Biergarten-Beleuchtung: LED-Licht am Großschirm planen
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Die Biergarten-Beleuchtung lässt sich in den Schirm einbauen: LED-Leisten sitzen an den Streben, der Strom läuft durch den Mast, und das Licht ist dort, wo die Gäste sitzen. Wir liefern die Beleuchtung für die Großschirme IPOMEA classic und classic pro und für den Trichterschirm IPOMEA tulip, in Warmweiß oder mit Farblicht, auf Wunsch dimmbar. Schicken Sie uns Fläche, Schirmgröße und die Lage des Stromanschlusses: Angebot anfordern.
Ein Biergarten an einem Abend im September: Um halb acht ist es dunkel, die Tische unter den Schirmen sind noch besetzt, und der Service arbeitet im Halbdunkel. Strahler an der Hauswand blenden die vordere Reihe und erreichen die hintere nicht, Lichterketten müssen jedes Jahr neu gespannt werden. Licht im Schirm löst das an jedem Tisch gleich. Ausführungen und Bilder finden Sie auf unserer Seite Sonnenschirm-Beleuchtung mit LED, die Schirme dazu auf der Seite Gastroschirme. Größen und Aufstellung für den Biergarten beschreibt der Beitrag Brauerei-Sonnenschirm 4 × 4 m.
Auf einen Blick
Die LED-Leisten sitzen an den Streben des Schirms, je nach Baureihe und Größe 2 bis 12 Stück, in Warmweiß mit rund 3.000 Kelvin oder als Farblicht mit Warmweiß.
Eine warmweiße Leiste nimmt 4,8 Watt auf, ein Schirm mit sechs Leisten also rund 29 Watt.
Jeder Schirm mit Licht braucht eine Befestigung mit Klappscharnier, weil die Stromverbindung am gekippten Schirm gesteckt wird.
IPOMEA GmbH aus Gilching bei München plant Schirm, Licht, Steuerung und Stromanschluss für Gastronomie, Hotels und Kommunen aus einer Hand.

Wie kommt das Licht in den Schirm?
Die LED-Leisten werden an den Streben befestigt, also an den Armen, die das Schirmdach tragen. Sie sitzen in einem Aluminiumprofil mit Diffusor. Bei der warmweißen Leiste sieht man deshalb keine einzelnen Lichtpunkte, sondern eine durchgehende Linie. Jede Leiste ist mit einer Steckverbindung angeschlossen und lässt sich für den Service von der Strebe lösen.
Die Leisten arbeiten mit 12 Volt Gleichspannung. Sie haben die Schutzart IP65, die Verkabelung IP68, und sind damit für den Betrieb im Freien ausgelegt. Der Strom läuft durch den Schirmmast zu einem Verteilergehäuse unter dem Schirmdach, von dort gehen die Leitungen an die Streben.
Beim Trichterschirm IPOMEA tulip wirkt das Licht anders. Die Leisten strahlen in den Trichter, und der Stoff leuchtet als Fläche.

Warmweiß oder Farblicht: Welche Beleuchtung passt?
Für den täglichen Betrieb reicht Warmweiß: Das Licht liegt bei rund 3.000 Kelvin und lässt Speisen, Holz und Gesichter natürlich aussehen. Farblicht lohnt sich, wenn die Fläche auch für Feiern, Firmenabende oder Aktionen genutzt wird. Die farbigen Leisten können beides, Farbe und Warmweiß.
Ausführung | Technik | Wofür |
|---|---|---|
LED-Leiste warmweiß | rund 3.000 Kelvin, 60 LEDs, 4,8 Watt je Leiste, Diffusor ohne sichtbare Lichtpunkte | Restaurant, Biergarten, Hotelterrasse im täglichen Betrieb |
LED-Leiste Farblicht | Farben und Warmweiß in einer Leiste, 3,6 Watt je Leiste, Funkdimmer im Paket | Flächen mit Veranstaltungen, Bar, Markenauftritt |
Stableuchte | 13 Watt, 2.700 Kelvin, IP65, Leuchtmittel austauschbar | kräftiges Arbeitslicht, zum Beispiel an Ausschank und Buffet |
Akku-Licht | vier LED-Leisten mit Akku, rund 7 bis 10 Stunden Laufzeit, Fernbedienung | Schirme ohne Stromanschluss, etwa im Standrahmen |

Wie viele LED-Leisten braucht ein Schirm?
