A bis D
Acryl: Acryl ist eine Bespannung aus 100 % spinndüsengefärbtem Polyacryl mit 300 g/m². Die Farbe liegt in der Faser, die Farbechtheit erreicht mindestens Note 7. Der UV-Schutz beträgt je nach Farbton UPF 40 bis 80. Acryl ist wasserabweisend imprägniert, aber nicht wasserdicht; die Wassersäule liegt bei 370 mm. Es passt zu Betrieben, denen Farbe und Oberfläche wichtig sind.
Ampelschirm: Ein Ampelschirm ist ein Sonnenschirm, dessen Mast seitlich neben dem Schirmdach steht und das Dach an einem Ausleger trägt. Unter dem Dach steht kein Mast, dafür wirkt der Wind über einen langen Hebel. Bei IPOMEA ist das der Classic Free mit seitlichem Mast, auf Wunsch mit Pendeleinstellung. Eine Zwischenform ist der Classic exzentrisch in sechs Größen von 1,5 × 3 m bis 3,5 × 3,5 m, dessen Mast unter dem Dach nahe der Kante steht. Für größere Flächen ist der Mittelmastschirm die bessere Wahl.
B1 (schwer entflammbar): B1 ist die Baustoffklasse „schwer entflammbar“ nach der deutschen Norm DIN 4102-1. Von den Standardbespannungen führt nur PVC mit 480 g/m² die Einstufung B1, und zwar als unbedruckter Stoff. Textilien mit Brandzertifizierung (A oder B1) sind auf Anfrage möglich. Häufig verlangen öffentliche Auftraggeber B1, ebenso Veranstaltungsflächen und Innenräume. Fragen Sie vor der Bestellung bei Ihrer Behörde nach, welche Klasse für Ihre Fläche gilt.
Beaufort: Beaufort, kurz Bft, ist die Skala, auf der die Windstärke in Stufen von 0 bis 12 angegeben wird. In den IPOMEA-Unterlagen taucht sie bei zwei Windkanalwerten auf: Ein Classic mit 4,5 × 4,5 m hielt 75,9 km/h stand (Beaufort 9), ein Classic Pro mit Ø 5 m wurde bis 120 km/h getestet (Beaufort 12). Beide Werte gelten nur für den damaligen Prüfaufbau. Windwerte für Schirme nennen wir nur mit Größe, Ausführung, Befestigung und Prüfaufbau.
Bodenhülse: Eine Bodenhülse ist die einbetonierte Aufnahme im Fundament, in die der Schirmmast eingesetzt wird. Sie ist die feste Befestigung für Großschirme. Beim Classic misst das Fundament je nach Schirmgröße 40 × 40 cm bis 100 × 100 cm bei 60 cm Tiefe (Planungswert ohne Statik). Wird der Schirm abgenommen, verschließt eine Abdeckscheibe die Hülse bodenbündig. Für Schirme mit Elektrik wird die Bodenhülse mit Klappscharnier gesetzt, durch die auch das Stromkabel unterirdisch zum Schirm läuft.
Durchgangshöhe: Die Durchgangshöhe ist der Abstand zwischen dem Boden und dem tiefsten Punkt des aufgespannten Schirms. Beim Classic liegt sie ohne Volant zwischen 2,22 und 2,37 m, mit Volant zwischen 1,97 und 2,12 m. Verlangt eine Stadt mehr lichte Höhe, lässt sich der Mast um bis zu 50 cm verlängern. Die Maße gelten für die Bodenhülse; andere Befestigungen verschieben sie.
G bis K
Gastroschirm: Ein Gastroschirm ist ein Großschirm, der für den täglichen Betrieb auf Terrassen, in Biergärten und vor Hotels gebaut ist. Vom Gartenschirm unterscheidet er sich durch Mast, Speichen und Befestigung: Der Classic hat einen Mast mit 76 mm Durchmesser und 3 mm Wandstärke, der Classic Pro einen mit 100 mm und 5 mm. Dazu kommt Ausstattung, die den Platz länger nutzbar hält, also Regenrinnen zwischen den Schirmen, Seitenwände, LED-Leisten und Heizstrahler.
