Das Vorgehen in Dresden

Laut Pressemitteilung der Stadt vom 03.06.2026 wurden die Anlagen bereits am 29. Mai aufgestellt und danach auf Wasserhygiene geprüft. Die Leitungen werden regelmäßig automatisch gespült, unabhängig von Nutzung und Witterung. Der Kooperationspartner der Stadt aus der Wasserversorgung nennt eine regelmäßige Prüfung der Wasserqualität in einem akkreditierten Labor.

Was das Robert Koch-Institut zu Legionellen sagt

Das RKI beschreibt als üblichen Infektionsweg das Einatmen eines fein zerstäubten, legionellenhaltigen Wassernebels. Ideale Wachstumsbedingungen finden Legionellen bei 25 bis 45 °C, unter 20 °C vermehren sie sich nicht mehr nennenswert. Das Schlucken von kontaminiertem Wasser birgt demnach keine Infektionsgefahr.

Was die Verordnung und die Empfehlungen regeln

Die 42. BImSchV gilt nach ihrem § 1 für Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider, in denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig mit der Atmosphäre in Kontakt kommen kann. Das Umweltbundesamt hat dazu am 06.03.2020 eine Empfehlung zu Probenahme und Nachweis von Legionellen veröffentlicht und verweist darin auf § 3 Absatz 8 der Verordnung, nach dem Laboruntersuchungen ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflabor durchführt. Nebelduschen im öffentlichen Raum werden in dieser Empfehlung und im Auslegungskatalog der Länder (LAI) nicht genannt.

Fazit

Dresden zeigt, dass Hygieneprüfung vor dem Start und regelmäßiges Spülen Teil des Betriebs sein können, und die amtlichen Quellen benennen den Zusammenhang zwischen Wassernebel und Legionellen klar.