Sonnenschirm für die Gastronomie: Größe, Stoff, Befestigung
Aktualisiert: 7. Okt.
Ein Sonnenschirm für die Gastronomie muss jeden Tag funktionieren: Er beschattet die Tische, hält Regen ab, steht bei Wind sicher und lässt sich vom Personal schnell bedienen. Für die meisten Terrassen, Biergärten und Hotelgärten empfehlen wir den IPOMEA classic, für exponierte Lagen und den Dauerbetrieb den IPOMEA classic pro. Größe, Bespannung und Befestigung richten sich nach Fläche, Standort und Nutzung. Für Ihre Terrasse stellen wir Ihnen die passende Ausführung zusammen: Angebot anfordern.
Vor dem Restaurant stehen die Tische dicht an der Fassade, der Service braucht einen freien Weg zur Küche, und am Nachmittag kommt Wind vom Wasser. Aus solchen Angaben entsteht bei uns ein Schirmplan. Dieser Beitrag zeigt, worauf es bei Baureihe, Größe, Stoff, Befestigung und Ausstattung ankommt. Unsere Modelle im Überblick finden Sie auf der Seite Gastroschirme.
Auf einen Blick
Für Terrassen, Innenhöfe und Biergärten empfehlen wir den IPOMEA classic, für Ufer, Dächer und Dauerbetrieb den classic pro mit 100-mm-Mast.
Die Schattenfläche wächst mit dem Quadrat der Kantenlänge: 4 × 4 m beschatten 16 m², 5 × 5 m schon 25 m².
Standard ist die Bespannung IPOTex-Poly mit UV-Schutz UPF 80, als Option gibt es IPOTex-Acryl in 40 Farben mit bis zu 15 Jahren Lebensdauer.
Die IPOMEA GmbH aus Gilching bei München liefert Schirm, Befestigung, Licht und Heizung für Gastronomie und Hotellerie aus einer Hand.

IPOMEA classic oder classic pro: Welcher Schirm passt zu Ihrem Betrieb?
Beide Baureihen sind Mittelmastschirme, bei beiden gehören Handkurbel und Schutzhülle zum Lieferumfang. Sie unterscheiden sich in Mast, Tragwerk und Formaten und damit darin, wie viel Wind und Dauerbetrieb sie vertragen.
IPOMEA classic | IPOMEA classic pro | |
|---|---|---|
typischer Einsatz | Restaurant- und Caféterrasse, Innenhof, Biergarten, Hotelgarten | Uferpromenade, Dachterrasse, öffentlicher Platz, Dauerbetrieb |
Mast | Ø 76 mm, 3 mm Wandstärke | Ø 100 mm, 5 mm Wandstärke |
Formate | quadratisch, rund, rechteckig, z. B. 3 × 3, 4 × 4 oder 5 × 5 m | quadratisch ab 3 × 3 m, rund, rechteckig bis zu Formaten wie 6 × 7 oder 7 × 8 m |
Windwerte, Beispiele | 3 × 3 m: Beaufort 10; 4 × 4 m: Beaufort 8 | 3,5 × 3,5 m: 117,4 km/h; 5 × 5 m: 76,7 km/h |
Bedienung | Kurbel oder Motor, Teleskopsystem schließt nach oben | Kurbel oder Motor |
Verstärkung | Speichenverstärkung als Option | verstärkte Ausführung mit zwölf statt acht Tragarmen |
Unser Standard für die Gastronomie ist der IPOMEA classic. Er schließt über ein Teleskopsystem nach oben, sodass die Tische darunter stehen bleiben. Den classic pro empfehlen wir, wo der Schirm frei im Wind steht, über viele Monate geöffnet bleiben soll oder eine große Fläche allein überspannt. In verstärkter Ausführung ist er ein Halbjahresschirm: Er kann über die Saison geöffnet bleiben und wird nur bei Unwetter und angekündigtem Sturm geschlossen.
Den leichteren IPOMEA eco gibt es für kleine, geschützte Flächen, für den täglichen Gastronomiebetrieb raten wir zum classic. Wo ein Mast in der Mitte stört, etwa direkt an der Fassade, ist ein exzentrischer Sonnenschirm die Alternative. Alle Fachbegriffe erklärt das Großschirm-Lexikon.

