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Sonnenschutz in Kita und Schule: Vorschriften und Schatten

15. Juni
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Sept.

Sonnenschutz in der Kita beginnt im Außengelände: Kinder brauchen dort Schatten, wo sie lange spielen, vor allem am Sandkasten und auf der Matschfläche. Die Pflicht dazu folgt aus der Gefährdungsbeurteilung, in der der Träger Hitze und UV-Strahlung erfassen und Schutzmaßnahmen umsetzen muss. Die gesetzliche Unfallversicherung nennt dafür Bäume, Sonnensegel und Sonnenschirme, fest im Boden verankert. Welche Schirme, Größen und Befestigungen zu Ihrem Gelände passen, sagen wir Ihnen gern: Angebot anfordern.


Der Sandkasten liegt mittags in der prallen Sonne, der junge Baum daneben wirft noch kaum Schatten, und die Gruppe spielt trotzdem draußen. Kinder nehmen Hitze weniger deutlich wahr als Erwachsene und wechseln nicht von selbst in den Schatten, schreibt die DGUV. Auch für den Schulhof empfiehlt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Schattenplätze.


Auf einen Blick

  • Die DGUV hält ausreichend verschattete Flächen im Außengelände von Kitas für notwendig, besonders an Sand- und Wassermatschspielflächen.

  • Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten, ab UV-Index 3 rät das Bundesamt für Strahlenschutz zum Schatten.

  • UPF 80 ist nach UV-Standard 801 der höchste UV-Schutzfaktor für Textilien, und unsere Standardbespannung IPOTex-Poly erreicht ihn in allen Farben.

  • IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Großschirme mit Bodenhülse und Prallschutz für Kitas und Schulen, öffentliche und soziale Träger zahlen nach Lieferung.


Drei große quadratische Sonnenschirme mit hellgrauer Bespannung über einem Kinderbecken mit Rutsche
In der Mitte des Schattens ist die UV-Belastung am geringsten.

Was schreiben DGUV und Unfallkassen zum Sonnenschutz vor?

Grundlage ist das Arbeitsschutzgesetz zusammen mit der DGUV Vorschrift 1. Danach muss der Träger in der Gefährdungsbeurteilung Gefährdungen für Kinder und Beschäftigte erfassen und Schutzmaßnahmen umsetzen, auch gegen Hitze und UV-Strahlung. So steht es in der Fachinformation FBBE-011 der DGUV zum Sonnenschutz in der Kindertagesbetreuung, Stand 1. Juli 2026. Technische Maßnahmen wie Schatten kommen dort zuerst, organisatorische und persönliche Maßnahmen ergänzen sie.


Konkreter wird die DGUV Regel 102-602 für Kindertageseinrichtungen: Ideal seien möglichst viele schattige Flächen, etwa mit Sonnensegeln oder Sonnenschirmen, insbesondere bei Sand- und Matschspielflächen. Das Portal Sichere Kita der DGUV hält ausreichend verschattete Flächen für notwendig und verlangt, dass Sonnenschutzsysteme stand- und kippsicher aufgestellt werden.


Für die Beschäftigten kommt die arbeitsmedizinische Vorsorge hinzu. Wer regelmäßig eine Stunde oder mehr am Tag im Freien intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist, dem muss der Träger eine Vorsorge anbieten.


Grüner und gelbe Großschirme über der Sandfläche eines Kita-Gartens mit Holzhütte und Bänken
Sand- und Matschflächen sollen verschattet werden können, weil Kinder dort lange spielen.

Wo braucht das Außengelände Schatten?

Schatten gehört dorthin, wo Kinder lange bleiben: an Sandkasten und Matschfläche, an Sitzplätzen und Spielgeräten, auf dem Schulhof dort, wo die Pause stattfindet. Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt Sonnenschirme, Sonnensegel und Pavillons als schnelle Lösung für Sitzgelegenheiten, Sandkästen und Spielgeräte.


