Hitzeschutz-Förderung 2026: Beschattung für Kita und Schule
Aktualisiert: 30. Sept.
Förderung für Hitzeschutz gibt es 2026 für Kitas, Schulen, soziale Einrichtungen und Kommunen. Bund und Länder fördern dabei Vorhaben zur Klimaanpassung, in denen Beschattung ein Baustein sein kann, und mehrere Programme setzen den Schwerpunkt auf Bäume, Begrünung und Entsiegelung. Für Ihren Antrag liefern wir ein Angebot mit allen Einzelpositionen und die technischen Unterlagen: Angebot anfordern.
Die Pausenhöfe von Schulen und die Außenflächen von Kitas sind oft asphaltiert und wenig beschattet, schreibt das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen. Neu gepflanzte Bäume helfen erst später, denn es dauert, bis sie ihre volle Größe und Wirkung erreichen. Was DGUV und Fachstellen für das Außengelände empfehlen, haben wir im Beitrag Sonnenschutz in Kita und Schule zusammengefasst.
Auf einen Blick
Vom 1. Oktober bis 30. November 2026 nimmt der Bund Anträge im Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ an, allerdings nur von Einrichtungen, deren Konzept oder Beratung dort schon gefördert wurde.
Bayern fördert seit 1. August 2026 kommunale Vorhaben gegen Hitze mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
In Nordrhein-Westfalen können Kommunen, Bildungseinrichtungen und Vereine bis 31. Dezember 2026 Förderung für Verschattung und klimaangepasste Schul- und Kitagelände beantragen.
IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Großschirme für Kitas, Schulen und Kommunen und stellt Angebot, Leistungstexte und Visualisierung für den Antrag bereit.

Welche Förderprogramme laufen 2026?
Die Übersicht nennt Programme, die laut offizieller Seite am 30. September 2026 liefen oder angekündigt waren. Fristen und Bedingungen stehen jeweils in der Richtlinie des Programms.
Programm | Wer beantragt | Was es zur Beschattung sagt | Frist |
|---|---|---|---|
Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (Bund) | soziale Einrichtungen, deren Konzept oder Beratung 2020, 2023 oder 2024 im Programm gefördert wurde | Umsetzung des Konzepts, Schwerpunkt auf naturbasierten Lösungen, technisch-bauliche Maßnahmen in Kombination möglich | 1. Oktober bis 30. November 2026 |
KommKlimaFöR 2026 (Bayern) | Kommunen, ihre Zusammenschlüsse und Kommunalunternehmen | Vorhaben gegen Hitze, als Beispiel naturbasierte Beschattung für Plätze, Kitas, Spielplätze und Schulen | laufend seit 1. August 2026 |
Klimaanpassung Kommunen NRW | Kommunen, Bildungseinrichtungen, Vereine und Stiftungen in NRW | nennt Verschattung und klimaangepasste Schul- und Kitagelände ausdrücklich | bis 31. Dezember 2026 |
1.000 coole Schulhöfe und 1.000 coole Kitas (NRW) | Schulen und Kitas | entsiegeln, begrünen, beschatten | angekündigt, Details folgen |

Bund: Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Das Bundesumweltministerium unterstützt mit diesem Programm Einrichtungen wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Im Förderfenster vom 1. Oktober bis 30. November 2026 können aber nur Einrichtungen einen Antrag stellen, deren Klimaanpassungskonzept oder Einstiegs- und Orientierungsberatung schon 2020, 2023 oder 2024 in diesem Programm gefördert wurde. Gefördert wird dann die Umsetzung, mit höchstens 500.000 Euro.
Der Schwerpunkt liegt auf naturbasierten Lösungen wie Gründächern, Bepflanzung und Entsiegelung. Technisch-bauliche Maßnahmen, im Programm „graue Maßnahmen“ genannt, sind in Kombination damit möglich, wenn das zugrunde liegende Konzept sie begründet. Ab 2027 soll das Programm mit überarbeiteter Richtlinie weiterlaufen. Anträge, Termine und Beratung laufen über die Projektträgerin ZUG.
