Wo die Hameler Nebelanlagen stehen und was sie kosten
Die ältere Anlage steht neben einer Bushaltestelle an einer sechsspurigen Hauptstraße, die laut Klimaanpassungsmanagerin zu den heißesten Orten der Stadt gehört. Die jüngere ist versetzbar und braucht nur einen Wasser- und Stromanschluss, die Wasseraufbereitung ist bereits eingebaut. Die Verwaltung beziffert die Kosten der beiden Anlagen auf 37.000 und 77.000 Euro.
Betrieb: Mai bis September, täglich gespült
Die Anlagen laufen etwa von Mai bis September und werden zum Frostschutz anschließend abgeschaltet. Die ältere Anlage startet über einen Bewegungsmelder und braucht schätzungsweise gut 170 Liter Wasser am Tag, die jüngere nebelt im Zwei-Minuten-Takt und kommt auf 450 Liter. Das Wasser wird vorab aufbereitet, und täglich wird die Technik durchgespült. Probleme mit der Wasserversorgung hat es laut Meldung bisher nicht gegeben.
Baustein im Hitzeschutz
Hameln versteht die Nebelanlagen als Teil der Klimaanpassung, etwa dort, wo Rettungswege oder ein noch nicht umgebauter Platz Bäume und Wasserflächen ausschließen. Der Freiraumplaner sieht sie zudem als Übergangslösung, bis neu gepflanzte Bäume genug Schatten geben. Die Technische Hochschule Augsburg hat die Wirkung der Sprühnebelanlage untersucht. Weitere Anlagen sind zunächst nicht geplant.
Fazit
Hameln zeigt, dass eine versetzbare Nebelanlage mit Bewegungsmelder und Tagesspülung an einem Hitzebrennpunkt schnell einsetzbar ist.