Welche Größe braucht Ihre Terrasse?
Die Größe ergibt sich aus Ihrem Bestuhlungsplan: Wie viele Tische sollen unter einem Schirm stehen, wo müssen Laufwege und Zugänge frei bleiben, und soll die Fläche später wachsen? Die Durchgangshöhe unter dem geöffneten Schirm liegt ohne Volant bei mindestens 2,20 m, Gäste und Service gehen also aufrecht darunter. Für den Biergarten rechnet der Beitrag Brauerei-Sonnenschirm 4 × 4 m die Größen durch, für Gehweg und Café der Beitrag Sonnenschirm 3 × 3 m.
Größe | Schattenfläche | Baureihe |
|---|---|---|
3 × 3 m | 9 m² | classic |
4 × 4 m | 16 m² | classic, classic pro |
5 × 5 m | 25 m² | classic, classic pro |
5 × 6 m | 30 m² | classic pro |
6 × 6 m | 36 m² | classic pro |
6 × 7 m | 42 m² | classic pro |
Die Tabelle ist ein Auszug: Wir liefern über 150 Größen, quadratisch, rund und rechteckig. Weitere Größen im Überblick
Auf schmalen Terrassen entlang der Fassade passt ein Rechteckformat oft besser als ein Quadrat. An windigen Standorten sind mehrere mittelgroße Schirme oft die bessere Wahl als ein einzelner großer, denn bei gleicher Konstruktion verträgt das kleinere Format mehr Wind.

Welche Bespannung: Poly, Acryl oder PVC?
Bespannung | Eigenschaften | Lebensdauer |
|---|---|---|
IPOTex-Poly | Standard, hohe Wasserfestigkeit, UPF 80 in allen 16 Farben | rund 8 Jahre |
IPOTex-Acryl | spinndüsengefärbt, die Farbe liegt in der Faser, 40 Farben | bis zu 15 Jahre |
IPOTex-PVC | vollständig wasserdicht, abwischbar, schwer entflammbar nach DIN 4102-1 (B1) | bis zu 20 Jahre |
Poly ist im Schirmpreis enthalten und für die meisten Terrassen die wirtschaftliche Lösung. Acryl empfehlen wir, wenn der Schirm zum Gesamtbild des Hauses gehört: Der Farbstoff wird der Faser schon im flüssigen Zustand beigegeben, deshalb bleibt die Farbe über die ganze Nutzungsdauer kräftig. PVC ist in der Gastronomie die Ausnahme. Wir setzen es ein, wenn schwer entflammbares Material gefordert ist oder der Schirm dauerhaft geöffnet im öffentlichen Raum steht.
Das Gestell gibt es serienmäßig in Reinweiß (RAL 9010) oder Anthrazitgrau (RAL 7016), weitere RAL- und DB-Farbtöne als Sonderbeschichtung. Mit dem Angebot schicken wir Ihnen unsere Stoffkollektion zur Farbwahl.
Wie wird der Schirm befestigt?
Die Befestigung muss zum Untergrund passen und zur geplanten Ausstattung. Vier Wege sind in der Gastronomie üblich.
Bodenhülse zum Einbetonieren: die stabilste Lösung für feste Standorte. Das Unterteil sitzt im Fundament, das Oberteil ist abschraubbar, und ohne Schirm verschließt eine Abdeckscheibe die Hülse bodenbündig. Mehr auf der Seite Sonnenschirm-Bodenhülse.
Plattenständer: wenn nichts einbetoniert werden soll, etwa auf gepachteten Flächen. Der Rahmen mit Schrägausgleich wird mit Betonplatten 50 × 50 cm beschwert, die jeder Baustoffhandel führt. Mit Sitzwürfeln oder Gabionen wird aus dem Ballast eine Sitzgelegenheit. Zu den Plattenständern.
Sitzelement aus Sichtbeton: Sitzfläche und Schirmfundament in einem Bauteil. Es wiegt 995 kg, braucht keinen Tiefbau und lässt sich mit Gabelstapler oder Hubwagen versetzen.
