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Hitzeaktionsplan: Hitzeschutz in der Innenstadt umsetzen

30. Juni
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Okt.

Ein Hitzeaktionsplan legt fest, wie eine Stadt oder Gemeinde die Menschen vor Hitze schützt: mit Hitzewarnungen, Information, besonderer Hilfe für gefährdete Gruppen und mit Maßnahmen im öffentlichen Raum. Für den Hitzeschutz in der Innenstadt nennen die Handlungsempfehlungen von Bund und Ländern ausdrücklich großzügige Schattenplätze, zum Beispiel mit feststehenden Sonnenschirmen, Markisen oder Pavillons. Welche Beschattung zu Ihrem Platz passt, sagen wir Ihnen gern: Angebot anfordern.


Mittags auf dem Marktplatz: Pflaster ringsum, kein Baum, die Bänke in der Sonne, und an der Haltestelle nebenan wartet jeder im Freien. Wer hier Schatten schaffen will, braucht eine Grundlage im Hitzeaktionsplan und eine Lösung, die schnell steht.


Auf einen Blick

  • Die Handlungsempfehlungen von Bund und Ländern für Hitzeaktionspläne (Stand März 2017) nennen acht Kernelemente, von der Hitzewarnung bis zur langfristigen Stadtplanung.

  • Seit dem 1. Juli 2024 sieht das Klimaanpassungsgesetz Klimaanpassungskonzepte für Gemeinden und Kreise vor, in denen bestehende Hitzeaktionspläne zu berücksichtigen sind.

  • Großschirme im Standrahmen oder auf einem Sitzelement kommen ohne Tiefbau aus, während eine einbetonierte Bodenhülse nach dem Abbau bodenbündig schließt.

  • IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Großschirme und Befestigung für Städte, Gemeinden und städtische Betriebe; öffentliche Auftraggeber zahlen bei den Baureihen classic und classic pro nach Lieferung.


Anthrazitfarbener Großschirm über einem Sitzblock aus Beton und Holz, dahinter eine Bushaltestelle und helle Altbauten
Schatten dort, wo Menschen warten: ein Großschirm auf einem Sitzblock neben der Haltestelle.

Was ist ein kommunaler Hitzeaktionsplan?

Ein Hitzeaktionsplan bündelt, was eine Kommune vor und während einer Hitzeperiode tut. Der Bedarf wächst: Die Zahl der Heißen Tage hat in Deutschland seit den 1980er-Jahren statistisch signifikant zugenommen, stellt das Umweltbundesamt unter Berufung auf den Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie fest (Stand: 26. August 2024).


Als Leitfaden dienen die Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen, die eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern in Anlehnung an eine Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation erarbeitet hat (Stand des Dokuments: 24. März 2017). Ihre acht Kernelemente reichen von der zentralen Koordinierung über Hitzewarnung, Information und den Schutz von Risikogruppen bis zur langfristigen Stadtplanung und zur Auswertung der Maßnahmen.


Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat im September 2020 beschlossen, Hitzeaktionspläne in den Kommunen bis 2025 flächendeckend voranzubringen (Bundesgesundheitsministerium, Stand: 1. Juli 2026). Seit dem 1. Juli 2024 gilt zudem das Bundes-Klimaanpassungsgesetz. Nach § 12 KAnG bestimmen die Länder, welche Stellen für Gemeinden und Kreise Klimaanpassungskonzepte aufstellen. Deren Maßnahmenkatalog soll möglichst auch Vorsorge für extreme Hitze enthalten, und bestehende Hitzeaktionspläne sind zu berücksichtigen. Auf Bundesebene ergänzt der Hitzeschutzplan für Gesundheit des Bundesgesundheitsministeriums (Stand: 27. Juli 2023) diesen Rahmen, etwa mit dem geförderten Portal hitzeservice.de, das Arbeitshilfen für Kommunen bündelt.


