Was ist ein Stellscharnier?

Ein Stellscharnier ist ein Gelenk zwischen Befestigung und Mast, über das sich der Schirm samt Mast seitlich kippen lässt. Der Begriff Klappscharnier meint dasselbe; welche Bezeichnung ein Anbieter wählt, ist Konvention. Das Kippen hilft bei der Montage großer Schirme, die sich kaum senkrecht einführen lassen, und erleichtert Arbeiten an der Befestigung.

Bei IPOMEA Classic gibt es Bodenhülsen, Ankerplatten, Standrahmen und Standplatten mit oder ohne Klappscharnier. Bei der Bodenhülse mit Klappscharnier kippt der Schirm zur Montage, das Hülsen-Oberteil ist abschraubbar. Für Classic Pro ist ein Ankerfuß mit Klappscharnier angegeben, bei Flachdächern gehört ein Stellscharnier zur Ankerplatte mit Sockel und Klebeplatte.

Wann sollten Sie ein Stellscharnier einplanen?

Sobald am Schirm Strom gebraucht wird, etwa für Beleuchtung, Heizstrahler oder Rohrmotor, erleichtert ein gekippter Schirm den Anschluss der Zuleitung an der Befestigung. Auch bei Wartung und Winterlager spart das Scharnier Arbeit, weil sich der Schirm kippen, ablegen oder demontieren lässt. Wer später nachrüsten will, plant es gleich mit; im fertigen Fundament ist das Nachrüsten aufwendig.

Auf dem Flachdach ist die Höhe genau zu messen: Das Unterteil der Dachplatte wird auf die Höhe zwischen Oberkante Stahlbetondecke und Oberkante Belag abgestimmt, und ab etwa 50 mm Höhendifferenz wird die Funktion des Klappscharniers nach IPOMEA-Planungswerten kritisch.

Worauf achten Sie bei Betrieb und Prüfung?

Das Scharnier ist ein beanspruchtes Bauteil. Im aufgerichteten Zustand muss es sicher feststehen, verriegelt und gegen Verdrehen gesichert sein. Prüfen Sie es nach Sturm und in der jährlichen Wartung auf Spiel, Korrosion und festen Sitz.

Zum Kippen großer Schirme brauchen Sie Platz: Die Fläche neben dem Mast muss frei sein. Elektrische Verbindungen darf nur eine Elektrofachkraft herstellen; zur Schutzart der Steckverbindungen siehe Schutzart IP.

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