Sprühnebelanlage für die Gastronomie: Kühlung am Großschirm
Eine Sprühnebelanlage am Großschirm presst Trinkwasser mit 70 bar durch feine Düsen am Schirm. Die Tropfen sind so klein, dass sie in der Luft verdunsten, bevor sie Gäste, Tische oder den Boden erreichen, und die Luft darunter kühlt an trockenen Hitzetagen um bis zu 8 °C ab. Wir liefern und montieren die Anlage für den IPOMEA classic pro, auch zum Nachrüsten an bestehenden Schirmen, mit Doppelfilter, UV-Entkeimung und automatischer Spülung. Schicken Sie uns Fläche, Zahl der Schirme und den möglichen Platz für die Technik: Angebot anfordern.
Ein Nachmittag im Juli, 32 Grad im Schatten: Die Terrasse eines Hotels liegt nach Süden, die Schirme sind aufgespannt, und trotzdem bleiben die Plätze bis zum Abend leer. Schatten nimmt die Sonne weg, die Hitze der Luft bleibt. Für diese Stunden ist die Nebelkühlung gedacht. Einen ersten Überblick gibt die Produktseite Sonnenschirm mit Kühlung.
Auf einen Blick
Die Sprühnebelanlage von IPOMEA arbeitet mit 70 bar Druck und Düsen mit 220 µm Öffnung, die Tropfen von etwa 5 µm erzeugen und sofort verdunsten.
Wie stark die Luft abkühlt, hängt von der Luftfeuchte ab: an trockenen Hitzetagen bis zu 8 °C, an schwülen Tagen rund 3 bis 4 °C.
Doppelfilter mit 10 und 5 µm, UV-Entkeimung und automatisches Spülen sind darauf ausgelegt, die Richtwerte der VDI 6022 einzuhalten, etwa unter 100 Legionellen je 100 ml.
IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Großschirm, Nebelkühlung und Montage aus einer Hand, für Gastronomie, Hotels und öffentliche Plätze.

Wie kühlt eine Sprühnebelanlage?
Wasser braucht Energie, um zu verdunsten. Diese Energie nimmt es als Wärme aus der umgebenden Luft, die Luft wird kühler. Das Prinzip heißt Verdunstungskühlung oder adiabate Kühlung; es kommt ohne Kältemittel, ohne Kompressor und ohne Abwärme aus. Die Luft wird dabei etwas feuchter, der Wärmeentzug geschieht allein durch das verdunstende Wasser.
Damit das Wasser in der Luft verdunstet und nicht auf Menschen und Möbeln landet, kommt es auf die Tropfengröße an. Unsere Anlage presst das Wasser mit 70 bar durch Düsen mit 220 µm Öffnung, dabei entstehen Tropfen von etwa 5 µm. Sie sind so fein, dass sie verdunsten, bevor sie etwas erreichen. Das unterscheidet eine Hochdruckanlage von einfachen Niederdruck-Sets für den Gartenschlauch, bei denen größere Tropfen auf Tischen und Kleidung landen können.

Wie viel kühler wird es unter dem Schirm?
Die Grenze setzt die Feuchtkugeltemperatur, also die Temperatur, auf die Luft durch Verdunstung höchstens abkühlen kann. In der Praxis erreicht eine Nebelkühlung etwa 70 Prozent des Abstands zwischen Lufttemperatur und Feuchtkugeltemperatur. Je trockener die Luft, desto größer die Wirkung. Das ist kein Nachteil, denn die trockenen Hitzetage sind die Tage, an denen eine Terrasse sonst leer bleibt.
Abkühlung nach Temperatur und Luftfeuchte
Ausgangslage | Feuchtkugeltemperatur | realistische Abkühlung |
|---|---|---|
32 °C, 30 % Luftfeuchte | 19,9 °C | rund 8,5 Grad |
32 °C, 40 % Luftfeuchte | 22,1 °C | rund 7 Grad |
30 °C, 50 % Luftfeuchte | 22,3 °C | rund 5,5 Grad |
30 °C, 60 % Luftfeuchte | 24,0 °C | rund 4 Grad |
28 °C, 70 % Luftfeuchte | 23,7 °C | rund 3 Grad |
Die Werte sind Richtwerte aus der Physik feuchter Luft, keine Zusage für einen bestimmten Tag. Wir nennen deshalb „bis zu 8 °C“ und keine feste Temperatur. Die Anlage läuft ab 20 °C Umgebungstemperatur; sie ist ein System für warme und heiße Tage, nicht für das ganze Jahr.