Großschirm: Ein Großschirm ist ein gewerblicher Sonnenschirm, der mit einem einzigen Mast eine ganze Sitzgruppe oder Teilfläche überdacht und fest im Boden oder in einem beschwerten Ständer steht. IPOMEA liefert Großschirme in mehr als 100 Standardgrößen: quadratisch bis 7 × 7 m, rund bis Ø 10 m und rechteckig bis 7 × 8 m. Ein Schirm mit 5 × 5 m beschattet 25 m², einer mit 7 × 7 m 49 m².
Heizstrahler am Schirm: Ein Heizstrahler am Schirm ist ein Infrarotstrahler, der unter dem Schirmdach montiert ist und die Plätze darunter wärmt. Jeder Strahler hat 1.400 Watt. Ein Schirm mit Heizstrahlern ist für 400 V ausgelegt; ohne Starkstrom versorgt eine Verdrahtung auf zwei 230-Volt-Stromkreisen höchstens vier Heizstrahler und sechs LED-Leisten. Ein Wiedereinschaltschutz verhindert, dass die Strahler bei geschlossenem Schirm laufen. Heizstrahler gibt es für Classic und Classic Pro und nicht in Verbindung mit einem Rohrmotor; angeschlossen werden sie durch eine Elektrofachkraft.
Klappscharnier: Ein Klappscharnier ist das Gelenk an der Befestigung, über das sich der Schirm zum Einsetzen seitlich kippen lässt. Für Classic und Classic Pro mit Elektrik, also mit LED-Leisten, Heizstrahlern oder Rohrmotor, ist es in der Regel nötig: Die Stromverbindung zwischen Schirmkabel und Zuleitung wird am gekippten Schirm gesteckt, danach wird er aufgerichtet. Das gilt für Bodenhülse, Standrahmen und Standplatten gleichermaßen. Wer später Licht nachrüsten möchte, plant gleich mit Scharnier.
KNX-Anbindung: Eine KNX-Anbindung verbindet den motorisierten Schirm mit einem Hausautomationssystem, sodass er von dort geöffnet und geschlossen wird. Dafür gibt es ein Konzept mit Funk-Sendestation: Die Hausautomation schaltet sie über potentialfreie Kontakte, die Station sendet das Signal an den Motor. Voraussetzung ist ein Rohrmotor in der Ausführung Funk. Ob Kabel oder Funk, wird bei der Bestellung festgelegt und lässt sich später nicht wechseln. Die Anbindung im Einzelfall plant eine Elektrofachkraft.
L bis R
LED-Leiste: Eine LED-Leiste ist eine Lichtleiste an den Speichen des Schirms, die die Fläche unter dem Dach beleuchtet. Die Leisten arbeiten mit 12 Volt, die Leuchten sind mit Schutzart IP65 ausgewiesen, Steckverbindungen und Verkabelung mit IP66 bis IP68. Es gibt sie in Warmweiß und als Farblicht, das auch Warmweiß kann; je nach Baureihe und Größe trägt ein Schirm 2 bis 12 Leisten. Der Strom läuft durch den Mast, deshalb braucht der Schirm eine Befestigung mit Klappscharnier.
Marktschirm: Ein Marktschirm ist ein großer, standfester Mittelmastschirm, wie er über Marktständen, Verkaufsflächen und Terrassen steht. Der Begriff beschreibt den Einsatz und keine Baureihe. Bei IPOMEA ist es je nach Größe und Standort der Classic Eco (bis 3,5 × 3,5 m und Ø 4 m), der Classic (bis 5 × 5 m und Ø 6 m) oder der Classic Pro (große Formate bis 7 × 8 m). Der Classic Eco schließt nach unten wie ein Regenschirm, Classic und Classic Pro schließen nach oben.
Mittelmastschirm: Ein Mittelmastschirm ist ein Schirm, dessen Mast in der Mitte unter dem Schirmdach steht. Die Speichen laufen vom Mast nach allen Seiten, der Wind greift deshalb gleichmäßig an, und große Formate bleiben möglich. Classic Eco, Classic und Classic Pro sind Mittelmastschirme mit Masten von 55, 76 und 100 mm Durchmesser. Die Gegenstücke sind der Ampelschirm mit seitlichem Mast und der exzentrische Schirm, dessen Mast nahe der Kante steht.
Polyester: Polyester ist ein Gewebe aus 81 % Polyester und 19 % Polyacryl mit 230 g/m². Die Wassersäule liegt bei 1.000 mm, der UV-Schutz bei UPF 80. Aus Polyester gibt es auch alle Seitenwände; Regenrinnen sind in Polyester und in PVC erhältlich. Als schwer entflammbar ist Polyester nicht eingestuft.