Welche Maßnahmen sieht der Hitzeaktionsplan im öffentlichen Raum vor?

Für Straßen und Plätze ist das Kernelement „Langfristige Stadtplanung und Bauwesen“ maßgeblich. Die Handlungsempfehlungen nennen dort unter anderem:


  • großzügige Schattenplätze, baulich mit Pavillons, Außendächern, Markisen, feststehenden Sonnenschirmen oder Sonnensegeln, grünplanerisch mit neuen Bäumen und dem Erhalt dichter Baumkronen

  • schattenspendende Vordächer und Überdachungen, möglichst aus Materialien, die auch die UV-Belastung senken

  • Trinkwasserspender im öffentlichen Raum und öffentlich zugängliche kühle Räume

  • weniger versiegelte Flächen auf offenen und öffentlichen Plätzen

  • schattige Grünanlagen mit Wasserflächen und freie Luftleitbahnen


Auch das Bundesgesundheitsministerium nennt kurzfristige Aktionen für mehr Verschattung, und das Umweltbundesamt zählt die Verschattung von Plätzen zu den Maßnahmen, die in Städten gegen Hitze helfen. Für die UV-Belastung kommt es auf das Gewebe an: Unsere Bespannungen aus IPOTex-Poly und IPOTex-PVC erreichen einen UV-Schutz von UPF 80.


Zwei gelbe Großschirme vor einem Musikpavillon, davor weiße Bänke auf einem gepflasterten Platz
Auf öffentlichen Plätzen schaffen Großschirme Schatten dort, wo Menschen sitzen und zuhören.

Wo braucht die Innenstadt zuerst Schatten?

Schatten wirkt dort, wo Menschen stehen bleiben, warten oder sitzen. Besonders betroffen von Hitze sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Menschen ab 65, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Beginnen Sie dort, wo diese Gruppen unterwegs sind:


  • Markt- und Rathausplätze mit Wochenmarkt und Veranstaltungen

  • Haltestellen und Wartebereiche

  • Sammelpunkte vor Schulen und Kitas

  • Sitzbereiche in Fußgängerzonen und an Spielplätzen

  • Vorplätze von Bürgerbüro, Bibliothek, Klinik oder Seniorenzentrum


Was bei Schulhöfen und Kita-Außengeländen hinzukommt, steht im Beitrag Sonnenschutz für Kitas und Schulen.


Drei Großschirme in Orange und Grün auf dem Vorplatz eines Schulgebäudes mit farbiger Fassade
Großschirme beschatten den Vorplatz einer Schule.

Schnell wirksam oder baulich: Was passt wann?

Bäume, Entsiegelung und Wasserflächen sind der dauerhafte Weg. Sie brauchen aber Planung, Mittel und Zeit, und die Handlungsempfehlungen zählen stadtplanerische Maßnahmen ausdrücklich zu den erst längerfristig umsetzbaren. Großschirme ersetzen keinen Baum. Sie schaffen Schatten, solange neu gepflanzte Bäume noch wachsen, und lassen sich später versetzen.


Lösung

Eingriff in den Boden

geeignet für

Großschirm im Standrahmen mit Betonplatten oder Gabionen

keiner, der Schirm bleibt versetzbar

Flächen mit wechselnder Nutzung

Großschirm auf Sitzelement aus Sichtbeton (995 kg)