Bayern: KommKlimaFöR 2026
Seit 1. August 2026 fördert Bayern über die Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz auch Umsetzungsvorhaben zur Klimaanpassung. Voraussetzung ist ein nachweisbarer Beitrag gegen Hitzeperioden, etwa auf Grundlage eines Klimaanpassungskonzepts, eines Hitzeaktionsplans oder eines fachlichen Gutachtens. Als Beispiel nennt die Richtlinie naturbasierte Beschattung für öffentliche Plätze, einschließlich Kindergärten, Spielplätzen und Schulen. Technische Beschattung wie Großschirme steht nicht in der Beispielliste. Ob sie im Einzelfall zuwendungsfähig ist, klärt die Bewilligungsbehörde.
Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent, höchstens 200.000 Euro. Kommunen unter 2.000 Einwohnern erhalten zehn Prozentpunkte mehr, finanzschwache Kommunen zwanzig. Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 10.000 Euro betragen, und im Antrag ist anzugeben, wie viele Bürgerinnen und Bürger das Vorhaben schützt. Der Antrag geht vor Beginn des Vorhabens über die Fördermanagementplattform Bayern an die Bewilligungsbehörde.
Nordrhein-Westfalen: Verschattung ausdrücklich genannt
Der Förderaufruf Klimaanpassung Kommunen NRW fördert Vorhaben mit Gesamtausgaben bis 200.000 Euro netto und nennt Verschattung sowie klimaangepasste Schul- und Kitagelände ausdrücklich. Anträge sind bis 31. Dezember 2026 über das EFRE-Portal des Landes möglich. Vorher empfiehlt das Land ein Gespräch mit der Innovationsförderagentur NRW.
Zusätzlich hat das Umweltministerium ein Programm für bis zu 1.000 coole Schulhöfe und bis zu 1.000 coole Kitas angekündigt, mit je 50 Millionen Euro. In den bisherigen Programmen standen bei Kitas vor allem Sonnensegel und außenliegende Verschattung im Vordergrund.
Wie finden Sie das passende Programm?
Viele Bundesländer haben eigene Programme zur Klimaanpassung, und nicht jedes fördert technische Beschattung. Baden-Württemberg etwa fördert über KLIMOPASS vor allem blau-grüne Maßnahmen wie Baumpflanzungen, Entsiegelung und Trinkwasserspender. Einen Überblick über Programme von Bund, Ländern und EU gibt die Förderdatenbank des Bundes. Das Zentrum KlimaAnpassung berät im Auftrag des Bundesumweltministeriums Kommunen und soziale Einrichtungen zu passenden Programmen.
Auch der Blick ins eigene Rathaus lohnt sich. Seit 1. Juli 2024 sieht das Bundes-Klimaanpassungsgesetz Klimaanpassungskonzepte für Gemeinden und Kreise vor. Deren Maßnahmenkatalog soll möglichst auch Vorsorge für extreme Hitzelagen enthalten. Steht die Beschattung eines Schulhofs dort schon drin, liegt der Nachweis, den etwa Bayern verlangt, bereits vor. Wie Städte Plätze gegen Hitze planen, zeigt unser Beitrag Hitzeschutz in Innenstädten.

Was braucht ein förderfähiges Vorhaben?
Antrag vor Auftrag. Nach dem Haushaltsrecht des Bundes gilt ein Vorhaben grundsätzlich mit dem Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags als begonnen, Planung zählt bei Baumaßnahmen nicht dazu. Angebote einholen und planen können Sie also vorher, beauftragen erst nach dem Bescheid oder mit Zustimmung der Bewilligungsbehörde.
Nachweis gegen Hitze. Bayern verlangt den Beitrag gegen Hitzeperioden belegt, etwa durch Konzept, Hitzeaktionsplan oder Gutachten. Im Bundesprogramm ist das geförderte Konzept die Grundlage.
Beschreibung, Kostenplan, Beschluss. In Bayern gehören eine Beschreibung des Vorhabens, eine Ausgabengliederung mit Finanzierungsplan und der Beschluss des zuständigen Gremiums zum Antrag.
Gesicherter Eigenanteil. Die bayerische Richtlinie verlangt eine gesicherte Gesamtfinanzierung. Der Zuschuss trägt dort höchstens die Hälfte, bei kleinen oder finanzschwachen Kommunen mehr.
Wie passt ein Großschirm in den Antrag?