Den Standort bestimmt der Sonnenverlauf. Im Sommer steht die Sonne gegen 13 Uhr am höchsten, am intensivsten ist die UV-Strahlung zwei Stunden davor und danach. Das Portal Sichere Kita rät deshalb, schon in der Planung zu prüfen, ob der Schatten zu diesen Zeiten auf der Spielfläche liegt, und empfiehlt eine Schattensimulation.


Wo ein großer Baum den Sandkasten schon beschattet, braucht es dort keinen Schirm. Bäume sind ideale Schattenspender, schreibt die DGUV. Schirme und Segel ergänzen sie dort, wo keine stehen oder junge Bäume noch wachsen.


Tabelle mit vier Bereichen im Außengelände, vom Sandkasten bis zur Bringzone, und ihren Anforderungen an Schatten
Jeder Bereich im Außengelände stellt eigene Anforderungen an den Schatten.

Was macht guten Schatten aus?

Je größer der Schirm, desto mehr Fläche liegt im Schatten, und in dessen Mitte ist die UV-Belastung am geringsten, so das Bundesamt für Strahlenschutz. Der Stoff sollte dicht gewebt oder nach einem anerkannten Standard geprüft sein. UPF 80 ist nach UV-Standard 801 der höchste Schutzfaktor, der für Textilien vergeben wird.


Unsere Standardbespannung IPOTex-Poly hat UPF 80 in allen Farben, ebenso IPOTex-PVC. Bei IPOTex-Acryl empfehlen wir für Kitas die kräftigeren Farbtöne, die einen UV-Schutz bis UPF 80 bieten. Für öffentliche Träger ist oft IPOTex-PVC die richtige Wahl: Es ist die mechanisch stärkste Bespannung, unempfindlich gegen Verschmutzung und als einzige schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1), was bei öffentlichen Auftraggebern oft Pflicht ist.


Bespannung

UV-Schutz

Besonderheit

Nutzungsdauer

IPOTex-Poly (Standard)

UPF 80 in allen Farben

wirtschaftliche Lösung

rund 8 Jahre

IPOTex-Acryl

bis UPF 80 in kräftigen Farbtönen

spinndüsengefärbt, größte Farbauswahl

bis zu 15 Jahre

IPOTex-PVC

UPF 80

schwer entflammbar (B1), abwischbar

bis zu 20 Jahre


Pflege und Lebensdauer

Eine Schutzhülle für den geschlossenen Schirm gehört zum Lieferumfang. Ist die Bespannung nach Jahren verbraucht, liefern wir eine neue für das vorhandene Gestell.


Wie steht ein Großschirm sicher im Spielbetrieb?

Am stabilsten steht ein Großschirm in einer einbetonierten Bodenhülse, die bodenbündig abschließt. Über den Winter lässt sich ihr Oberteil abschrauben, eine Abdeckscheibe verschließt die Öffnung dann eben mit dem Boden. Das Fundament können Bauhof oder Tiefbaufirma setzen, bevor die Schirme kommen, denn die Bodenhülse liefern wir auf Wunsch vorab.


Wo nicht betoniert werden kann, steht der Schirm in einem Standrahmen. Statt mit Betonplatten lässt er sich mit Sitzelementen beschweren, so wird aus dem Ballast eine Sitzgelegenheit statt einer Stolperkante.


Wo Kinder rennen und klettern, polstert ein Prallschutz den unteren Teil des Mastes. Er wird bodenbündig montiert und deckt das Oberteil der Bodenhülse mit ab.


Unter dem aufgespannten quadratischen IPOMEA classic bleiben in der Bodenhülse 2,37 m Durchgangshöhe, in jeder Größe. In Kitas und Schulen setzen wir meist den IPOMEA classic ein, den classic pro bei exponierter Lage oder im Dauerbetrieb. Für jede Größe nennen wir Ihnen den berechneten Windwert, und bei einer Sturmwarnung wird der Schirm geschlossen. Die Werte je Größe stehen im Beitrag Windstabile Sonnenschirme.