PVC: PVC ist die schwerste Bespannung mit 480 g/m² (71 % Polyvinylchlorid, 29 % Polyester) und von den Standardstoffen die einzige, die als schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1) geführt wird. Die Wassersäule liegt über 1.000 mm, der UV-Schutz bei UPF 80. PVC eignet sich für öffentliche Plätze und überall dort, wo eine Behörde B1 verlangt. Die Einstufung gilt für den unbedruckten Stoff.
Regenrinne: Eine Regenrinne ist eine Stoffbahn, die die Fuge zwischen zwei Schirmdächern schließt und das Wasser temporärer Regenschauer aufnimmt. Sie besteht aus Polyester oder PVC und wird mit Aluminiumrohren stabilisiert. Sie ist nur in Verbindung mit Volant möglich und wird mit je einem Halter an den Speichen befestigt; vor dem Schließen des Schirms wird sie abgenommen. Geometrie, Gefälle und Ablauf werden projektbezogen geplant.
Rohrmotor: Ein Rohrmotor ist ein Elektromotor, der vollständig im Schirmmast sitzt und den Schirm auf Knopfdruck öffnet und schließt. Er arbeitet mit 230 V bei 50 Hz und 1 A. Angesteuert wird er über Kabel oder Funk; die Entscheidung fällt bei der Bestellung. Die Funkreichweite des Senders beträgt rund 25 m. Für den Stromausfall liegt eine Handkurbel bei. Den Rohrmotor gibt es für Classic und Classic Pro, er setzt eine Befestigung mit Klappscharnier voraus.
S bis T
Schutzhülle: Eine Schutzhülle ist die Hülle, die über den geschlossenen Schirm gestülpt wird und die Bespannung bei Schlechtwetter und über den Winter schützt. Sie besteht aus grauem Persenningmaterial und gehört zum Lieferumfang; beim Classic Pro ist sie mit Reißverschluss und Hissleine ausgeführt. Für Schirme mit montierten Heizstrahlern gibt es eine eigene Hülle. Unter die Hülle kommt die Bespannung nur vollständig trocken.
Seitenwand: Eine Seitenwand ist eine Stoffwand, die an den Speichen des Schirms eingehängt wird und eine offene Seite gegen Wind und Schlagregen schließt. Seitenwände gibt es nur aus Polyester: geschlossen, mit durchgehendem Lichtband oder mit Fenstern, auf Wunsch mit einer Tür zum Aufrollen. Je Speiche ist ein Halter nötig. Die Höhe entspricht der Durchgangshöhe ohne Volant. Bei Sturm werden die Wände aufgerollt und der Schirm geschlossen.
Speichenverstärkung: Eine Speichenverstärkung ist ein innenliegender Stahlkern in den Speichen des Schirms, der sie versteift. Sie ist ein Merkmal von Classic Eco, Classic und Classic Pro, beim Classic Pro ab größeren Formaten. Wie viel die Verstärkung bringt, hängt von Größe und Form ab; Windwerte nennen wir nur für die konkrete Konfiguration.
Standplatte: Standplatten sind flache Stahlplatten, die vor Ort verschraubt werden und den Schirm ohne Fundament allein durch ihr Gewicht halten. Für den Classic bestehen sie aus Platten mit 12 mm Dicke auf 147 × 147 cm und wiegen rund 213 kg (bis 21 m² Schirmfläche). Für den Classic Pro gibt es sie in ein bis vier Lagen mit 277 bis 1.024 kg; die Diebstahlsicherung ist dort serienmäßig. Standplatten mit Klappscharnier eignen sich auch für Schirme mit Licht, Heizung oder Motor.
Standrahmen: Ein Standrahmen ist ein Stahlrahmen mit einer Hülse für den Mast, der mit Betonplatten beschwert wird und den Schirm ohne Fundament trägt. In den Rahmen kommen handelsübliche Betonplatten im Format 50 × 50 cm; der Classic in quadratischer Form braucht zwei Lagen mit rund 240 kg. Beim Classic Eco sind es Platten mit 40 × 40 cm und rund 72 kg. Statt der Platten können Gabionen den Ballast bilden und mit einer Sitzplatte zum Sitzplatz werden. Fahrbare Standrahmen sind windempfindlich.