Das hängt von Baureihe, Größe und Zweck ab. Der IPOMEA classic bekommt zwei, vier oder sechs Leisten, der IPOMEA classic pro vier, sechs, acht, zehn oder zwölf, der IPOMEA tulip vier, acht oder zwölf. Ein Schirm mit acht Streben und vier Leisten hat an jeder zweiten Strebe Licht. Für das Licht an den Tischen reicht das oft aus. Soll der Schirm bei Veranstaltungen selbst auffallen, wird jede Strebe bestückt.
Mit der Zahl der Leisten ändert sich das Netzteil, und das gehört früh in die Planung.
Leisten je Schirm | Netzteil | Anschluss am Schirm |
|---|---|---|
bis 6 | im Schirm eingebaut | 230 Volt |
8 bis 12 (classic pro) | am oder im Haus montiert, versorgt bis zu 20 Leisten | 12 Volt |
Bei großen Schirmen mit acht bis zwölf Leisten braucht das Netzteil also einen trockenen Platz am Gebäude und eine Leitung von dort zum Schirm.
Wie wird das Licht geschaltet und gedimmt?
Geschaltet wird im einfachsten Fall über den Stromkreis, an dem der Schirm hängt, oder über einen Drehschalter am Verteilergehäuse. Dimmen ist eine eigene Entscheidung: Die Pakete mit Farblicht enthalten einen Funkdimmer, mit dem sich Helligkeit und Farbe vom Smartphone aus einstellen lassen. Bei warmweißem Licht wird der Funkdimmer zusätzlich bestellt. Das Lichtpaket allein ist nicht dimmbar. Wer in einer Ausschreibung „Beleuchtung dimmbar“ liest, braucht also zwei Positionen. Für den Abendbetrieb empfehlen wir den Dimmer: Zum Eindecken darf es hell sein, zum Essen eher nicht.
Stehen mehrere Schirme auf einer Fläche, werden die Lichtsysteme zusammen geschaltet und zentral gesteuert. Für Veranstaltungsflächen gibt es ein Lichtpult mit DMX-Anschluss, das Dimmung und Farbprogramme für alle Schirme übernimmt und sich in vorhandene Lichttechnik einbinden lässt.
Wie kommt der Strom zum Schirm?
Jeder Schirm mit Licht, Motor oder Heizung braucht eine Befestigung mit Klappscharnier, ob Bodenhülse, Ankerplatte oder Standrahmen. Der Grund liegt in der Montage: Das Kabel aus dem Boden und das Kabel des Schirms werden zusammengesteckt, während der Schirm zur Seite gekippt ist. Erst danach wird er aufgerichtet. Ohne Klappscharnier kommt man an diese Steckstelle praktisch nicht heran.
Die Zuleitung liegt unter der Erde und kommt durch die Bodenhülse in den Mast. Bauseits gehören dazu ein Leerrohr bis zur Hülse, ein eigener Stromkreis mit Fehlerstrom-Schutzschalter und ein Elektrofachbetrieb, der anschließt. Wie Bodenhülse und Fundament geplant werden, steht im Beitrag Fundament für Großschirme planen.
Lässt sich Licht mit Heizung und Motor kombinieren?
Ja. Wer die Terrasse bis in den Herbst nutzt, nimmt Licht und Heizung als ein Paket: Infrarot-Heizstrahler mit je 1.400 Watt und LED-Leisten an einer gemeinsamen Zuleitung. Ein Schirm mit Heizstrahlern ist für 400 Volt ausgelegt. Ohne Starkstrom lässt er sich über zwei Stromkreise mit 230 Volt versorgen, dann mit höchstens vier Heizstrahlern und sechs LED-Leisten. Heizstrahler gibt es am IPOMEA classic und classic pro, am tulip nicht. Mehr dazu auf der Seite Sonnenschirm mit Heizung.
Licht und Motor passen ebenfalls zusammen. Wie der Antrieb funktioniert und was bei Kabel, Funk und Windsensor zu beachten ist, erklärt der Beitrag Elektrischer Großschirm für die Gastronomie. Für heiße Tage gibt es die Sprühnebelanlage für Gastronomie und Hotel.
