Warum lohnt sich das Einwintern?

Für Betriebe mit vielen Schirmen ist das Einwintern ein Arbeitsgang, der über Lebensdauer und Saisonstart entscheidet. Feuchtigkeit im Gewebe, Schmutz auf der Bespannung und Korrosion an der Mechanik zeigen sich erst im Frühjahr: als Stockflecken, schwergängige Kurbeln und Motoren, die nicht anspringen.

Ein fester Ablauf spart Zeit. Wer die Schritte kennt, kann sie auf wenige Handgriffe je Schirm begrenzen und das Personal einweisen, statt jedes Jahr neu zu überlegen.

Wie reinigen und trocknen Sie den Schirm vor dem Einpacken?

Reinigen Sie die Bespannung mit weicher Bürste und Reiniger und spülen Sie mit klarem Wasser nach. Lassen Sie den Schirm anschließend offen vollständig trocknen, denn ein feucht verpackter Schirm bekommt Stockflecken. Ein Dampfstrahler darf nur mit höchstens 30 °C, 30 bar und 30 cm Düsenabstand eingesetzt werden. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zum Reinigen.

Was ist an welchem Bauteil zu tun?

Die Übersicht fasst zusammen, was vor dem Winter an welchem Bauteil ansteht. Sie lässt sich als Arbeitskarte für das Personal ausdrucken.

BauteilAufgabeHinweis
Bespannungreinigen, offen trocknen lassenweiche Bürste und Reiniger; Dampfstrahler nur mit den genannten Grenzen
Schutzhülleüberziehen, Verschluss prüfenmit montierten Heizstrahlern eigene Hülle nötig
Hülse und OberteilSitz prüfen, Oberteil abschrauben, Winterabdeckung aufschrauben oder Schirm kippenAbdeckung schützt das Gewinde vor Sand; Schrauben regelmäßig fetten
Elektrik (Motor, LED, Heizung)Sichtprüfung, Funktionstest vor der SaisonMotor hat Handkurbel für den Notfall
MechanikGelenke, Kurbel, Haken und Gewindespindel prüfenSchmierstoff für die Gewindespindel

Welche Schutzhülle brauchen Sie, und wo lagern Sie den Schirm?

Zum Lieferumfang gehört eine Schutzhülle aus grauem Persenningmaterial: bei IPOMEA Classic Eco und Classic Free mit Reißverschluss und Alustab, bei Classic als Husse, bei Classic Pro mit Reißverschluss und Hissleine. Ein optionales Teleskoprohr mit höchstens 4,3 beziehungsweise 4,5 Meter Länge erlaubt das Überziehen ohne Leiter. Sind Heizstrahler montiert, gibt es eine eigene Hülle; nennen Sie bei der Bestellung Größe oder Seriennummer.

Wer Schirme einlagert, wählt einen trockenen, belüfteten Raum. Wo Schirme draußen bleiben, gehören sie geschlossen, gesichert und in der Hülle abgestellt.

Was gilt für Bodenhülse, Fundament und Elektrik?

Bei Schirmen in Bodenhülsen nehmen Sie den Schirm im Winter heraus: Das Oberteil der Hülse ist abschraubbar, bei Klappscharnier-Ausführungen kippt der Schirm zur Seite. Das Hülsen-Unterteil sitzt bewusst wenige Millimeter unter der Oberfläche, damit die Winterabdeckung bündig schließt. Sie schützt das Gewinde vor Sand. Eine optionale Drainageeinheit aus Kunststoff soll verhindern, dass Wasser in der Hülse steht. Bei mehreren Schirmen nummerieren Sie Schirme und Befestigungsteile gleich, damit alles im Frühjahr wieder zusammenpasst.

Bei Schirmen mit Motor, LED oder Heizung gehört die Elektrik in die Winterkontrolle: Sichtprüfung der Leitungen, Steckverbindungen und Netzteile, Funktionstest vor der Saison. Der Motor hat eine Notkurbel. Arbeiten an der Elektrik führt eine Elektrofachkraft aus.

  • Bespannung reinigen und offen trocknen
  • Schirm in Hülle verpacken, trocken lagern
  • Hülse prüfen, Oberteil abschrauben oder Schirm kippen
  • Elektrik sichten, vor der Saison testen

Was gilt, wenn Schirme draußen bleiben: Schnee und Wind?

Schnee ist eine Last, die Speichen und Mast zusätzlich belastet. Wir kennen eine Beobachtung vom 1. Dezember 2023, bei der 11 Zentimeter nasser Schnee auf einem Classic 4 × 4 m lag; ein Statiknachweis dazu besteht nicht. Schließen Sie Schirme bei Schneefall und sichern Sie sie gegen Wind. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Flachland ab etwa 5 Zentimetern Schnee in sechs Stunden vor Schneefall. Mehr dazu im Ratgeber zum Schirm im Schnee.

Schirme, die draußen überwintern, sollten nicht im Laufweg von Räumfahrzeugen und Schneeschiebern stehen. Legen Sie fest, wer nach Schneefall und Sturm kontrolliert, ob Hülle, Verschluss und Befestigung noch sitzen.

Wie organisieren Betriebe mit vielen Schirmen das Einwintern?

In Hotels und Biergärten mit Dutzenden Schirmen lohnt sich ein einfacher Plan. Nummerieren Sie die Schirme, notieren Sie Zustand und Besonderheiten und tragen Sie Mängel wie Risse, verbogene Speichen oder schwergängige Kurbeln in eine Liste ein. So bestellen Sie Ersatzbespannungen im Winter, statt im Frühjahr unter Zeitdruck zu arbeiten.

Ersatzbespannungen gibt es für jedes Schirmdach, der Wechsel erfolgt über Haken am Speichenende. Ein verschlissenes Gewebe lässt sich also austauschen, wenn die Terrasse ruht.

Was prüfen Sie zum Saisonstart?

Zu Saisonbeginn prüfen Sie Gelenke, Kurbel, Bespannungshaken und die Gewindespindel, die Sie bei Bedarf mit Schmierstoff pflegen. Ersetzen Sie verschlissene Bespannungen rechtzeitig. Öffnen Sie jeden Schirm einmal vollständig und schließen Sie ihn wieder, bevor Gäste darunter sitzen; so fallen Schwergängigkeit und Beschädigungen auf, solange noch Zeit zum Reparieren ist.

Fazit

Wer den Schirm reinigt, trocknen lässt und schützt, hat länger etwas von ihm. Nehmen Sie bei Bodenhülsen das Oberteil ab und decken Sie die Hülse ab. Bleiben die Schirme draußen, entscheidet der Betreiber über Schließen und Sichern.