Was sollten Träger bei der Beschaffung wissen?

Kitas, Schulen, Kommunen und soziale Träger zahlen bei uns für Großschirme der Baureihen classic und classic pro nach Lieferung, mit zehn Tagen Zahlungsziel. Für Ausschreibungen liefern wir Leistungstexte als Word-Datei, die der Planer in sein Leistungsverzeichnis übernimmt, und auf Wunsch einen prüffähigen statischen Nachweis für den Standort.


Ob sich das Vorhaben fördern lässt, steht im Beitrag Förderung für Hitzeschutz. Unsere Schirme für Kita und Kindergarten zeigt die Seite Sonnenschirme für Kitas und Schulen, Lösungen für öffentliche Plätze die Seite Hitzeschutz für Städte und Gemeinden.


Tabelle mit vier Planungspunkten für Schatten in Kita und Schule und dem Grund, warum jeder wichtig ist
Diese vier Punkte sollten vor der Bestellung geklärt sein.

Beispiele aus unseren Projekten

Ein Kindergarten im Landkreis München hat 2026 zwei IPOMEA classic mit 4 × 4 m bekommen, mit IPOTex-Acryl in einem kräftigen Farbton, Bodenhülsen und Prallschutz. Die Bodenhülsen haben wir vorab geliefert, bezahlt wurde nach Lieferung.


Eine Kita in Mittelhessen hat 2024 vier runde IPOMEA classic mit 4 m Durchmesser bekommen, ebenfalls mit Acryl und Prallschutz, dazu zwei Bodenhülsen und zwei Standrahmen. Für eine Schule in Sachsen hat der Schulträger zwischen 2020 und 2023 in vier Aufträgen sieben IPOMEA classic mit 5 × 5 m bestellt.


Häufige Fragen

Ist Sonnenschutz in der Kita Pflicht?

Der Träger muss Hitze und UV-Strahlung in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen und Schutzmaßnahmen umsetzen. Die DGUV hält verschattete Flächen im Außengelände für notwendig, besonders an Sand- und Matschspielflächen.


Welcher UV-Schutz ist für Kita-Schirme sinnvoll?

Ein Stoff mit UPF 80, dem höchsten Wert nach UV-Standard 801. Unsere Standardbespannung IPOTex-Poly erreicht ihn in allen Farben.


Wie wird ein Großschirm im Außengelände befestigt?

Am stabilsten in einer einbetonierten Bodenhülse, die bodenbündig abschließt. Wo nicht betoniert werden kann, im Standrahmen.


Braucht der Schirm einen Prallschutz?

Wo Kinder rennen und klettern, ist er sinnvoll. Er polstert den unteren Teil des Mastes und wird bodenbündig montiert.


Reicht Schatten als Sonnenschutz?

Nein. Die DGUV nennt zusätzlich körperbedeckende Kleidung, Sonnenhut, Sonnencreme und das Meiden der Mittagssonne. Kinder unter zwei Jahren gehören nicht in die direkte Sonne, und auch mit Schirm oder Segel ist die pralle Sonne zu meiden, weil sie schnell überhitzen.


Wie zahlen Kitas und Schulen?

Öffentliche und soziale Träger zahlen bei uns für Großschirme der Baureihen classic und classic pro nach Lieferung, mit zehn Tagen Zahlungsziel.


Gibt es Förderung für Sonnenschutz in der Kita?

In einigen Programmen, als Teil eines Vorhabens zur Klimaanpassung. Die aktuellen Programme stehen im Beitrag Förderung für Hitzeschutz.


Ihr Außengelände planen

Schicken Sie uns einen Lageplan oder ein Foto des Außengeländes und sagen Sie uns, wo die Kinder mittags spielen. Wir schlagen Schirm, Größe und Befestigung vor. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.


Stand: Oktober 2026 · Magnus Kessler, IPOMEA

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