Nebeldusche für Städte: Sprühnebel im öffentlichen Raum
Eine Nebeldusche kühlt einen Platz mit Sprühnebel: Feine Düsen zerstäuben Trinkwasser, die Tropfen verdunsten und entziehen der Luft dabei Wärme. Städte und Gemeinden setzen dafür Stelen, Aufsätze auf Hydranten oder Düsen an einem Schattendach ein. Wir liefern die Nebelkühlung am Großschirm IPOMEA classic pro: Schatten und Sprühnebel an derselben Stelle, an trockenen Hitzetagen bis zu 8 °C kühler, mit der Technik im Sitzelement unter dem Schirm. Schicken Sie uns Lageplan, Fotos und die geplante Nutzung: Angebot anfordern.
Ein Nachmittag im Juli auf dem Rathausplatz: Das Pflaster strahlt Hitze ab, die Bänke stehen in der Sonne, an der Haltestelle wartet eine Schulklasse ohne Schatten. Der Hitzeaktionsplan der Stadt nennt den Platz als Schwerpunkt, die neu gepflanzten Bäume brauchen noch Jahre. Für solche Orte ist eine Kühlinsel gedacht, die sofort wirkt. Die Technik am Schirm zeigt die Produktseite Sonnenschirm mit Kühlung, den Einsatz auf Restaurant- und Hotelterrassen der Beitrag Sprühnebelanlage für die Gastronomie.
Auf einen Blick
Die Nebelkühlung von IPOMEA arbeitet mit 70 bar Druck und kühlt die Luft unter dem Großschirm an trockenen Hitzetagen um bis zu 8 °C, an schwülen Tagen um rund 3 bis 4 °C.
Das Portal hitzeservice.de nennt für Sprühnebel Temperatursenkungen von bis zu 12 °C im Umkreis von 1 m um eine Düse.
Mit vier Düsen je Schirm verbraucht die Anlage rund 17 Liter Wasser je Schirm und Stunde, eine Pumpe versorgt bis zu acht Schirme.
IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Großschirm, Sitzelement, Nebelkühlung und Montage aus einer Hand, für Städte, Gemeinden, Schulträger und städtische Betriebe.

Was ist eine Nebeldusche und wie kühlt Sprühnebel?
Wasser braucht Energie, um zu verdunsten. Diese Energie nimmt es als Wärme aus der Luft, die Luft wird kühler. Das Prinzip heißt Verdunstungskühlung und kommt ohne Kältemittel, Kompressor und Abwärme aus. Wie stark es wirkt, hängt an der Tropfengröße und an der Luftfeuchte: Je feiner der Nebel und je trockener die Luft, desto mehr Wasser verdunstet, bevor es den Boden erreicht.
Im öffentlichen Raum gibt es dafür mehrere Bauformen. Die Stadt Wien betreibt nach Angaben des Portals hitzeservice.de rund 100 Sprühnebelduschen auf Hydranten, drei Meter hoch und von Juni bis September ab 30 °C in Betrieb, dazu Nebel-Stelen mit Trinkwasserhahn. Die Stadt Köln hat im Juli 2022 gelochte Wasserschläuche getestet und im näheren Umfeld eine Abkühlung von bis zu 14 °C gemessen, bei rund 16 Kubikmetern Wasser je Stunde. Rund 90 Prozent der Befragten bewerteten das Angebot laut Mitteilung der Stadt sehr positiv.
Bauformen im Vergleich
Bauform | Wo sie steht | Was sie auszeichnet |
|---|---|---|
Nebelstele oder Hydrantenaufsatz | frei auf dem Platz, am Gehweg | schnell aufgestellt, kühlt im Vorbeigehen, ohne Schatten und Sitzplatz |
Sprühschlauch | temporär an Geländer oder Mast | für einzelne Hitzetage und Veranstaltungen, hoher Wasserdurchsatz |
Nebelkühlung am Großschirm | über Bänken, Wartebereichen, Pausenflächen | Schatten und Kühlung an einem Ort, Technik im Sitzelement, 70 bar Hochdruck |
IPOMEA Klimainsel | als Modul auf Plätzen und in Fußgängerzonen | Dach, Sitzmöbel und Begrünung in einem, Nebelkühlung auf Wunsch |
Warum gehören Sprühnebel und Schatten zusammen?
Eine frei stehende Nebeldusche erfrischt für einen Moment. Wer auf den Bus wartet, eine Pause braucht oder ein Kind beaufsichtigt, bleibt aber länger, und dafür braucht es zuerst Schatten. Die Handlungsempfehlungen von Bund und Ländern für Hitzeaktionspläne nennen großzügige Schattenplätze ausdrücklich, auch mit feststehenden Sonnenschirmen. Das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz führt Wassernebelanlagen als kurzfristig umsetzbare Maßnahme und weist im selben Maßnahmenblatt darauf hin, dass dauerhafte Verschattung und Begrünung langfristig wirksam sind.