Dass mehrere Programme Bäume und Begrünung bevorzugen, hat einen fachlichen Grund: Naturbasierte Maßnahmen dienen zugleich dem Klimaschutz, der Artenvielfalt und dem Rückhalt von Regenwasser, so begründet es das Bundesumweltministerium. Nach dem Bundesamt für Strahlenschutz bietet Bepflanzung guten UV-Schutz, zusammen mit Sonnenschirmen, Sonnensegeln oder Pavillons einen hervorragenden.
Im Antrag beschreiben Sie den Großschirm deshalb am besten als Teil eines Pakets: Schatten sofort an den Stellen, an denen sich Kinder oder Besucher mittags aufhalten, dazu Bäume und Entsiegelung für die Jahre danach. Für Plätze, auf denen Schatten, Sitzplätze und Grün zusammen geplant werden, gibt es die IPOMEA Klimainsel. Welche Schirme wir für öffentliche Einrichtungen empfehlen, steht auf der Seite Hitzeschutz für Städte und Gemeinden.
Für den Antrag bekommen Sie von uns:
ein Angebot mit Einzelpositionen für Schirm, Befestigung und Versand, als Grundlage für Ausgabengliederung und Finanzierungsplan
Leistungstexte als Word-Datei, die Ihr Planer ins Leistungsverzeichnis übernimmt
eine Visualisierung aus einem Foto der Fläche, mit Anordnung der Schirme und Lage der Fundamente
Angaben zu UV-Schutz und Brandverhalten der Bespannung, etwa UPF 80 bei IPOTex-Poly oder schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1) bei IPOTex-PVC
auf Wunsch einen prüffähigen statischen Nachweis für den konkreten Standort
Die Förderberatung selbst übernehmen wir nicht, dafür sind die Förderstellen und das Zentrum KlimaAnpassung da. Öffentliche und soziale Auftraggeber zahlen bei uns für Großschirme der Baureihen classic und classic pro nach Lieferung, mit zehn Tagen Zahlungsziel.

Beispiele aus unseren Projekten
Ein Wohlfahrtsverband aus Oberbayern hat 2024 drei runde IPOMEA classic mit 4, 5 und 6 m Durchmesser bekommen, alle mit IPOTex-PVC-Bespannung. Die Betonsockel wurden vor Ort vorbereitet, aufgebaut haben wir die Schirme selbst, auf aufgedübelten Ankerplatten.
Für den Schulträger einer Großstadt im Rheinland haben wir 2025 einen IPOMEA classic mit 5 × 5 m geliefert. Dazu gehört eine Bodenhülse zum Einbetonieren, vorbereitet für einen Stromanschluss.
Häufige Fragen
Wird ein Sonnenschirm allein gefördert?
Die laufenden Programme fördern Vorhaben zur Klimaanpassung, nicht einzelne Produkte. Ein Großschirm kann Teil davon sein, wenn Konzept, Hitzeaktionsplan oder Gutachten seinen Nutzen gegen Hitze belegen.
Wann dürfen wir den Schirm bestellen?
Erst nach dem Bewilligungsbescheid oder mit Zustimmung der Bewilligungsbehörde zum vorzeitigen Beginn. Angebote einholen und planen können Sie vorher.
Kann unsere Kita 2026 Bundesförderung beantragen?
Im Fenster vom 1. Oktober bis 30. November 2026 nur, wenn deren Klimaanpassungskonzept oder Beratung schon im Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ gefördert wurde. Für 2027 hat das Bundesumweltministerium eine überarbeitete Richtlinie angekündigt.
Wo finden wir Programme für unser Bundesland?
In der Förderdatenbank des Bundes und beim Zentrum KlimaAnpassung, das Kommunen und soziale Einrichtungen berät. Programme mit ausdrücklichem Bezug zu Beschattung und Hitze haben derzeit etwa Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Wie zahlen öffentliche und soziale Auftraggeber?
Für Großschirme der Baureihen classic und classic pro nach Lieferung, mit zehn Tagen Zahlungsziel.
Ihr Vorhaben vorbereiten
Schicken Sie uns ein Foto der Fläche, die geplante Nutzung und das Programm, das Sie im Blick haben. Wir erstellen Ihnen Angebot, Visualisierung und Leistungstexte für den Antrag. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.
Stand: Oktober 2026 · Magnus Kessler, IPOMEA




