Ankerplatte und Dachlösungen: Auf tragfähigem Beton wird eine Ankerplatte aufgedübelt. Für Dachterrassen gibt es eigene Wege, beschrieben im Beitrag Sonnenschirm auf der Dachterrasse befestigen.
Ein Punkt wird oft zu spät bedacht: Jeder Schirm mit Licht, Heizung oder Motor braucht eine Befestigung mit Klappscharnier, weil die Stromverbindung im umgelegten Zustand gesteckt wird. Wer Elektrik plant, lässt die Bodenhülse deshalb gleich mit Klappscharnier setzen. Die Bodenhülse kann vorab geliefert werden, dann ist das Fundament fertig, wenn der Schirm kommt. Wie ein Fundament geplant wird, zeigt der Beitrag Fundament für Großschirme.
Licht, Heizung, Regenrinne, Seitenwände: Was ist sinnvoll?
Mit der passenden Ausstattung wird die Terrasse auch abends, bei Regen und in den kühleren Monaten nutzbar. Was davon sinnvoll ist, hängt davon ab, wann Ihre Gäste draußen sitzen.
Licht: LED-Leisten unter dem Schirmdach leuchten die Fläche aus, in Warmweiß oder farbig, mit Schutzart IP65. Beispiele zeigt der Beitrag Sonnenschirm mit integrierter Beleuchtung.
Heizung: Infrarot-Heizstrahler mit je 1.400 Watt sorgen für Wärme unter dem Schirm. Ein Schirm mit Heizung ist im Standard für 400 Volt ausgelegt, ohne Starkstrom versorgen zwei 230-Volt-Stromkreise bis zu vier Strahler. Ein Wiedereinschaltschutz verhindert, dass sie bei geschlossenem Schirm laufen. Mehr zur Sonnenschirmheizung.
Regenrinne: Sie verbindet mehrere Schirme zu einer durchgehend wasserdichten Fläche. Bei Schirmen mit Volant wird die Rinne eingehängt, ohne Volant wird sie freitragend befestigt.
Seitenwände: Die Wände aus IPOTex-Poly schließen die Fläche seitlich, auf Wunsch mit Fenstern, durchgehendem Lichtband oder einer Tür zum Aufrollen. Wir empfehlen sie zusammen mit einem Volant, damit zwischen Dach und Seitenwand kein Zug entsteht.
Motor: Mit Rohrmotor öffnet und schließt der Schirm elektrisch, gesteuert per Kabel oder Funk. Diese Wahl lässt sich später nicht ändern. Für Stromausfälle liegt eine Handkurbel bei. Ein Windsensor kann den Schirm bei aufkommendem Wind schließen.


Großschirm oder feste Überdachung?
Mit Regenrinnen und Seitenwänden wird aus mehreren Großschirmen eine geschützte Fläche, die trotzdem beweglich bleibt: Aus der Bodenhülse lassen sich die Schirme herausnehmen, mit Plattenständern bleibt der Belag unberührt.
Auf öffentlichem Grund kann das den Ausschlag geben. In München sind feste Überdachungen von Freischankflächen in der Regel ausgeschlossen, den Wetterschutz übernehmen dort bewegliche Sonnenschirme oder Markisen (Lokalbaukommission München, Stand Juni 2025). Wie eine wetterfeste Schirmfläche bei Veranstaltungen aussieht, zeigt der Beitrag Vom Sonnenschirm zum wetterfesten Eventraum. Den Vergleich mit Markise und Pergola bringt der Beitrag Terrassenüberdachung Gastronomie.
Wie läuft der Betrieb im Alltag und im Winter?
Beim IPOMEA classic bleiben Tische und Stühle beim Schließen stehen. Nur direkt am Mast braucht das geschlossene Schirmpaket Platz, bei großen Formaten reicht es tiefer herab. Die Höhen je Größe nennt der Beitrag Teleskopschirm für die Gastronomie. Für welche Windgeschwindigkeit ein Schirm berechnet ist, hängt von Größe und Ausführung ab; die Werte stehen im Beitrag Windstabile, sturmfeste Sonnenschirme für Gastronomie. Bei angekündigtem Sturm wird jeder Schirm geschlossen.