Am Großschirm fällt beides zusammen. Das Dach nimmt die direkte Sonne weg, der Düsenring am Mast kühlt die Luft darunter. Unsere Anlage presst das Wasser mit 70 bar durch Düsen mit 220 µm Öffnung, dabei entstehen Tropfen von etwa 5 µm. Sie verdunsten, bevor sie Menschen, Bänke oder den Belag erreichen. Bei 32 °C und 40 % Luftfeuchte sind rund 7 °C Abkühlung realistisch, bei 30 °C und 60 % Luftfeuchte rund 4 °C. Wir nennen deshalb „bis zu 8 °C“ und keine feste Temperatur. Die Anlage läuft ab 20 °C Außentemperatur.

Wo lohnt sich eine Kühlinsel?
Das Maßnahmenblatt aus Rheinland-Pfalz empfiehlt stark frequentierte, hitzebelastete Orte wie Plätze und Haltestellen und einen Betrieb nur bei festgelegten Temperaturen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums trifft Hitze besonders Menschen ab 65, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Daraus ergeben sich die Standorte:
Markt- und Rathausplätze ohne Baumbestand
Sitzbereiche in Fußgängerzonen
Haltestellen und Wartebereiche
Schulhöfe und Sammelpunkte vor Schulen
Vorplätze von Bürgerbüro, Bibliothek, Klinik oder Seniorenzentrum
Was auf Schulhöfen und Kita-Außengeländen zusätzlich gilt, steht im Beitrag Sonnenschutz für Kitas und Schulen. Wie Schatten, Sitzplätze und Befestigung im Hitzeaktionsplan zusammenkommen, beschreibt der Beitrag Hitzeaktionsplan: Hitzeschutz in der Innenstadt umsetzen.
Ist Sprühnebel im öffentlichen Raum hygienisch?
Sprühnebel wird eingeatmet. Das Maßnahmenblatt aus Rheinland-Pfalz verlangt deshalb ein Hygienekonzept und nennt die strikte Kontrolle gegen Keime als Anforderung jeder Vernebelung. Die Stadt Wien spült ihre Anlagen nach eigenen Angaben regelmäßig und automatisch. Unsere Anlage ist in mehreren Stufen darauf ausgelegt:
Zwei Feinfilter mit 10 µm und 5 µm vor der Pumpe halten Partikel zurück.
Eine UV-Entkeimung aus Edelstahl behandelt das Wasser in der Zuleitung.
Die Pumpensteuerung spült die Leitungen automatisch, damit kein Wasser steht.
Vor dem ersten Betrieb des Tages und nach mehr als 24 Stunden Stillstand wird 5 bis 10 Minuten gespült.
Als Maßstab dienen die Richtwerte der VDI 6022: eine Gesamtkoloniezahl unter 1.000 KBE je ml sowie Legionellen und Pseudomonaden jeweils unter 100 KBE je 100 ml. Zum Betrieb gehören eine Wasserprobe zu Saisonbeginn, eine Prüfung der Wasserqualität zweimal im Jahr und ein Betriebstagebuch, das drei Jahre aufbewahrt wird. Diese Aufgaben besprechen wir bei der Übergabe mit Bauhof oder Hausmeister. Welche Anforderungen das Gesundheitsamt vor Ort stellt, klären Sie am besten früh in der Planung.
Was muss der Bauhof vorbereiten?
Die Anlage braucht Trinkwasser, Strom, einen Abfluss und einen geschützten Platz für Pumpe, Filter und UV-Entkeimung. Auf Plätzen, in Fußgängerzonen und an Schulen sitzt die Technik im Sitzelement unter dem Schirm. Sie bleibt unsichtbar und verschlossen, ein Technikraum ist nicht nötig. Wo es ihn gibt, eignet er sich ebenso, sonst ein Schacht.
Wasser: Trinkwasser über einen 3/4-Zoll-Kugelhahn, Härte 6 bis 10 °dH. Bei härterem Wasser gehört eine Enthärtung dazu, sonst verkalken die Düsen.
Druck: Ein Druckminderer senkt den Leitungsdruck auf den Eingangsdruck der Pumpe.
Abwasser: ein Anschluss DN 50 für Druckentlastung und Spülwasser.
Strom: 230 V mit 10 A.
Aufstellort: frostfrei, 15 bis 35 °C, belüftet und verschließbar.
Leerrohre: Die Hochdruckleitungen laufen unter dem Belag vom Aufstellort zu den Schirmen.