Kann man einen Großschirm mit LED nachrüsten?
Die Leisten selbst lassen sich später an den Streben anbringen. Schwieriger ist der Strom: Steht der Schirm in einer Bodenhülse ohne Klappscharnier und ohne Leerrohr, müsste die Hülse getauscht werden, und sie sitzt im Beton. Wer heute ohne Licht kauft und es später haben will, lässt deshalb die Hülse mit Klappscharnier und das Leerrohr gleich mit setzen.
Für Schirme ohne Stromanschluss gibt es Licht mit Akku: vier LED-Leisten mit Farblicht und Warmweiß, Fernbedienung und Ladegerät. Die Akkus halten je nach Ausführung rund sieben bis zehn Stunden und werden tagsüber geladen.
Was sagt die Stadt zu Licht im Außenbereich?
Auf Gehweg und Platz braucht die Außengastronomie eine Sondernutzungserlaubnis, und manche Städte äußern sich dabei auch zum Licht. Die Stadt Köln empfiehlt in ihren Qualitätsstandards für die Außengastronomie, dass das Licht nicht flackern und nicht blenden soll (Regelwerk „Köln. Gestaltet. Außengastronomie.“, Juni 2025). Ruhiges, gedimmtes Licht unter dem Schirmdach erfüllt das, ein laufender Farbwechsel eher nicht. Fragen Sie bei Stadt oder Gemeinde nach, bevor Sie sich für Farblicht entscheiden. Was sonst zur Genehmigung gehört, steht im Beitrag Außengastronomie: Genehmigung und Vorschriften.
Beispiele aus unseren Projekten
Eine Brauerei in Oberfranken hat 2024 vier IPOMEA classic pro mit 5 × 5 m bestellt, mit Acryl-Bespannung und je sechs LED-Leisten Farblicht und vier Heizstrahlern. 2026 kamen zwei weitere Schirme in derselben Ausstattung dazu.
Ein Restaurant in Vorarlberg hat 2025 zwei IPOMEA classic pro mit 7 × 7 m und zwölf Streben bekommen. Jede Strebe trägt eine LED-Leiste mit Farblicht, zwölf je Schirm, dazu kommt ein Motor mit Funk.
Eine Marktgemeinde in Tirol hat 2025 zwei Trichterschirme IPOMEA tulip mit 6 × 6 m samt Farblicht bestellt. Die genannten Größen sind Beispiele: Wir liefern über 150 Größen, den Überblick gibt der Beitrag Weitere Größen im Überblick.
Häufige Fragen
Welche Beleuchtung eignet sich für einen Biergarten?
Warmweißes Licht mit rund 3.000 Kelvin, das direkt über den Tischen sitzt und sich dimmen lässt. LED-Leisten an den Streben der Schirme beleuchten jeden Tisch gleich, und ein Diffusor streut das Licht.
Wie viel Strom braucht die Beleuchtung eines Großschirms?
Wenig. Eine warmweiße LED-Leiste nimmt 4,8 Watt auf, ein Schirm mit sechs Leisten rund 29 Watt, einer mit zwölf rund 58 Watt.
Ist die LED-Beleuchtung am Schirm dimmbar?
Bei Farblicht ist der Funkdimmer im Paket. Bei warmweißem Licht wird er zusätzlich bestellt, das Lichtpaket allein ist nicht dimmbar.
Bleiben die LED-Leisten beim Schließen am Schirm?
Ja. Die Leisten sitzen an den Streben und bleiben beim Schließen am Schirm. Deshalb lässt sich das Licht auch mit einem Motor kombinieren.
Braucht der Schirm für das Licht ein besonderes Fundament?
Kein anderes Fundament, aber eine Bodenhülse mit Klappscharnier und ein Leerrohr für die Zuleitung. Beides wird gesetzt, bevor betoniert wird.
Licht für Ihre Terrasse planen
Schicken Sie uns Fläche, Anzahl und Größe der Schirme und ein Foto, auf dem der nächste Stromanschluss zu sehen ist. Wir schlagen Schirme, Lichtpaket, Steuerung und Befestigung vor. Sie erreichen uns unter 08105 7989715 oder über unsere Kontaktseite.
Stand: Oktober 2026 · Sebastian Koch, IPOMEA




