keiner, versetzbar mit Gabelstapler oder Hubwagen

Plätze, deren Belag nicht geöffnet werden soll

Großschirm in einbetonierter Bodenhülse

Fundament, nach dem Abbau schließt die Hülse bodenbündig

dauerhafte Standorte, Veranstaltungsflächen

Trichterschirm IPOMEA tulip

Fundament von 80 × 80 bis 140 × 140 cm je nach Größe, bis Frosttiefe

Plätze, an denen der Schirm gestalterisch wirken soll

IPOMEA Klimainsel

je nach Standort und Untergrund

Aufenthaltsbereiche mit Sitzplätzen und Grün


Sitzplätze entstehen gleich mit: Gabionen im Standrahmen werden vor Ort mit Steinen oder Kies befüllt, eine Sitzplatte obenauf macht aus der Beschwerung eine Sitzgelegenheit. Die IPOMEA Klimainsel verbindet Beschattung, Sitzmöbel und Begrünung in einem Modul, auf Wunsch mit Beleuchtung und Nebelkühlung. Die Nebelkühlung für den IPOMEA classic pro arbeitet mit so feinen Tropfen, dass sie verdunsten, bevor sie Menschen erreichen, und ist mit Doppelfilter, UV-Entkeimung und automatischer Spülung auf die Anforderungen der VDI 6022 ausgelegt. Wie Schirm, Sitzplatz und Kühlung zu einem Modul werden, zeigt der Beitrag Klimainseln für Städte und Gemeinden.


Weißer Trichterschirm IPOMEA tulip über einer kleinen Terrasse mit Bistrostühlen an einem langen Gebäude
Beim Trichterschirm IPOMEA tulip läuft das Regenwasser über den Mast ab.

Welche Großschirme eignen sich für öffentliche Plätze?

Im öffentlichen Raum steht ein Schirm oft den ganzen Tag geöffnet und ungeschützt. Dafür empfehlen wir den IPOMEA classic pro mit einem Aluminiummast von 100 mm Durchmesser und 5 mm Wandstärke. Für seine Größen gibt es berechnete Windwerte, mit 4,5 × 4,5 m zum Beispiel bis 89,25 km/h, mit 5 × 5 m bis 76,7 km/h. Die Werte stammen von einem externen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung und wurden 2026 zusätzlich im Windkanal überprüft. Einen prüffähigen Nachweis für Ihren Standort erstellen wir auf Wunsch, alle Werte je Größe stehen im Beitrag Windstabile, sturmfeste Sonnenschirme. Für geschützte Lagen reicht der IPOMEA classic, der mit 4 × 4 m für Windstärke 8 berechnet ist, das entspricht bis 74 km/h.


Als Bespannung empfehlen wir im öffentlichen Raum IPOTex-PVC. Sie ist die mechanisch stärkste unserer Bespannungen, lässt sich abwischen, ist auf eine Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren ausgelegt und als einzige schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1). Das Gestell gibt es gegen Aufpreis auch in RAL- oder DB-Farbtönen, wie sie Gestaltungshandbücher oft vorgeben. Die Bodenhülse des classic pro hat serienmäßig eine Diebstahlsicherung, für den classic gibt es sie als Zubehör. Einen Überblick über unsere Lösungen für Kommunen gibt die Seite Beschattung für Städte und Gemeinden.


Wie beschaffen Städte und Gemeinden Großschirme?

Ob Sie direkt bestellen oder ausschreiben, entscheidet Ihre Vergabestelle. Für beide Wege liefern wir, was Planung und Vergabe brauchen:


  • Leistungstexte als Word-Datei zur Übernahme ins Leistungsverzeichnis, mit Größe, Beschattungsfläche, Mastprofil, Bespannung und Befestigung

  • den Windwert der ausgeschriebenen Größe und auf Wunsch einen prüffähigen statischen Nachweis

  • das Fundamentmaß im Positionstext der Bodenhülse, damit Erdarbeiten und Fundament bauseits geplant werden können

  • die Bodenhülsen vorab, sodass das Fundament fertig ist, bevor die Schirme kommen

  • einen festen Ansprechpartner für Rückfragen des Auftraggebers, auch während und nach der Vergabe


Beim Aufbau beraten wir telefonisch, per Video oder, falls nötig, vor Ort. Die Schritte von der Maßnahme bis zum Schattenplatz beschreibt der Beitrag Hitzeaktionsplan umsetzen: Verschattung für Platz und Schule.