Wo lohnt sich Nebelkühlung am Großschirm?
Am meisten bringt die Kühlung dort, wo Gäste in der Hitze sitzen bleiben sollen: Restaurant- und Caféterrassen mit Südlage, Hotelterrassen, Biergärten und Innenhöfe, die sich im Sommer aufheizen. Die Technik hängt nicht an einer neuen Schirmgeneration. Der Düsenring wird an den festen Ring am Mast eines IPOMEA classic pro angepasst, am Schirm selbst wird nichts verändert. Bestehende Anlagen lassen sich deshalb nachrüsten, ohne dass neue Schirme bestellt werden müssen.
Auf Plätzen, in Fußgängerzonen und an Schulen sitzt die Technik am besten in einem Sitzelement unter dem Schirm. Sie bleibt unsichtbar, und die Sitzinsel bietet zugleich Platz zum Verweilen. Wie Städte und Gemeinden Schatten, Sitzplätze und Kühlung zusammen planen, beschreibt der Beitrag Hitzeschutz in der Innenstadt umsetzen.

Wie viele Schirme versorgt eine Anlage?
Jeder Schirm bekommt einen Düsenring mit vier Düsen, erweiterbar auf sieben. Eine Pumpe versorgt bis zu acht Schirme mit voll bestückten Ringen; für größere Flächen kommt eine zweite Anlage dazu. Pumpe, Filter und UV-Entkeimung braucht jede Anlage einmal, ob sie einen Schirm versorgt oder acht. Je mehr Schirme an einer Pumpe hängen, desto günstiger wird deshalb der einzelne gekühlte Platz.
Ist Sprühnebel hygienisch unbedenklich?
Eine Hochdruckvernebelung erzeugt feinste Tröpfchen, die eingeatmet werden. Deshalb fragen Gastronomen und Kommunen zu Recht nach Legionellen und anderen Keimen. Unsere Anlage ist mit mehreren Stufen dagegen ausgelegt:
Zwei Feinfilter mit 10 µm und 5 µm vor der Pumpe halten Partikel zurück.
Eine UV-Entkeimung aus Edelstahl in der Zuleitung behandelt das Wasser, bevor es zu den Düsen gelangt.
Die Pumpensteuerung spült die Leitungen automatisch und verhindert, dass Wasser steht.
Vor dem ersten Betrieb des Tages und nach jeder Standzeit von mehr als 24 Stunden wird die Anlage 5 bis 10 Minuten gespült.
Als Maßstab für die Wasserqualität gelten die Richtwerte der VDI 6022: eine Gesamtkoloniezahl unter 1.000 KBE je ml sowie Legionellen und Pseudomonaden jeweils unter 100 KBE je 100 ml. Zum Betrieb gehören eine Wasserprobe zu Saisonbeginn, eine Prüfung der Wasserqualität zweimal im Jahr und ein Betriebstagebuch, das drei Jahre aufbewahrt wird. Diese Punkte besprechen wir bei der Übergabe, damit der Betrieb von Anfang an nachweisbar sauber läuft.
Was muss bauseits vorhanden sein?
Die Anlage braucht Trinkwasser, Strom und einen Abfluss, dazu einen geschützten Platz für die Technik. Wasseranschluss und Wasseraufbereitung legt der örtliche Installateur an; er verantwortet die Trinkwasserinstallation ohnehin und ist später für Filter und Salz der Enthärtung vor Ort.
Wasser: Trinkwasser mit Anschluss über einen 3/4-Zoll-Kugelhahn.
Wasserhärte: 6 bis 10 °dH. Ist das Leitungswasser härter, gehört eine Enthärtungsanlage dazu, sonst verkalken die Düsen. Die Härte steht in der Analyse des örtlichen Wasserversorgers.
Druck: Ein Druckminderer senkt den Hausanschlussdruck auf den Eingangsdruck der Pumpe.
Abwasser: ein Anschluss DN 50 für Druckentlastung und Spülwasser.