Den Wasseranschluss und die Wasseraufbereitung legt der örtliche Installateur an, der die Trinkwasserinstallation ohnehin verantwortet. Die Leerrohre sind der Punkt mit Zeitdruck: Steht eine Platz- oder Schulhofsanierung an, lohnt es sich, sie gleich mitzuverlegen, auch wenn die Kühlung erst im nächsten Haushaltsjahr kommt.
Wie viel Wasser und Strom braucht die Anlage?
Jeder Schirm bekommt einen Düsenring mit vier Düsen, erweiterbar auf sieben. Eine Pumpe versorgt bis zu acht Schirme mit voll bestückten Ringen, für größere Flächen kommt eine zweite Anlage dazu. Mit vier Düsen je Schirm verbraucht die Anlage rund 17 Liter Wasser je Schirm und Stunde, acht Schirme zusammen gut 135 Liter. Bei 2 Euro je Kubikmeter Wasser, 30 Cent je Kilowattstunde und getaktetem Betrieb liegen die Betriebskosten bei rund 30 bis 40 Cent je Stunde. Im Herbst wird die Anlage eingewintert, im Frühjahr wieder in Betrieb genommen.
Wie kommt die Nebelkühlung in Planung, Förderung und Vergabe?
Grundlage ist meist ein Hitzeaktionsplan oder ein Klimaanpassungskonzept. Nach § 12 des Bundes-Klimaanpassungsgesetzes soll der Maßnahmenkatalog solcher Konzepte möglichst auch Vorsorge für extreme Hitze enthalten. Ob sich Schirme und Kühlung fördern lassen, hängt von Programm, Land und Träger ab. Die laufenden Programme mit Stand und Frist nennt unser Beitrag Förderung für Hitzeschutz.
Ob Sie direkt beauftragen oder ausschreiben, entscheidet Ihre Vergabestelle. Für beide Wege liefern wir Leistungstexte zur Übernahme ins Leistungsverzeichnis, die Liste der bauseitigen Leistungen für Tiefbau, Elektro und Sanitär und eine Visualisierung aus einem Foto des Platzes. Die Nebelkühlung gibt es für den IPOMEA classic pro, auch zum Nachrüsten: Der Düsenring wird an den festen Ring am Mast angepasst, am Schirm selbst ändert sich nichts. Einen Überblick über Schirme und Befestigungen für Kommunen gibt die Seite Beschattung für Städte und Gemeinden.
Ein Beispiel aus unseren Projekten
Eine Stadt im Ruhrgebiet hat 2024 für ein Gymnasium einen IPOMEA classic pro mit 6 × 7 m bestellt, mit Bodenhülse zum Einbetonieren und Klappscharnier. An Schirmen dieser Baureihe lässt sich die Nebelkühlung später ergänzen, wenn Wasser, Strom und Leerrohre am Standort vorhanden sind.
Häufige Fragen
Wird man unter dem Sprühnebel nass?
Nein. Die Tropfen sind etwa 5 µm groß und verdunsten, bevor sie Menschen, Bänke oder den Boden erreichen. Nass wird es bei Anlagen mit größeren Tropfen.
Wie viel kühler wird es unter einem Schirm mit Nebelkühlung?
An trockenen Hitzetagen bis zu 8 °C, bei 30 °C und 60 % Luftfeuchte rund 4 °C. Die Wirkung hängt von der Luftfeuchte ab.
Besteht ein Risiko durch Legionellen?
Das Risiko wird technisch begrenzt: Doppelfilter, UV-Entkeimung und automatisches Spülen sind auf die Richtwerte der VDI 6022 ausgelegt. Dazu gehören Wasserproben und ein Betriebstagebuch.
Braucht eine Nebeldusche auf dem Platz einen Technikraum?
Nein. Die Technik sitzt im Sitzelement unter dem Schirm, alternativ in einem Schacht. Der Ort muss frostfrei, belüftet und verschließbar sein.
Lässt sich die Kühlung an vorhandenen Schirmen nachrüsten?
Ja, am IPOMEA classic pro. Der Düsenring wird an den festen Ring am Mast angepasst.
Läuft die Anlage das ganze Jahr?
Nein. Sie arbeitet ab 20 °C Außentemperatur und wird im Herbst eingewintert.
Ihr nächster Schritt
Schatten und Sprühnebel machen aus einem heißen Platz einen Ort, an dem Menschen auch bei 32 °C sitzen bleiben. Schicken Sie uns einen Lageplan, Fotos, die Zahl der gewünschten Sitzplätze und den Stand von Wasser- und Stromanschluss. Wir schlagen Schirme, Sitzelemente und die passende Anlage vor und liefern den Leistungstext für Ihre Unterlagen. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.
Stand: Oktober 2026 · Magnus Kessler, IPOMEA




