Ob sich Beschattung fördern lässt, hängt von Programm, Land und Träger ab. Nach § 12 Absatz 7 KAnG unterstützt der Bund die Träger öffentlicher Aufgaben nach Maßgabe des Haushalts mit bestehenden Förderangeboten. Einen Überblick gibt unser Beitrag Förderung für Hitzeschutz, persönlich berät die Förderberatung des Zentrums KlimaAnpassung, das im Auftrag des Bundesumweltministeriums Kommunen und soziale Einrichtungen unterstützt.


Beispiele aus unseren Projekten

Eine Stadtverwaltung in Rheinland-Pfalz hat 2026 insgesamt 23 IPOMEA classic bestellt, 21 davon mit 4 × 4 m. Regenrinnen aus PVC verbinden die Schirme, und jeder Schirm hat eine Diebstahlsicherung.


Ein Landkreis in Baden-Württemberg hat 2026 vier Trichterschirme IPOMEA tulip mit 5 × 5 m und PVC-Bespannung beauftragt. Dazu gehören Standrahmen mit je vier Gabionen, deren Sitzplatten aus der Beschwerung Sitzplätze machen.


Eine Stadt im Ruhrgebiet hat 2024 für ein Gymnasium einen IPOMEA classic pro mit 6 × 7 m bestellt, mit Bodenhülse zum Einbetonieren und Klappscharnier.


Was wir für Ihren Platz wissen müssen

Mit diesen Angaben schlagen wir Schirm, Befestigung und Bespannung vor:


  • Lage und Nutzung, etwa Marktplatz, Haltestelle, Schulhof oder Veranstaltungsfläche, ganzjährig oder saisonal

  • gewünschte Schattenfläche und Zahl der Sitzplätze

  • Untergrund: Pflaster, Asphalt, Leitungen oder Tiefgarage darunter

  • Windlage und Gestaltungsvorgaben wie ein RAL- oder DB-Farbton

  • Vergabeweg: Direktauftrag oder Ausschreibung


Aus einem Foto der Fläche erstellen wir eine Visualisierung mit Anordnung und Fundamentlage.


Anthrazitfarbener Großschirm mit leuchtenden LED-Leisten an den Tragarmen über einem Sitzblock auf einem Stadtplatz
KI-Visualisierung: ein Großschirm mit LED-Leisten in den Tragarmen.

Häufige Fragen

Ist ein Hitzeaktionsplan für Kommunen Pflicht?

Das Klimaanpassungsgesetz sieht Klimaanpassungskonzepte für Gemeinden und Kreise vor, in denen bestehende Hitzeaktionspläne zu berücksichtigen sind. Welche Stellen sie aufstellen und was sie enthalten müssen, bestimmen die Länder. Auskunft gibt das zuständige Landesministerium.


Welche Bespannung eignet sich für öffentliche Plätze?

IPOTex-PVC. Sie ist die reißfesteste unserer Bespannungen, lässt sich abwischen und ist als einzige schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1), bei einem UV-Schutz von UPF 80.


Können mehrere Schirme eine geschlossene Fläche bilden?

Ja. Regenrinnen zwischen den Schirmen verbinden sie zu einer durchgehend wasserdichten Fläche. Beim Trichterschirm IPOMEA tulip läuft das Regenwasser über den Mast ab.


Müssen Kommunen in Vorleistung gehen?

Nein. Städte, Gemeinden, städtische Betriebe und soziale Träger in Deutschland zahlen bei den Baureihen classic und classic pro nach Lieferung, innerhalb von zehn Tagen.


Ihr nächster Schritt

Schicken Sie uns ein Foto des Platzes, einen groben Lageplan und die geplante Nutzung. Wir schlagen Schirme, Befestigung und Bespannung vor und liefern auf Wunsch den Leistungstext für Ihre Ausschreibung. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.


Stand: Oktober 2026 · Sebastian Koch, IPOMEA

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