Teleskopschirm: Ein Teleskopschirm ist ein Mittelmastschirm, dessen Dach sich beim Schließen über ein Teleskopsystem am Mast nach oben zusammenlegt. Tische und Stühle können deshalb unter dem Schirm stehen bleiben. Bei IPOMEA schließen Classic und Classic Pro nach oben; der Classic Eco schließt nach unten. Geschlossen ist der Classic mit 3 × 3 m 4,10 m hoch, die Unterkante des zusammengelegten Schirms hängt dann 1,80 m über dem Boden, bei 5 × 5 m sind es 0,62 m.
Trichterschirm (Tulpenschirm): Ein Trichterschirm, auch Tulpenschirm genannt, ist ein Schirm mit trichterförmiger Membran, bei dem das Regenwasser zur Mitte läuft und von dort in Drainage, Regenwasserspeicher oder Bodenablauf. Der Trichterschirm von IPOMEA heißt IPOMEA Tulip: quadratisch von 3 × 3 bis 8 × 8 m, mit schlankem zylindrischem Mast. Licht gibt es als Option, bedient wird per Kurbel oder elektrisch.
U bis W
UPF: Der UPF (Ultraviolet Protection Factor) ist der UV-Schutzfaktor eines Stoffs: Je höher der Wert, desto weniger UV-Strahlung gelangt hindurch. Die Bespannungen sind nach dem UV-Standard 801 geprüft. Polyester und PVC erreichen UPF 80. Bei Acryl hängt der Wert vom Farbton ab: Die meisten Farben erreichen UPF 80, Hellgrau und Natur UPF 60, die hellsten Töne wie Weiß und Elfenbein UPF 40. Für Kitas, Schulen und Spielplätze lohnt deshalb der Blick auf den Wert der gewünschten Farbe.
Volant: Ein Volant ist der umlaufende Stoffstreifen, der an der Dachkante des Schirms herabhängt. Er verringert die Durchgangshöhe: Der Classic mit 3 × 3 m hat ohne Volant 2,37 m, mit Volant 2,12 m. Der Volant ist Voraussetzung für die Regenrinne. Mit Seitenwänden empfehlen wir ihn, weil sonst zwischen Dach und Wand ein Spalt bleibt, durch den es zieht. Außerdem ist er eine Werbefläche: Logo oder Schriftzug lassen sich im Siebdruck darauf drucken.
Wassersäule: Die Wassersäule gibt in Millimetern an, welchem Wasserdruck ein Stoff standhält, bevor Wasser durchdringt. Polyester hat eine Wassersäule von 1.000 mm, PVC über 1.000 mm, Acryl 370 mm. Die Zahl beschreibt nur den Stoff. Ob die Fläche unter mehreren Schirmen trocken bleibt, hängt von den Fugen ab, und die schließen erst Regenrinnen zwischen den Schirmdächern. Beim Trichterschirm Tulip läuft das Wasser stattdessen zur Schirmmitte.
Windlast: Die Windlast ist die Kraft, die der Wind auf Schirmdach, Mast und Befestigung ausübt. Sie wächst mit der Dachfläche: Bei gleicher Konstruktion verträgt ein kleineres Format mehr Wind als ein großes. Windwerte aus Tabellen, Windkanalversuchen und Statiken dürfen nicht zu einem pauschalen Windversprechen zusammengezogen werden; sie gelten nur für die geprüfte Konfiguration. Bei Sturmwarnung wird jeder Schirm geschlossen.
Windwächter: Ein Windwächter ist ein Sensor, der die Windgeschwindigkeit misst und dem Rohrmotor das Schließsignal sendet. Der Grenzwert ist einstellbar von 10 bis 50 km/h; er arbeitet mit Solarstrom und Funk, braucht also keine Leitung. Voraussetzung ist ein elektrischer Antrieb. Beim Classic und Classic Pro heißt das Bauteil Windsensor. Der Sensor ist nur eine Unterstützung: Bei aufkommendem Wind schließt der Betreiber den Schirm selbst und sichert ihn mit dem Zurrgurt.
Fazit
Steht in einem Angebot oder in einer Ausschreibung ein Begriff, den Sie hier nicht finden, nennen Sie uns die Stelle. Wir erklären, was gemeint ist und was es für Ihre Fläche bedeutet. Für ein Angebot genügen Fläche, Nutzung und Standort.