Für den Winter gibt es zwei Wege. Aus der Bodenhülse wird der Schirm herausgenommen, und die Abdeckscheibe verschließt die Hülse bodenbündig. Der classic pro in verstärkter Ausführung kann auch stehen bleiben: Einige unserer Kunden lassen ihn das ganze Jahr geöffnet und schließen ihn nur an den wenigen Tagen mit starkem Schneefall. Wie sich der Schirm unter Schneelast verhält, zeigt unser Schneetest in Gilching.
Ist die Bespannung nach Jahren verschlissen, wird sie getauscht, nicht der ganze Schirm. Ersatzbespannungen gibt es passend zu Baureihe, Größe und Teilung. Woran Sie einen langlebigen Schirm schon vor dem Kauf erkennen, beschreibt der Beitrag Profi-Sonnenschirm vom Hersteller.

Beispiele aus unseren Projekten
Für ein Restaurant in Düsseldorf haben wir 2025 drei IPOMEA classic mit 3 × 3 m geliefert, bespannt mit kirschrotem Acryl auf anthrazitfarbenem Gestell. Die Bodenhülsen mit Klappscharnier sind für eine Stromzufuhr vorbereitet.
Ein Hotel mit Gasthaus im Hegau hat 2025 drei IPOMEA classic pro mit 5 × 6 m in Acryl bekommen. Die Schirme stehen auf aufgedübelten Ankerplatten, zwei Regenrinnen verbinden sie zu einer geschlossenen Fläche.
Ein Weingut in der Südpfalz hat 2025 fünf IPOMEA classic pro zwischen 4 × 6 und 6 × 6 m bestellt, alle in Acryl und mit verstärkten Tragarmen. Vier Schirme tragen farbiges LED-Licht, zwei davon zusätzlich Heizstrahler, und Regenrinnen aus PVC verbinden die Dächer. 2026 kamen zwei weitere classic pro mit 4 × 6 m und sechs exzentrische IPOMEA classic mit 3 × 3 m hinzu.
Häufige Fragen
Welcher Sonnenschirm eignet sich für die Gastronomie?
Ein Mittelmastschirm, der für den täglichen Betrieb gebaut ist. Für die meisten Terrassen empfehlen wir den IPOMEA classic, für exponierte Lagen und Dauerbetrieb den classic pro.
Wie groß sollte ein Gastro-Sonnenschirm sein?
Das richtet sich nach Tischzahl, Laufwegen und Wind am Standort. Ein Schirm mit 4 × 4 m beschattet 16 m²; an windigen Stellen sind mehrere mittelgroße Schirme oft besser als ein sehr großer.
Ist ein Gastronomieschirm wasserdicht?
Die Standardbespannung IPOTex-Poly ist sehr wasserfest, IPOTex-PVC ist vollständig wasserdicht. Mit Regenrinnen lassen sich mehrere Schirme zu einer durchgehend wasserdichten Fläche verbinden.
Können Tische und Stühle beim Schließen stehen bleiben?
Beim IPOMEA classic ja, er schließt über ein Teleskopsystem nach oben. Direkt am Mast sollte etwas Platz für das geschlossene Schirmpaket bleiben.
Was muss ich für Licht und Heizung vorbereiten?
Eine Befestigung mit Klappscharnier und eine Stromzufuhr, die unter dem Belag zum Schirm führt. Wer Licht oder Heizung erst später möchte, lässt die Bodenhülse gleich mit Klappscharnier und Kabeldurchführung setzen.
Muss der Schirm im Winter abgebaut werden?
Nicht unbedingt. Aus der Bodenhülse lässt er sich herausnehmen, den classic pro in verstärkter Ausführung lassen einige unserer Kunden auch im Winter geöffnet.
Welcher Schirm passt zu Ihrer Terrasse?
Schicken Sie uns Fläche, Zahl der Tische, Untergrund und Standort, am besten mit einem Foto. Wir schlagen Ihnen Schirm, Größe, Bespannung und Befestigung vor und zeigen Ihnen die Anordnung auf Wunsch vorab in einer Visualisierung. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.
Stand: Oktober 2026 · Sebastian Koch, IPOMEA




