Strom: 230 V mit 10 A, Leitungen zu den Einheiten und Feuchtraumdosen.
Aufstellort: Sitzelement, Technikraum oder Schacht; immer frostfrei, zwischen 15 und 35 °C, belüftet, verschließbar und ohne gelagerte Chemikalien.
Leerrohre: Die Hochdruckleitungen laufen in Leerrohren unter dem Bodenbelag zu den Schirmen.
Die Leerrohre sind der einzige Punkt mit echtem Zeitdruck. Steht auf der Terrasse oder dem Platz ohnehin eine Sanierung an, lohnt es sich, sie gleich mitzuverlegen, auch wenn die Kühlung erst später kommt. Das gilt ebenso für die Fundamente der Schirme; wie sie geplant werden, steht im Beitrag Bodenhülse einbetonieren: Fundament für Gastro-Sonnenschirme. Je näher die Technik an der Schirmgruppe steht, desto kürzer und günstiger wird die Leitung, die nach Aufmaß abgerechnet wird.
Was kostet der Betrieb?
Die laufenden Kosten sind gering. Mit vier Düsen je Schirm verbraucht die Anlage rund 17 Liter Wasser je Schirm und Stunde, acht Schirme zusammen gut 135 Liter. Bei 2 Euro je Kubikmeter Wasser, 30 Cent je Kilowattstunde und getaktetem Betrieb liegen die Betriebskosten bei rund 30 bis 40 Cent je Stunde, auch bei acht Schirmen.
Wartung und Winter
Zur jährlichen Wartung gehören der Filterwechsel, das UV-Leuchtmittel und die Wasserprobe. Im Herbst wird die Anlage eingewintert, im Frühjahr wieder in Betrieb genommen. Ein Betrieb bei Frost ist nicht vorgesehen: Mit der Einwinterung geht die Anlage vor dem ersten Frost außer Betrieb, und der Aufstellort der Technik muss das ganze Jahr frostfrei bleiben.
Häufige Fragen
Wird man unter dem Sprühnebel nass?
Nein. Die Tropfen sind etwa 5 µm groß und verdunsten, bevor sie Gäste, Tische oder den Boden erreichen. Nass wird es bei Niederdruck-Sets mit größeren Tropfen.
Wie viel kühler wird es mit einer Sprühnebelanlage?
An trockenen Hitzetagen bis zu 8 °C, bei 30 °C und 60 % Luftfeuchte rund 4 °C. Die Wirkung hängt von der Luftfeuchte ab, nicht von der Größe der Anlage.
Besteht bei Sprühnebel ein Risiko durch Legionellen?
Das Risiko wird technisch begrenzt: Doppelfilter, UV-Entkeimung und automatisches Spülen sind auf die Richtwerte der VDI 6022 ausgelegt. Dazu gehören Wasserproben und ein Betriebstagebuch.
Braucht die Anlage einen Technikraum?
Nein. Die Technik kann in einem Sitzelement unter dem Schirm, in einem Technikraum oder in einem Schacht stehen. Der Ort muss frostfrei, belüftet und verschließbar sein.
Lässt sich die Kühlung an bestehenden Schirmen nachrüsten?
Ja, am IPOMEA classic pro. Der Düsenring wird an den festen Ring am Mast angepasst, am Schirm wird nichts verändert.
Wie viel Wasser verbraucht die Anlage?
Rund 17 Liter je Schirm und Stunde bei vier Düsen. Die Betriebskosten liegen bei rund 30 bis 40 Cent je Stunde.
Kann die Anlage im Winter laufen?
Nein. Sie arbeitet ab 20 °C Umgebungstemperatur und wird im Herbst eingewintert.
Kühlung für Ihre Terrasse oder Ihren Platz
Nebelkühlung macht aus Schatten einen Platz, an dem Gäste auch bei 32 Grad sitzen bleiben. Ob sie sich für eine Fläche eignet, entscheiden Wasserhärte, Aufstellort der Technik und der Weg der Leitungen zu den Schirmen. Schicken Sie uns Fläche, Zahl und Art der Schirme, Fotos und den möglichen Platz für die Technik; wir prüfen die Voraussetzungen und schlagen die passende Anlage vor. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.
Stand: Oktober 2026 · Magnus Kessler, IPOMEA




















