann passt der Trichterschirm Tulip?
Beim Tulip läuft das Regenwasser zur Schirmmitte und von dort in Drainage, Speicher oder Bodenablauf. Stehen mehrere Schirme in der Höhe versetzt, bilden sie eine zusammenhängende, regenfeste Überdachung. Der Tulip ist quadratisch von 3 × 3 bis 8 × 8 m möglich und wird von Hand mit Kurbel oder elektrisch bedient. Mehr zu Wasserführung und Entwässerung steht im Ratgeber zum Trichterschirm.
Fazit
XXL heißt: weniger Masten, aber mehr Planung. Fundament, Platz am Mast beim Schließen und Bedienung wachsen mit dem Format; Windwerte gibt es nur für Ihre konkrete Konfiguration. Mit Grundriss oder Fotos, Tischordnung und Standort schlagen wir Format, Anzahl der Schirme und Befestigung vor.



